Harald Mischnick

Old Shatterhand, Winnetou, Harry Potter, Ron und Hermione
Zwei Erfolgsautoren: Karl May und Joanne Rowling

  
Ein junger Mann wird in die harte Schule des Lebens genommen. Er entflieht den unerquicklichen Verhältnissen seiner Heimat, kommt in eine große Stadt, lernt neue Freunde kennen, wird in einer berühmten Straße einer ersten Prüfung unterzogen, dann ausgerüstet und beginnt dann eine harte Ausbildung fern seines bisherigen Wirkungskreises. Er hat einen Lehrer, dem er besonders vertraut, und bald einen, der ihm vor allem eines lehren will, nämlich Hassen, Feindschaft und Hinterhältigkeiten, der aber auch ihn selbst haßt. Doch unbeirrt bleibt der junge Mann seinen Idealen treu, lernt sehr erfolgreich, und besteht mehrere schwere Proben bis hin zum Kampf um sein Leben und das seiner Gefährten.

Diese sehr kurze Inhaltsangabe eines Romans ist allen Lesern der Bücher von Karl May bekannt, und wenn man fragt, auf welches Werk sie nun zutrifft, bekommt man zur Antwort: Winnetou I. Doch verschweigt man den Namen des Autors und fragt einen fleißigen Buchkonsumenten, gleich welchen Alters, heutzutage, zu welcher Heldenlegende sie gehört, so lautet die im ersten Moment verblüffende Antwort: "Harry Potter".

Zwar gibt obige Inhaltsangabe weder den Inhalt von Winnetou I noch den des ersten Harry-Potter-Buches sonderlich korrekt wieder, lenkt aber den Blick auf eine ganze Reihe interessanter Übereinstimmungen bei Aufbau ihrer Werke, Figuren, Motivauswahl und Breitenwirkung zweier Autoren, deren schriftstellerische Arbeiten im richtigen Moment auf das richtige Publikum trafen.

Ein gravierender Unterschied allerdings ist vorhanden: Joanne Rowling gestaltet die Abfolge ihrer Harry-Potter-Romane nach einem sorgfältig vorher festgelegten Grobplan, während die Abenteuer des Old Shatterhand querbunt durcheinander entstanden und zwei Kategorien angehören: den Jugenderzählungen, die die Handlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und in der distanzierten Er-Form von Old Shatterhands Taten berichten, sowie der dann deren Erfolg mit zu verdankenden Forcierung des Ich-Erzählens und der Ausformung der Old-Shatterhand-Heldenlegende. Somit konnte der Autor seinem angestammten, erwachsenen Publikum nun beschreiben, wie eigentlich das große Freundespaar Old Shatterhand und Winnetou zusammenkam, und welche umfangreichen Abenteuer sie zusammen bestanden, dazwischen eingebettet das letzte gemeinsames Erlebnis, das dem Freund das Leben kostete. Allerdings war die betreffende Erzählung von May in ihrer Erstfassung zu einem Zeitpunkt verfaßt worden, als niemand den später entstehenden Winnetou-Mythos überhaupt erahnen konnte, und nach der Buchveröffentlichung von Winnetous Tod erschienen noch einige Romane, die von seinen Heldentaten berichten. Heute kaum noch allgemein bekannt ist, daß der ursprüngliche Winnetou noch nicht der strahlende, friedensfreundliche junge Held war, sondern ein kriegerischer, stolzer, alter, grimmiger Skalpsammler; May selbst kolportierte vor Winnetou I in seinen Romanen zwei völlig andere Versionen vom ersten Zusammentreffen Old Shatterhands mit Winnetou.

Karl Mays Bücher sind eben, auch wenn das der Karl-May-Verlag nicht wahrhaben will oder gar anderweitig propagiert, in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit keine Jugendbücher! So wehrte sich Karl May presseöffentlich vehement dagegen, daß sein symbolischer Altersroman Und Friede auf Erden in einer Zeitungsbesprechung unter der Rubrik "Eingegangene Jugendschriften" von einem über die Jugendlektüre wachenden ältlichen Fräulein beurteilt und, da möglicherweise absichtlich mißverstanden, verurteilt wurde.[1]

In Karl Mays Orient-Romanen heißt Old Shatterhand Kara Ben Nemsi und ist alles andere als ein Schüler, sondern gewissermaßen der Lehrer seines ständigen Begleiters Hadschi Halef Omar; dieser steigt im Laufe der Zeit vom blutjungen, naseweisen, religiös recht fanatischen, einfach strukturierten jungen Mann zum Scheik eines Araberstammes auf, ist tolerant, ein guter Vater, über alle Maßen treu zu seinem abendländischen Freund, abenteuerlustig, aber gern aufschneiderisch, und hat stets die Peitsche griffbereit nahe.

Eine weitere Gegensätzlichkeit scheint darin zu bestehen, daß eine Engländerin dem jugendlichen Publikum unserer Tage eine literarisch verbrämte Darstellung des britischen Internatslebens vorlegt, Karl Mays Helden hingegen mit einer winzigen Ausnahme[2] niemals in irgendeinem deutschen Schulalltag, sondern fern der Heimat im Wilden Westen und im Orient agieren und eben vornehmlich erwachsenes Publikum zur Identifizierung mit ihnen anregen sollen, während Joanne Rowling auf eine anfangs kindliche, langsam reifende Leserschar zu zielen scheint. Weiterhin kommen im Werk Karl Mays, soweit in Amerika spielend, Mädchen und Frauen überwiegend in Nebenrollen, meist in typischen Verhaltensmustern ihrer Zeit, vor, und richtiggehend jugendliche Helden mit Ausnahme des unbarmherzigen Rächers Bloody-Fox ­ in der von Rowling erschaffenen Magier-Welt würde man ihn als Auror bezeichnen - nur als vernunftgeführte junge Leute, nämlich per se sorgsam geplante Identifikationsfiguren für Gleichaltrige in den "Der Gute Kamerad"-Erzählungen.

Dem ist entgegenzusetzen, daß man Grundmuster erkennen, abstrahieren, ein literarisches Werk im Kontext und den literarischen Darstellungsmöglichkeiten ihrer Entstehungszeit und deren Moralvorstellungen betrachten muß. Weiterhin sind die Folgen der Veröffentlichung zu erörtern, also deren begeisterte Leser und deren angeregte Phantasie ebenso wie die kommerzielle Ausnutzung, Bearbeitung, Übersetzung, eventuelle sprachgebrauchliche Anpassung und die wahrgenommenen Eigenrechte der Autoren ebenso wie deren erfolgende Genrefestlegung. Ferner ist zu überprüfen, ob bestimmte Motive, Erzählweisen, unauffällige Belehrungen, Sprachspielereien miteinander verglichen werden können. Dabei muß man aber immer den Originaltext zugrunde legen, dabei auch Motive aus Mays Orienterzählungen berücksichtigen, und nicht irgendwelche Übersetzungen oder Bearbeitungen, auch wenn sie zur Wirkungsgeschichte gehören. Genausowenig kann man Mays Kolportageromane übergehen, erst recht nicht die symbolisierenden Alterswerke, in denen alle Personen und Ereignisse oft mehrere Zusatzbedeutungen haben und Stellvertreter sowohl für Ereignisse aus Mays Biographie als auch für ethische und psychologische Gegebenheiten sind.

Eine Zielgruppe dieser Abhandlung beschäftigt sich mit Karl Mays Leben und Werk sowie dessen Nachwirkungen bis heute, weswegen hier tiefschürfende Erörterungen über Mays Figuren, Schreibweise, Moralvorstellungen, Schulbildung unterbleiben können. Anstattdessen werden die Phantasiewelt der Joanne Rowling, die Charaktere ihrer Personen und der Stil ihrer Romane auch im Vergleich mit denselben Komplexen bei Karl May näher zu beleuchten sein.

Ganz wesentlich für die Gestaltung des Umfelds des Harry Potter ist der alte englische Mythos einer positiv besetzten Welt der Magier, Zauberer und Hexen, der Einhörner, der Gnome und Elfen, der wundersamen Taten in einem abgeschotteten kleinen Reich, in dem das absolut Gute ebenso vorhanden ist wie das abgrundtief und fanatisch Böse. Rowling nimmt gezielt, wenn auch absichtlich nicht sonderlich hervorgehoben, Bezug auf den sagenhaften Zauberer Merlin, zum gleichen Stoffkreis gehörig wie der britische König Artur oder Artus, der der Sage nach letztendlich nicht starb, sondern von Feen auf einem Boot zur Insel Avalon herübergerudert wurde. Eine reale Tradition hingegen ist die britische Internatserziehung, die durch Rowling auf dem Wege zur mythischen Verklärung zu sein scheint.

Eine wesentliche Übereinstimmung der Lebensbereiche des Old Shatterhand und des Harry Potter besteht darin, daß man sie in einem realen Staat auf keiner Landkarte realisieren kann - das Recht aller Autoren, Phantasielandschaften zu erfinden. Im Gegensatz zu den Abenteuern des deutschen Westmanns vollziehen die wesentlichen des Harry Potter sich allerdings bisher ziemlich statisch an fast immer den gleichen Plätzen. Und genau wie bei May sind die Harry-Potter-Romane im Schauplatz der Handlungen zweigeteilt, beinhalten eine Reise von sehr greifbaren Örtlichkeiten in das Land der Phantasie der Autoren und, im Finale, wieder zurück. Rowling karikiert gewisse ausufernde Gegebenheiten unserer aktuellen Welt in Harrys fettem Cousin Dudley ebenso wie in dem scheuklappigen Ministeriumssubalternen Percy Weasley, May verhöhnt Militär in Der Schatz im Silbersee sowie in diversen Szenen seines Alterswerkes Ardistan und Dschinnistan und gibt deutsches Behördendenken durch den Trapper Geierschnabel und dessen Handeln im Waldröschen der Lächerlichkeit preis. Übrigens bekennt sich Old Shatterhand ebenso zu seinem Deutschtum wie Harry und seine Freunde zu ihrem Hogwarts-Haus Gryffindor. Wie man hier sieht, ist Stolz auf seine Herkunft, ob nun aus seinem Stammhaus zur Schulzeit oder aus seinem Vaterland, absolut nichts Verwerfliches. Rowling wie May glorifizieren nicht den Tod im Kampfgetümmel; beim Quidditch-Worldcupfinale beschreibt Rowling das friedliche Nebeneinander der nahe dem Stadion kampierenden Magier aus allen Völkern und Erdteilen. Beim erstmaligen Auftreten einer größeren Anzahl Magier aus fremden Staaten in Hogwarts läßt Rowling den Schulleiter Dumbledore zur Völkerverständigung ebenso aufrufen wie am Ende des Romans. Gemeinsam sind wir stark, lautet die Parole im Kampf gegen die dunklen Mächte. Das Plädoyer für Toleranz und Völkerverständigung durchzieht bekanntlich Karl Mays Werk.

Reitet in den Amerika-Romanen Karl Mays das Duo Winnetou und Old Shatterhand und im Orient Kara Ben Nemsi mit Hadschi Halef Omar, unterstützt von verschiedenen, meist zweitrangig bleibenden Gefährten, gegen das Böse, so läßt Rowling diesen Kampf vorwiegend ein Trio bestehen, unterstützt von einigen hochaktiven weiteren Figuren. Das scheint ein ganz bedeutender Unterschied zu sein, doch muß man berücksichtigen, daß eine weibliche, sympathische, gebildete, aktive, mitkämpfende Hauptheldin mit den Vorstellungen der 1890er Jahre und auch noch lange später betreffs künftiger Lebensgestaltung einer weiblichen Jugendlichen ganz erheblich kollidiert hätte. Seinerzeit galt die Schulzeit für Mädchen fast nur als Vorbereitung auf eine spätere fast ausschließliche Rolle als Hausfrau und Mutter.

Harry Potters ständige Begleiterin Hermione Granger trägt in sich Teile der charakterlichen Eigenschaften sowohl Old Shatterhands als auch Winnetous und so deren Autors Karl May. Der dritte aus dem Triumphirat, Ron Weasley, ein reinblütiger Zauberer, stammt aus einem nicht sehr begüterten Elternhaus und muß sich ständig gegen seine älteren Brüder zu behaupten versuchen. Seine warmherzige Mutter und sein weltoffener Vater sind im Privatleben nachlässig gekleidet, in deren Grundstück herrscht eine liebenswerte Unordnung. Er ist knapp bei Kasse und bewundert seinen gutgestellten Freund Harry. Er ist ein hilfsbereiter Freund, aber nicht frei von Neid und Eifersucht, und die durchschnittlichste Gestalt des Freundestrios, eine der normalen Persönlichkeitsstruktur des Lesers entgegenkommende Figur. Er taugt eher zum Vergleich mit Halef als zu einem mit Winnetou. Seine Persönlichkeit scheint weniger gereift als die der beiden anderen. Er hat ein recht hitziges Temperament, und das beschert ihm öfters Probleme.

Harry Potter ist auffällig durch seine Narbe stigmatisiert, die davon kündet, daß sein Vater und seine Mutter aus Elternliebe ihre eigenen Leben im Kampf gegen den Anführer des Bösen opferten, um ihrem kleinen Sohn dessen Leben zu retten. Nur sein Vater war ein geborener Magier, seine Mutter hingegen entstammte der realen Welt. Bei der Muttersschwester und deren Familie ist Harry als ungeliebter Gast sehr streng erzogen aufgewachsen. Er ist in der gesamten Magierwelt berühmt, obwohl in der realen bis zum elften Geburtstag lebend, und hat sehr damit zu tun, gegen die ihm vorauseilende und sein Leben einengende Berühmtheit anzukämpfen, auf die hingegen Old Shatterhand sehr stolz ist. Er ist sehr mutig, äußerst freundestreu, ehrlich, humorvoll und sportlich, lernt schnell, also mehr Ideal denn Identifikationsfigur. Er neigt bislang mehr zur Teamarbeit denn zur Herausbildung von Führungskräften ­ innerhalb seines Dreierkreises. In einem Detail ist er allerdings mehr Entsprechung zu Winnetou als zu Old Shatterhand, denn der finstere Gegner der direkt mit Winnetou übertitelten Bände, Santer, ermordet dessen Vater und Schwester, und forthin sind Winnetou und Santer unerbittliche Gegner. Potter heißt Töpfer, der Töpfer in manchen Gegenden Deutschlands auch Eulner, und Harrys Botenvogel ist eine Eule.

Hermione Granger entstammt einer intakten Familie unserer Welt, für deren Gesellschaftsordnung und Wertvorstellungen Rowling zur Unterscheidung von der der Magier die griffige Bezeichnung Muggel erfunden hat. Muggelblütig zu sein, wird von vielen indoktrinierten Magiern als schwerer Makel angesehen, so wie Weiße gern reinblütige Indianer und Mestizen gleichermaßen abschätzig bewerten. Sie ist sehr engagiert, fleißig, freundestreu, entwickelt sich immer mehr zu einer sehr starken Persönlichkeit mit Führungseigenschaften, schlußfolgert gut, wertet aus und vereinigt damit auf sich jene Eigenschaften, die sich bei Old Shatterhand und Winnetou durch Dominanz, Spurenlesefertigkeit und Kombinationsgabe manifestieren. Hermione hat ein großes Herz für Unterdrückte und einen starken Gerechtigkeitssinn. Außerdem ist sie, wie Old Shatterhand, ein "Bücherwurm" und ärgert sich immer, wenn ihre Freunde eingestehen müssen, gewisse Grundlagenliteratur zur Geschichte der Magierwelt und ihrer Schulen nicht gelesen zu haben. Sie hat, da weiblichen Geschlechts, natürlich keine direkte Entsprechung in Mays Wildem Westen, obgleich Winnetou zumindest in "Weihnacht" gewisse weibliche Züge nicht fehlen.

Interessant ist, daß Harry, Hermione und Ron die drei Abstammungsmöglichkeiten der Hogwarts-Welt personifizieren: einem alten Magiergeschlecht entstammt Ron, hingegen Kind eines geborenen Magiers und einer Weltlichen, die allerdings Hogwarts erfolgreich abschloß, ist Harry, und rein weltlich ist Hermione geboren; deren Eltern sind, wohl promovierte, Akademiker. Harrys Eltern waren anscheinend beide im Hause Gryffindor, doch wieso schwankt der Sorting Hat[3] bei Harrys Zuweisung vor dem ersten Schuljahr zwischen Griffindor und dem problematischen Hause Slytherin? Der Genealoge fragt sich: Hatte Harry einen nahen Vorfahren väterlicherseits, der in diesem Haus seine Schulzeit verbrachte?

Ist gar das Hogwarts-Wappen zusätzlich eine heraldische Ahnenprobe für Harry Potter? Das "H" steht in der Mitte des Wappens, in den vier Feldern die vier Hogwarts-Häuser: von links nach rechts oben Gryffindor und Slytherin, unten Hufflepuff und Ravenclaw. "H" könnte auch für Harry's Magier-Ahnen stehen: reine Vaterlinie Gryffindor, Harry's Großmutter väterlicherseits Slytherin, eine Generation höher kämen dann je eine Verbindung Gryffindor mit Hufflepuff und Slytherin mit Ravenclaw hinzu, sodaß von bei den vier Urgroßeltern väterlicherseits aus jedem Haus von Hogwarts ein Vorfahr stammen würde.

Anschläge der dunklen Seite zielen häufig auf Hermione und Ron, weswegen Harry sich in große Gefahren begeben muß. Er braucht seinen Zauberstab ebenso zur Niederringung diverser Gegner wie Old Shatterhand alias Kara Ben Nemsi sein "Zaubergewehr", erst den Bärentöter, dann vornehmlich den Henrystutzen ­ beide zusammen mit der Silberbüchse berühmte Gewehre und schon lange mit ihren zwei Besitzern eine feste Legende in der deutschen Literatur; die Zauberstäbe von Harry, Hermione und Ron befinden sich unterdes samt ihren drei Eigentümern auf dem Wege zum britischen Literatur-Olymp.

Einer der Gefährten der Glorreichen Drei ist Neville Longbottom, ewig vergeßlich und schusselig, der aber noch nie einer großen Gefahr gegenüberstand. Vielleicht überwindet er sich in deren Angesicht ähnlich effektiv selbst wie der Hobble-Frank, ein erfahrener Westmann, doch bezüglich des Alltagslebens sehr ungeschickt; er wurde von Karl May geschaffen, damit seine jugendlichen Leser an dessen Tun geschult werden und seine Sprachverdrehungen, besonders des seinerzeitigen Bildungsgutes auch aus dem Latein, dank ihres eigenen Wissens korrigieren sollten. Neville Longbottom selbst erinnert sehr an den ungeschickten Schulfreund des Ich-Erzählers im Band "Weihnacht", Carpio; dieser stolpert in der Schulzeit ebenso wie später im Erwachsenenleben von einer peinlichen Begebenheit zur nächsten ­ und endet tragisch.

Leider eignen sich nicht jeder Dialekt und alle Sprachspielereien für eine wortgetreue Übersetzung, besonders wenn Autoren Worte erfinden. Das von Rowling erfundene Fabelwesen "Blast-Ended Skrewter" kann man bezüglich Unübersetzbarkeit eines neuerfundenen Wortes mit folgender Szene aus "Der Sohn des Bärenjägers" um die Verhunzung eines Ursprungsbegriffs plus eingebrachtem Sächsisch plus wissenschaftlichem Unfug, den der jugendliche Leser erkennen sollte, vergleichen:

Jemmy machte ein erstauntes Gesicht. "Wie?" fragte er. "Wie heißt dieses Fernrohr?" "Passen Sie doch off! Wenn ich eenmal drin bin in der Belehrung, so ist mir jede Schtörung impertinent. Hinter=Ochsen=Klee=Gras=Fernrohr heeßt`s. Können Sie sich das merken? Wenn Sie wirklich een Gymnasiast gewest sind, so müssen Sie doch ooch Unterricht über die Akustik der Fernrohre gehabt haben. Je dunkler der Brennpunkt is, desto größer sind die Schterne, die man sieht, weil in der Wissenschaft mehrschtenteels das umgekehrte Verhältnis ausgerechnet werden muß. Verschtehen Sie das?" "Ja," nickte der Dicke, der sich Mühe gab, ein ernstes Gesicht zu machen. "Aber jetzt beginne ich zu ahnen, was für ein Fernrohr Sie gemeint haben." "Nun, was denn für eens?" "Gar keins. Sie haben die Bezeichnung verwechselt. Sie meinen nicht ein Fernglas, sondern ein Mikroskop." "Mikroskop! Ja, ja, richtig! Weil mir das richtige Wort oogenblicklich abwesend war, habe ich derweile das Fernrohr zum Behelf genommen, denn geistesgegenwärtig bin ich allezeit gewest." "Und zwar meinten Sie das Hydrooxygengasmikroskop!" "Natürlich! Das versteht sich ganz von selber. Aber warum soll ich dänisch reden, wenn ich der deutschen Schprache vollschtändig mächtig bin? Wenn ich sage Hinter=Ochsen=Klee=Gras=Mikroskop, verschteht mich auch ein Ungelehrter. Der Schulmeester sagte immer: Man muß sich herablassen zum kindlichen Gemüt, dann erntet man Palmen off sandigem Boden. Sie sehen, ich werfe mit Metafferbeispielen nur so um mich herum. Das haben Sie davon, daß ich schtets ein fleißiger Autopetrefakt gewest bin. Wäre damals nich der Schtreit wegen dem Vater Wrangel seinem Leibwort ausgebrochen, so hätt ich´s Nolens Coblenz bis zur Tharandter Forschtkademie gebracht und hätte jetzt nich nötig, mich im Wilden Westen herumzutreiben und von den Sioux lahm schießen zu lassen!"[4]

Damit verglichen die Einführung der Fabelwesen durch Rowling:

As they drew nearer, an odd rattling noise reached their ears, punctuated by what soundes like minor explosions. "Mornin'!" Hagrid said, grinning at Harry, Ron and Hermione. "Be'er wait fer the Slytherins, they won' want ter miss this ­ Blast-Endes Skrewts!" "Come again?" said Ron. Hagrid pointed down into the crates. "Eurgh!" squealed Lavender Brown, jumping backwards. 'Eurgh' just summed up the Blast-Ended Skrewts, in Harry's opinion. They looked like deformed, shell-less lobsters, horribly pale and slimy looking, with legs sticking out in very odd places and no visible heads. There were about a hundred of them in each crate, each about six inches long, crawling over each other, bumping blindly into the sides of the boxes. They were giving off a very powerful smell of rotting fish. Every now and then, sparks would fly out of the end of a skrewt and, with a small phut, it would be propelled forwards several inches. "On'y jus'hatched," said Hagrid proudly. "so yeh'll be able ter raise 'em yerselves! Thought we'd make a bit of a project of it!"[5]

Im übrigen regen die Namen, die Joanne Rowling ihren Figuren gibt, dazu an, sie zu deuten, und geben dadurch den Interessierten Einblick in viele Wissenssparten: alte Sprachen, Geschichte, Namenkunde, Sagenschätze vieler Völker - bis hin zu gezielten Sprachspielereien, die zum Teil allerdings vom deutschen Übersetzer gehörig verhunzt wurden. Auch die Sprachgewalt Karl Mays, seine Fähigkeit, Personen und Landschaften plastisch zu beschreiben und Namengebung Programm sein zu lassen, ist von seinen Bearbeitern schwer beschädigt und dadurch sein Ansehen mit korrumpiert worden.[6] Besonders seine Beschreibung von Farben wirkt im Original intensiv auf die Phantasie seiner Leser ein. Anders allerdings als Rowling zeichnet May sehr ausführlich und bis in kleinste Einzelheiten Gesicht und Kleidung seiner Protagonisten, ein Überbleibsel jener vor-bewußten Kindheitsjahre, als die Augen des kleinen Karl krankhaft geschlossen waren und er seine Umwelt durch Tasten und Prüfen erforschen mußte. Rowling, deren Hauptheld Harry Brillenträger ist, begnügt sich meist quasi mit wenigen markanten Pinselstrichen. May beschreibt seine Hauptpersonen in jedem Band neu, Rowling hingegen fordert hier die Kenntnis der früheren Harry-Potter-Abenteuer. Hermione wird im vierten Band kurz und bündig so beschrieben: "with very bushy brown hair and rather large front teeth"[7] Eine neue Person führt Rowling folgendermaßen ein:

"He was wearing long Quidditch robes in thick horizontal strips of bright yellow and black. An enormous picture of a wasp was splashed across his chest. He had a look of a powerfully built man gone slightly to seed; the robes were stretched tightly across a large belly he surely not had in the days when he played Quidditch for England. His nose was squashed (probably broken by a stray Bludger, Harry thought), but his round blue eyes, short blond hair and rosy complexion made him look like a very overgrown schoolboy."[8]

Karl May beschreibt eine ähnlich proportionierte Figur so:

Was nun den anderen Reiter betrifft, so mußte es bei der Glut, mit welcher die Sonne niederbrannte, auffallen, daß er einen Pelz trug. Freilich wenn durch irgend eine Bewegung des Dicken dieser Pelz einmal zurückgeschlagen wurde, so zeigte es sich, daß der letztere ganz hochgradig an bedenklicher Haarlosigkeit litt. Es gab nur stellenweise ein kleines, lichtes Büschel, gerade so wie in der unendlichen Wüste nur hier und da eine Oase anzutreffen ist. Selbst Kragen und Aufschläge waren so sehr gelichtet, daß es mehr als thalergroße lichte Stellen gab. Unter diesem Pelze blickten rechts und links riesige Aufschlagestiefeln hervor. Auf dem Kopfe trug der Mann einen breitrandigen Panamahut, der ihm viel zu weit war, so daß er ihn, um nur aus den Augen sehen zu können, weit in das Genick herunterschieben mußte. Die Aermel des Pelzes waren so lang, daß man die Hände nicht sehen konnte. So war also das Gesicht des Reiters das einzige, was man von ihm sah; aber dieses Gesicht war es auch wert, daß man es genau betrachtete. Es war auch glatt rasirt; keine Spur von Bart war zu sehen. Die roten Wangen waren so voll, daß das Näschen nur einen fast erfolglosen Versuch machen konnte, zwischen ihnen zur Geltung zu kommen. Ebenso erging es den kleinen, dunklen Aeuglein, die zwischen Brauen und Wangen tief versteckt lagen. Ihr Blick hatte einen gutherzig=listigen Ausdruck. Ueberhaupt stand auf dem ganzen Gesicht geschrieben: "Schau mich mal an! Ich bin ein kleiner, prächtiger Kerl, und mit mir ist sehr gut auszukommen, aber brav und verständig mußt du sein, sonst hast du dich in mir verrechnet. Verstanden!" Jetzt kam ein Windstoß und trieb dem Kleinen den Pelz vorn auseinander. Da konnte man sehen, daß er unter demselben eine blauwollene Hose und eine ebensolche Bluse trug. Um seine starke Taille war ein Ledergürtel geschnallt, in welchem außer den Gegenständen, die auch der Lange besaß, noch ein indianischer Tomahawk steckte. Den Lasso hatte er vorn am Sattel hängen und dazu eine kurze, doppelläufige Kentuckybüchse, der man es ansah, daß sie schon in gar manchem Kampfe ihm als Angriffs= oder Verteidigungswaffe gedient hatte.[9]

Unpassend wirkt die Eindeutschung vieler Namen in den Übersetzungen: Rowling nennt ihre unerträgliche, aufdringliche Sensationsreporterin Rita Skeeter, die eine Scharfschützin der schreibenden Zunft ist. In der deutschen Übersetzung wird daraus der alberne Name Rita Kimmkorn. Das reiht sich in eine Reihe von krampfhaften Namensübertragungen ein, wie sie zum Beispiel vor Jahrzehnten bei Übersetzungen von Edgar-Wallace-Krimis dem deutschen Leser zugemutet wurden, ungefähr in folgender Art und Weise: "Bei der in der Eichenallee gefundenen Leiche des ermordeten Herrn Smith wurde außer einem Hundertmarkschein kein Geld gefunden, sagte der Kriminalbeamte." Ist der deutsche Schüler so einfachen Gemütes, bar jeder Fremdsprachenkenntnisse, daß ihm keine englischen Originalnamen wie Privet Drive, Diagon Alley, Hermione, Rita Skeeter, Sorting Hat zugemutet werden können und ihm alles krampfhaft übersetzt werden muß? Unsere deutsche Sprache ist doch übervoll von Anglizismen! "Rita Skeeter" ist aber eine Lautmalerei in der gleichen Art wie ein amerikanischer Swing-Schlagertitel der 30er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts namens "Jeepers Creepers"; ihn sang und spielte nicht nur "Satchmo" Louis Armstrong, sondern auch der bekannte englische Bandleader und Trompeter Nat Gonella sowie weltweit andere Orchester.

Genauso folgenreich ist die Eindeutschung der Hermione zu "Hermine". In einer Szene im vierten Harry-Potter-Band[10] spricht das Mädchen für ihren bulgarischen Tanzpartner ihren Vornamen betont langsam aus: "Her-my-oh-nee" und verrät dabei einen Teil des Programms: "Look at her, she¹s my own" ­ also eher der Old Shatterhand eines weiblichen Autors denn der strahlende Held der Saga, doch dieser ist als Lernender wiederum kein Winnetou. In der Übersetzung ist dieses Bekenntnis kaputtgegangen. Noch ein anderes Wort fängt mit Herm- an, denn Hermione zeigt zumindest in den ersten drei Bänden einige männliche Wesenszüge. Ganz davon abgesehen leitet sich Hermione von Hermes ab, Hermine hingegen von Hermann. Man sollte überhaupt sehr sorgfältig zwischen den Zeilen lesen: Harry ist der überragende Heros, der Alleinkämpfer, das Objekt von Fanclubs ­ wie einst Winnetou, Hermione hingegen die in ihrem Charakter wachsende Persönlichkeit, immer deutlicher die heimliche Heldin, Antreiberin für Harry, die Wissende, die Organisierende, die mentale Kämpferin. Ron scheint sich für sie zu interessieren, noch ohne ihre Weiblichkeit richtig wahrzunehmen. Hermione läßt sich hingegen provokativ, doch nicht allzu freudig, von Viktor Krum, dem prominenten Sportler und Champion seiner Schule, umschwärmen - aus Ärger darüber, daß weder Ron noch Harry auf die naheliegende Idee kamen, sie als Tanzpartnerin für den Weihnachtsball auszuwählen. Durch die Blume gesagt lautet ihre Devise: Ich bin der natürliche Partner für Herausragende wie Harry - und selbstverständlich meine Freunde Harry und Ron. Und für wen schwärmt Ingdscha, die Tochter des Rais von Schord, in der seinerzeit erforderlichen mädchenhaft-unschuldigen Weise so sehr, daß sie bereit ist, sich schließlich in Gefahr zu begeben, und wem schenkt Kakho-Oto, die halbwüchsige Indianerin, allerdings vergeblich, ihr Herz?

Der große Dauergegenspieler der drei Haupthelden ist der sogenannte Lord Voldemort alias Tom Riddle. Er ist noch viel gefährlicher und grausamer als die wechselnden Hauptschurken in Mays Shatterhand-Romanen: Santer, Old Wabble, die Meltons, der Prayer-Man sowie Stealing-Fox, Burkers und Grinley; nur die Brüder Melton erreichen ähnliche Grade der Verworfenheit. Er ist das Oberhaupt einer finsteren Bande und erinnert den May-Kenner, abgesehen von seinen Magierkünsten, an den in gewisser Weise faszinierenden Gegenspieler des Kara Ben Nemsi, den Schut, in der sechsbändigen Orient-Abenteuerreise, mit dem Kara mehr als einen anstrengenden Kampf ausfechten muß. In den zu Mays Spätwerk gehörenden Bänden Im Reiche des Silbernen Löwen III / IV haben die Hauptpersonen, allen voran Kara Ben Nemsi und sein Derivat, der Ustad, einen Kampf mit dem Ämir-i-Sillan, dessen Gefolgsmann, dem Henker, und seiner Aufrührerbande, den Sillan, zu bestehen, bei dem auch das Motiv der Begegnung zweier Identitäten wie im "Goblet of Fire" zum Tragen kommt - im Silberlöwen ist dieses Ereignis allerdings der Auftakt zum Finale. In diese Ereignisse greifen zwei Frauen, Halefs Gattin Hanneh sowie die resolute Schakara, handlungstragend mit ein, wie überhaupt Frauen in Mays Spätwerk erheblich mehr als je zuvor beim Ablauf der Geschehnisse mitwirken.

Voldemort, den man französisch aussprechen und etwas frei auch "Der-dem-Tod-entflieht" übersetzen könnte, handelt aus Rache an seinem Vater, der seine Mutter lieblos verstieß ; seine Mutter starb nach der Geburt, weswegen das Baby in ein Waisenhaus kam. Im vierten Band zeichnet er sich durch besonders perfide Grausamkeiten aus, die belegen, daß eine Fixierung des Rowlingschen Zielpublikums speziell und nur auf Frühteens unangebracht wäre. Und warum hegt Voldemort einen so unbändigen Haß speziell auf Harry und dessen Familie? Vielleicht hat das eine ähnliche Begründung wie das Treiben des Capitain Richemonte in Die Liebe des Ulanen oder auch der Cortejo-Sippe im Waldröschen beziehungsweise des sogenannten Hauptmanns im Verlornen Sohn ­ einer handelte aus verschmähter Liebe versus seinen Nebenbuhler, einer aus Rache für seinen im Handgemenge getöteten Vater, einer wegen durchkreuzter Verheiratungspläne; welches Motiv wem zuzuordnen ist, weiß der geneigte Leser von Karl Mays Büchern und muß der neugierige Anfänger selbst herausfinden.

Tom Riddle alias Voldemort hat drei junge Ableger, Malfoy, Crabbe und Goyle; Ersterer ist ein sehr ernstzunehmender und gefährlicher Gegner der lernenden Glorreichen Drei, die anderen hingegen wirken in ihrer Bösartigkeit blaß und sind in der gleichen Art eher peinliche Assistenten und Claqueure im Kleinen wie Wormtail seinem Meister im Großen. Malfoy ist jedes Mittel recht, um Harry, Hermione und Ron Ärgernisse zu bereiten; er könnte langsam in den Nachfolgerstatus für Voldemort hineinwachsen, ein egoistischer Gefolgsmann mit Drang nach Höherem werden. Sein Vorname Draco scheint Programm; Drachen, drakonisch beherrschend. Allerdings erfährt er als Voldemort-Abklatsch noch eine ganze Anzahl beschämender Niederlagen.

Hat Old Shatterhand[11] über weite Strecken nur einen wichtigen guten Lehrer in der Person von Sam Hawkens sowie einen bösartigen in Tangua und erst nach vollbrachtem Gesellenstück einen herausragenden in Winnetou, so steht Harry dem Personal einer ganzen Schule gegenüber, mit dem Schulleiter Albus Dumbledore, dem Halbriesen Hagrid als Teilderivat des Sam Hawkens und dem Harry übelgesonnenen Lehrer Severus Snape als Äquivalent zu Tangua; dazwischen einer Lehrerschaft in allen Abstufungen bis hin zur unfähigen Wahrsagelehrerin Trelawney und dem jährlich wechselnden Professor für die Verteidigung gegen dunkler Künste. Snape ist zwar gehässig, aber nicht von Grund aus böse, und steht unter Zwängen, die sein Tun beherrschen, ebenso wie Tanguas Handeln von seiner Stellung als Kriegshäuptling beeinflußt gesehen werden muß. Snape ist ein offener und damit ehrlicher Gegner, sein Antipode, der sogenannte Alastair Moody im vierten Potter-Band, ein versteckter und äußerst bösartiger. Im übrigen ist Snape eine markante, gut gezeichnete Figur. Er ist zwielichtig, sympathisch unsympathisch, und trotz aller brüsken Feindschaft gegen Harry rettet er ihn einmal im ersten Potter-Band. Ob Rowling mit ihm Ähnliches vorhat wie Karl May mit Sebulon und Hariman Enters, den Abkömmlingen von Santer in Winnetou IV? Hagrid, den man in deutscher Etymologie als "der Ruhmreiche in der Umfriedung Lebende" übersetzen könnte, ist seltsam gekleidet, trägt einen wilden Vollbart, tritt als Beschützer und Lehrer für Harry in Erscheinung und muß sich ebenso wie Sam Hawkens einmal bei kurzfristig aufflackernden Liebesgefühlen bitter enttäuschen lassen. Im Gegensatz zum kleinen Sam ist er aber übergroß. Die Persönlichkeit Albus Dumbledore ist am ehesten vergleichbar mit dem alten, weisen Zauberer-Medizinmann und Lehrer Tatellah-Satah in Winnetou IV, jenem Alterswerk, das May lange nach allen Winnetou-Episoden und vor allem unter ganz anderen Voraussetzungen mit veränderter Zielsetzung schrieb, und in dem er Tatellah-Satah auch als Winnetous wahren Lehrer bezeichnete.

Eine interessante Figur unter den erwachsenen Magiern ist Harrys Pate Sirius Black: Unschuldig wegen Mordes verurteilt, nach langer Gefangenschaft entflohen, unter Maske wiederkehrend, um seine schützende Hand über viele Personen zu halten, protektioniert von einem einflußreichen Amtsträger, im steten Kampf gegen das Böse, welches sein Leben und das seiner Familie zerstörte. Er hat ebenfalls sein Gegenstück im Werk Karl Mays in Person des Gustav Brandt alias Fürst von Befour, der, nach langer Flucht zurückkehrend, sein Leben der Entdeckung des wahren Mörders des Vaters der von ihm Geliebten sowie dem Schutz der sich ihm anvertrauenden Menschen vor der finsteren Macht, einem sich so nennenden Hauptmann, und dessen Entlarvung widmet.

Der Name Hogwarts von Harrys Schule ist bisher unterschiedlich gedeutet worden. Spricht man ihn deutsch aus und zieht namenkundliche Wörterbücher hinzu, so bedeutet er "hohe Schutzwarten". Die Schule versteht sich als Wachtturm gegen die dunklen Mächte und lehrt auch die Verteidigung gegen diese.

Am Ende des jetzt vorliegenden vierten Harry-Potter-Bandes von geplanten sieben, die in der Magierschule Hogwarts spielen sollen, beginnt Albus Dumbledore mit der Sammlung seiner Kämpfer gegen das Böse.[12] Das erinnert an die Grundkonzeption Mays für seine vier großen Jugenderzählungen Der Sohn des Bärenjägers, Der Geist der Llano Estacata, Der Schatz im Silbersee und Der Ölprinz; im Handlungsverlauf aller Romane wächst die Anzahl der sich zusammenschließenden Guten gegen die Banden der Bösen ständig an, zu denen auch Überläufer von der anderen Seite her zählen. Eine derartige Planung verfolgt Karl May auch im ersten und dritten Band von Old Surehand, dessen erster Band sogar auf Personen und Ereignisse des Geist zurückgreift, so den jugendlichen, gnadenlosen Rächer für die Ermordung seiner Eltern, Bloody-Fox. Alle von Bloody-Fox Getöteten zeigen das Stigma des bestraften Verbrechers: das Einschußloch in der Mitte der Stirn. Sollten bestimmte Figuren im fünften Band tatsächlich einem "Order of the Phoenix" angehören, so fühlt sich der Leser von Karl Mays Werken erinnert an die positiven Geheimbünde Shen und Winnetou-Clan in den Altersromanen Und Friede auf Erden und Winnetou IV.

Harry erfährt dank der "Karte des Marodeurs", wie die falsch übersetzte angebliche "Karte des Herumtreibers" in Wahrheit heißen müßte, von den vielen geheimen Gängen unter Hogwarts. Dem Motiv Gangsysteme untertage begegnen wir in Mays Werk vielfach. Ein Schloß mit finsteren Geheimnissen darin ist Ortry in Die Liebe des Ulanen. Auch dieses ist unter der Erde mit wichtigen Örtlichkeiten außerhalb des Gebäudes verbunden. Das Motiv der geheimen Gänge begegnet uns auch intensiv im verlorenen Sohn, weiter in Satan und Ischariot I, dessen Zeitschriftentitel Die Felsenburg lautete, und beim Vorläufer des Besitzes des Harry Melton, dem Quecksilberbergwerk in Deutsche Herzen, deutsche Helden. Alle diese Bauwerke jedoch dienen sehr finsteren Plänen und grausigen Taten der jeweiligen Schurken. Rettende geheime Verbindungsgänge hingegen finden die Helden in Ardistan und Dschinnistan ­ und schon lange vorher im Waldröschen.

Nun ist einzuwenden, daß Harry, Hermione und Ron letzten Endes doch Kinder sind, keine Führungsgestalten ihrer Welt und jenseits des Terrains von Hogwarts sogar unterrangig. Das ist aber vergleichbar mit den Helden Karl Mays, die in der Zivilisation eben keine Führungsrollen einnehmen. Im Wilden Westen und in Hogwarts herrschen eigene Gesetze. Nach der semi-finalen Auseinandersetzung im vierten Band bescheinigt Dumbledore Harry, die Last eines erwachsenen Magiers erfolgreich geschultert zu haben.[13] Zudem kommen Rowling viele verschiedene klassische Spannungselemente zum Einsatz, für die Karl Mays Romane ja bestens bekannt sind: Anschleichen, Belauschen, Gefangennahme, Befreiung, Entkommen der Bösen, Geheimgänge, Wettbewerbe, Mutproben, Kämpfe, unschuldig Eingesperrte, unehrliche Führer ­ auch das Motiv Verlust der magischen Waffe durch Diebstahl wie im vierten Potter-Band verwendet May betreffs Old Shatterhand und Winnetou, und zwar in Old Surehand I und Der Schwarze Mustang, wobei die Gewehrdiebe Old Wabble und Dan Etters alias General Douglas in Old Surehand I Old Shatterhand und Winnetou vor ungleich handfestere Probleme stellen und sie sogar anfänglich schockieren.

An einer Stelle in Mays Werk kommt auch das Motiv Pressehetze zum Tragen, und zwar bei der gesteuerten, letztendlich erfolglosen, Kampagne gegen die erfolgreiche amerikanische Tänzerin Ellen Starton in Der verlorne Sohn. Karl Mays Kommentar zu einer ihm übelwollenden Pressemeldung Was aber kam? Ein Aufsatz von einem gewissen Fräulein Silling - - - 180 Zeilen mit nur persönlichen Schmähungen ...[14] hätte fast wörtlich unter Austauschung des Namens aus dem Munde von Harry oder Hermione kommen können. Harrys schwieriges Auftauchen aus dem See hat eine eindringliche Parallele in Kara Ben Nemsis verzweifelten Kampf im Brunnen im Hause Abrahim Mamurs, um über die Wasseroberfläche zu erreichen, wobei er ein Gitter lossprengen muß.[15]

Kurz vor Schluß des vierten Bandes erhalten Hagrid und Maxime von Dumbledore einen delikaten Geheimauftrag; anscheinend sollen sie zu den verbannten Riesen gehen, um sie auf die Seite des Guten zu ziehen. Ihr Weg wird ein weiter sein, nach Sitara, nach Ardistan und Dschinnistan; die Verbannten, bewaffnet mit fünfhundert gewaltigen, zum Himmel ragenden Spießen,[16] halten sich allerdings nicht mehr in dem alten, mehr als ehrwürdigen Gebäudekomplex auf, sondern in Ussulistan, unter dem Schutze des treuen Amihn, seiner selbstbewußten Gattin und Stammesregentin Taldscha und der weisen Gattin des zwiespältigen Ussul-Zauberers Sahhar. Ob sie allerdings aus diesem Tributland des Mir von Ardistan, eines Herrschers des Bösen, der die Sünden seiner Väter reumütig auf sich nahm und dafür Gerechtigkeit erfahren durfte, nach El Hadd weiterziehen durften? Der Thronerbe von El Hadd, der Dschirbani, würde in der Magierwelt als Halbriese bezeichnet werden.

Eine weitere, auf den ersten Blick verblüffende Übereinstimmung zwischen der Hogwarts-Welt und Mays Phantasiewelten besteht darin, daß Elektrizität und Benzin in Hogwarts wirkungslos sind. Heizung, Kühlschrank, Fernsehen, Rundfunk, Lautsprecher, Autos, Computer, alle diese Sinnbilder unseres modernen Daseins haben keinen Platz in Hogwarts, und wenn starkes Licht benötigt wird, dann muß man mit Magie dafür sorgen ­ so wie einige Personen im Llano das Sankt-Elms-Feuer fälschlich für magisch halten.[17] Ebenso fern der Schulrealität ist die Stundenplangestaltung in Hogwarts, vergleichbar mit der Lehre des zukünftigen Old Shatterhand in Winnetou I.

Zu den interessanten Details gehört die Art der Sprache der Protagonisten. Hagrid spricht Dialekt, Harry, Hermione und Ron eine zwar aktuelle, aber sehr gemäßigte Jugendsprache unter Vermeidung allzu übler Grobheiten. Das zu transferieren ist dem Übersetzer ins Deutsche teilweise augenfällig mißlungen; er macht aus recht zeitlosen Redewendungen gern aktuelle, deren Kurzlebigkeit allbekannt sein dürfte, und kann sich damit durchaus mit Mays Bearbeitern im Karl-May-Verlag messen, die zum Beispiel in die fürchterliche Bearbeitung des verlornen Sohn speziell in jenen Teil, der zum Band "Der Fremde aus Indien" umgemodelt wurde, den Begriff 'Blaue Bohnen' hineinbrachten, den Karl May nie kannte, sowie eine ganze Anzahl antisemitischer Ausfälle, Sätze, die sich May nicht zuschulden kommen ließ.

Die Wirkungsgeschichte eines schriftstellerischen Werks beginnt dann interessant zu werden, wenn dessen Helden quasi den Buchseiten entsteigen und greifbar, da von Schauspielern lebendig gemacht, werden. Rowling hat May eines voraus, nämlich zu wissen, was Bühne, Funk und Fernsehen aus Büchern machen, und mit Erfolg vertraglich darauf Einfluß nehmen zu können. So ist dafür gesorgt, daß die Dramatisierungen den Intentionen des Autors nahe bleiben und nicht allein der Geschäftstüchtigkeit der Vermarkter unterliegen. Man kann hoffen, daß das Bild der Leser und Fans der Potter-Romane von ihren Helden aus ihren eigenen Phantasievorstellung herrührt und nicht so zwangsgeprägt wird wie unterdes die Gesichtszüge Shatterhands und Winnetous von den Akteuren Brice und Barker ­ Mays Old Shatterhand ist eben vollbärtiger Hutträger, und Winnetou hat sein Haar zu einem helmartigen Schopf emporgewunden.

Unterdes haben sich bereits viele gefunden, die neue Abenteuer von Harry und seinen Freunden schreiben, genauso wie gewisse Autoren weitere Erlebnisse von Old Shatterhand und Winnetou verfassen. Hier besteht ein großer Unterschied: Mays Werke sind, da nach seinem Tode über 70 Jahre verstrichen sind, urheberrechtlich frei, während die sehr quicklebendige Rowling Inhaberin der Rechte an ihren Büchern und Personen ist, der freisteht, diese zu veräußern, und sie selbst oder oder die Rechtsnachfolger haben Anspruch darauf, unter Ausschluß anderer damit Geld zu machen einschließlich der Auswahl der Verlage bei Übersetzungen, und diese wiederum Einfluß auf die Person des Übersetzers. Kritik ist natürlich allezeit rechtlich zulässig, nicht aber kommerziell selbstvertriebene Alternativübersetzungen! Der Übersetzer ins Deutsche sollte sich allerdings der blumigen Ausdrucksweise erheblich mehr annähern. Und die Spekulationen, die über den Inhalt der nächsten drei Bücher frohgemut ins Kraut schießen, belustigen eher. Autoren haben eben ihre ganz eigenen Pläne mit ihren Figuren. Karl May äußerte sich dazu so: Er kennt somit nicht einmal den ersten und einfachsten Lehrsatz aller Kunst, nämlich, daß der Künstler das ungeschmälerte Recht besitzt, nur diejenigen Eigenschaften seines Helden vorzustellen, durch welche er den ihm vorschwebenden Zweck erreicht.[18] Rowlings von den Verlagen verbreiteten Biographien verraten den erfahrenen Lesern einige wenige grobe Züge betreffs des in der Zukunft von ihr zu Schreibenden. Die Leser werden noch sehr um Harry, Hermione und Ron zu zittern haben, wobei zu vermerken ist, daß Karl Mays Ich-Ideal ebenso unsterblich ist wie der kämpfende lernende Begleiter! Ron soll ein sehr reales Vorbild haben, ebenso wie Karl Mays Hadschi Halef Omar. Ein ebensolcher Rang ­ literarisches Abbild zu sein - fällt Kara, Shatterhand, Harry ­ er auch - und Hermione zu. Merkwürdig stimmt, daß in Winnetou II im Teil Old Firehand ein Knabe Harry auftritt, der in der Zeitschriften-Urfassung - - - ein kämpferisches, arrogant auftretendes Mädchen namens Ellen war.

Der Devotionalienhandel verläuft übrigens bei beiden Autoren in ähnlichen Bahnen, wobei zu Mays Lebzeiten eine Werbekampagne wie heutzutage nicht möglich war. Eher vergleichbar, wenn auch aus ganz anderen Beweggründen zustandegekommen, sind die öffentlichen Auftritte auf der Höhe des Ruhms. So sorgte Karl Mays berühmter Auftritt im Hotel Trefler in München 1897 dafür, daß seine Verehrer den Straßenverkehr behinderten. In den heutigen Zeiten des Starkults ist das normal, seinerzeit jedoch war das ein unerhörtes, unbekanntes Ereignis.

Angeblich schreibt Rowling oft viele Stunden pro Tag. Karl May schrieb, hundert Jahre vor dem Computerzeitalter, oft ganze Nächte hindurch, bewältigte ein in manchen Jahren extremes Arbeitspensum und schrieb manchmal an drei Romanen gleichzeitig. Das Manuskript mußte zum Verlag, Lektorat erfolgte in manchen Verlagen überhaupt nicht, und May schrieb ohne Kopie für sich selbst. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten kann Rowling den Gesamtüberblick behalten, jederzeit am Manuskript feilen, alles aufeinander abstimmen. Trotz allem ist Mays literarisches Werk jedoch umfangreicher und vielschichtiger. Nach jetzigem Stand der Dinge werden die sieben Harry-Potter-Romane schließlich den Umfang der sechsbändigen Orientreiseerzählung Mays erreichen.

Ebenso wie May vor hundert Jahren bei Treffen mit Verehrern oder Antwortbriefen an seine Lesergemeinde äußert sich Rowling, heute in Internetchats und Pressekonferenzen, über ihre Personen, deren Vorgeschichte und den zeitlichen Ablauf, soviel der Autor verraten will und kann. Sowohl für die Ereignisse in Mays Romanen als auch in denen von Rowlings sind Handlungszeittabellen aufgestellt worden ­ doch beide sind dank widersprüchlicher Aussagen der Autoren persönlich oder in ihren Romanen in sich nicht stimmig, zum Teil weil der Schreiber nicht merkt, daß die reale Zeit, die Handlungszeit und die Schreibezeit nicht übereinstimmen. Ein Beispiel: May schreibt an seiner vielteiligen Orienterzählung von Durch die Wüste bis zum Schut selbst sechs Jahre, läßt diesen Zeitraum in Rückerinnerungen des Protagonisten kurz vor Schluß der Abenteuerfahrt auch als Reisezeit durchklingen, währenddes die postulierte Reise nach Erkenntnissen der Karl-May-Forschung unter zwei Jahre gedauert haben müßte. Weiterhin gab May für den Sterbetag von Winnetou mindestens zwei sehr unterschiedliche Daten an.

Auch die Datierung der ersten vier Harry-Potter-Bände wirft einige handfeste Fragen auf und ist nicht ohne Widersprüche durchführbar. Außerdem ergibt sich ein weiteres Problem: Rowling schreibt ihr erstes Buch gemünzt auf ein mit dem Helden altersgleiches Publikum. Das vierte Buch beschreibt Ereignisse im vierten Schuljahr, zielt aber schon nicht mehr eindeutig auf Vierzehnjährige, sondern auf ein reiferes Lesepublikum und entfernt sich vom Niveau einer Teenielektüre hin zu Büchern für Erwachsene. Die deutsche Übersetzung verwischt das. Bedauerlich ist allerdings die Optik der Druckseiten der Bloomsbury-Ausgaben; Hurenkinder und Schusterjungen stören den von Karl Mays Werken ästhetisch Verwöhnten.

Für die ferne Zukunft kann man nur hoffen, daß Rowling das erspart blieb, was Karl May posthum widerfuhr ­ die Gründung eines eigenen Verlags unter seinem Namen, in dem der Inhalt seiner Bücher bald heftig zurechtgebogen wurde bis hin zu der Behauptung, erst durch die Bearbeitungen seien Karl Mays Werke gut und lesenswert geworden ­ eine Beleidigung nicht nur des Autors, sondern auch seiner schon zu Lebzeiten sehr großen Lesergemeinde!

Eine bittere Erfahrung, die Harry Potter und Hermione in "Goblet of Fire" machen, war Karl May und seinen Werken in der Realität in den letzten zwölf Jahren seines Lebens beschieden, nämlich Opfer einer üblen Pressehetze zu werden. Er setzte sich oft wortgewaltig zur Wehr, was seine Gegner zu noch übleren persönlichen Angriffen verleitete. Zu hoffen ist, daß, was ansonsten eine häßliche Duplizität der Ereignisse wäre, Rowling und ihre Bücher davon verschont bleiben. Schon Karl May kannte seine Pappenheimer in den Medien: Man interviewt heutzutage doch jedes gestolperte Droschkenpferd, um die Wahrheit über solch interessanten Fall zu ergründen.[19]

Worin besteht also die geradezu magische Anziehungskraft der Harry-Potter-Bücher? Neben dem allzu Offensichtlichen, einer alternativen Schülerkarriere, kann sich der Leser in ein Phantasieland träumen, in dem die Gesetze des Realen nicht mehr gelten, Kameradschaft wichtiger ist als das Karrierestreben in der Ellenbogengesellschaft, Durchschnittsmenschen zu legendären Helden werden, moderne Technik fehlt, Treue um Treue belohnt wird, die kleinen Feinde ohne Hinterhalte ihr Werk tun und das Gute nach schweren Kämpfen mit dem Bösen und herben Menschenverlusten letztendlich siegt. Abgesehen von der Schülerkarriere erwarten den interessierten Leser in Karl Mays Romanen alle oben genannten Topoi.

Eine merkwürdige Übereinstimmung zwischen Rowling und May bleibt festzustellen: beide sind, wenn auch als ganz anderen Ursachen, im realen Leben gescheiterte Lehrer, die nun aber auf anderen Wegen zu Lehrern ihrer begeisterten Leserschar wurden, einen Erfolg haben, den sie, vor eine reale Klasse gestellt, nie erreichten.

Harald Mischnick


            Anmerkungen

[1] Dokumentation: Karl May, An den Dresdener Anzeiger, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1972/73, Hamburg 1972, S. 124 ff.; Hintergründe in: Ekkehard Bartsch, Und Friede auf Erden! Entstehung und Geschichte, a. a. O., S. 93 ff.

[2] Anfang des Bandes GR XXIV "Weihnacht!"

[3] In der deutsche Übersetzung: "der sprechende Hut" ­ eine ungenaue Übertragung, denn der Hut spricht nicht nur, sondern beurteilt die Ersttrimester in Hogwarts nach ihrer Veranlagung und teilt sie dann den jeweiligen Häusern zu.

[4] Karl May, Der Sohn des Bärenjägers, S. 51 f.

[5] Rowling, Harry Potter and the Goblet of Fire, Bloomsbury, London 2000, S. 173 f.

[6] Bis zur Einbringung von beliebten Personen in Romane, in denen Karl May sie ganz bewußt nicht hatte mitwirken lassen.

[7] Rowling, "Goblet of Fire", S. 51.

[8] Rowling, "Goblet of Fire", S. 80.

[9] May, Der Sohn des Bärenjägers, S. 5 f.

[10] Rowling, "Goblet of Fire", S. 364.

[11] In Winnetou I.

[12] Rowling, "Goblet of Fire", S. 618.

[13] Rowling, "Goblet of Fire", S. 606.

[14] May, An den Dresdner Anzeiger, a. a. o., S. 136.

[15] May, Durch die Wüste, S. 140 f.

[16] May, Ardistan und Dschinnistan II, S. 163.

[17] May, Der Geist der Llano Estacata, S. 403.

[18] May, "An den Dresdner Anzeiger", a. a. O., S. 130.

[19] May, "An den Dresdner Anzeiger", a. a. O., S. 137.


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