Karl Mays Gedichte

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Rene Grießbach
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Karl Mays Gedichte

Beitrag von Rene Grießbach » 19.4.2017, 18:06

Mugwort hatte vor wenigen Tagen verbunden mit Ostergrüßen ein schönes May-Gedicht hier ins Forum gestellt und rodger hat daran erinnert, dass er das selbe vor mehreren Jahren auch schon mal getan hat.

Das bringt mich auf die Interessenfrage in die Runde:
Wie findet ihr Karl May´s Gedichte (in "Himmelsgedanken" und auch andere) insgesamt?

Paar Worte dazu, wie ich dazu stehe:
Schon zu Mays Lebzeiten wurden seien Gedichte ja ziemlich hämisch bewertet ("Als Lyriker müssen wir ihn uns verbitten" wurde da ungefähr geschrieben) und auch in unseren Tagen sind die Gedichte ja nicht gerade der Publikumsrenner (und werden es wohl auch nicht werden).

Mir geht es so, dass ich die Gedichte insgesamt mag und gern lese. Das eine mehr, das andere weniger. Dabei gehe ich an die Gedichte als "Konsument" heran und ich merke, dass auch in diesen Texten May´s Herz und Seele stecken. Irgendwelche literaturwissenschaftlichen Fragen, sei es nun Versmaß, lyrische Gesetzmäßigkeiten, formelle Dinge oder was auch immer interessieren mich da nicht. Mich interessieren Inhalte, Botschaften.

Mit dem einen oder anderen Gedicht, kann ich nicht viel anfangen, als Beispiel sei das Gedicht "Hiob" genannt , das Gedicht irritiert mich bei jedem lesen neu, andere wie z.B. "Des Waldes Seele" sprechen mir einfach aus dem Herzen.

Grundsätzlich machen für mich die Gedichte einen Teil des Lebenswerks Karl May´s aus, auf die ich auf keinen Fall verzichten mag.
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rodger
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 19.4.2017, 18:50

Warum im Saloon ? :o
Rene Grießbach hat geschrieben: Wie findet ihr Karl May´s Gedichte (in "Himmelsgedanken" und auch andere) insgesamt?
In der Regel lesenswert und interessant.
Mir geht es so, dass ich die Gedichte insgesamt mag und gern lese. Das eine mehr, das andere weniger. Dabei gehe ich an die Gedichte als "Konsument" heran und ich merke, dass auch in diesen Texten May´s Herz und Seele stecken. Irgendwelche literaturwissenschaftlichen Fragen, sei es nun Versmaß, lyrische Gesetzmäßigkeiten, formelle Dinge oder was auch immer interessieren mich da nicht. Mich interessieren Inhalte, Botschaften.
Da gehen wir ganz konform. (Ich habe ja manchmal den Verdacht daß Leute die bei den Inhalten sozusagen nicht ganz folgen können es dann an der Form festmachen, daß das Ganze eh nichts sei ...)
Mit dem einen oder anderen Gedicht, kann ich nicht viel anfangen, als Beispiel sei das Gedicht "Hiob" genannt , das Gedicht irritiert mich bei jedem lesen neu
Mich auch. Es paßt auch überhaupt nicht zu ihm ... "Du bist ja nicht Regente" hat er oft genug erwähnt und gewußt ...

(Übrigens: Dreimal das falsche "May' s" ist entschieden zuviel ... :mrgreen: )
mugwort
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von mugwort » 19.4.2017, 20:21

Rene Grießbach hat geschrieben:Mugwort hatte vor wenigen Tagen verbunden mit Ostergrüßen ein schönes May-Gedicht hier ins Forum gestellt und rodger hat daran erinnert, dass er das selbe vor mehreren Jahren auch schon mal getan hat.

Das bringt mich auf die Interessenfrage in die Runde:
Wie findet ihr Karl May´s Gedichte (in "Himmelsgedanken" und auch andere) insgesamt?

Paar Worte dazu, wie ich dazu stehe:
Schon zu Mays Lebzeiten wurden seien Gedichte ja ziemlich hämisch bewertet ("Als Lyriker müssen wir ihn uns verbitten" wurde da ungefähr geschrieben) und auch in unseren Tagen sind die Gedichte ja nicht gerade der Publikumsrenner (und werden es wohl auch nicht werden).

Mir geht es so, dass ich die Gedichte insgesamt mag und gern lese. Das eine mehr, das andere weniger. Dabei gehe ich an die Gedichte als "Konsument" heran und ich merke, dass auch in diesen Texten May´s Herz und Seele stecken. Irgendwelche literaturwissenschaftlichen Fragen, sei es nun Versmaß, lyrische Gesetzmäßigkeiten, formelle Dinge oder was auch immer interessieren mich da nicht. Mich interessieren Inhalte, Botschaften.

Mit dem einen oder anderen Gedicht, kann ich nicht viel anfangen, als Beispiel sei das Gedicht "Hiob" genannt , das Gedicht irritiert mich bei jedem lesen neu, andere wie z.B. "Des Waldes Seele" sprechen mir einfach aus dem Herzen.

Grundsätzlich machen für mich die Gedichte einen Teil des Lebenswerks Karl May´s aus, auf die ich auf keinen Fall verzichten mag.

May hat eine Reihe von Gedichten verfasst, die bei mir geradezu "einschlagen" - sie haben etwas in sich, was mich tief berührt. Sie kommen nicht nur im Kopf an, sondern treffen Herz und Seele. Ich nenne mal als Beispiel: "Heimkehr", "Die Klage der See", "Krieg", "Komm, Liebling komm", "Im Alter", "Kanaan" oder das genannte Frühlingsgedicht. Wieder andere sagen mir (momentan noch?) nicht viel, sie gehen beim Lesen irgendwie spurlos an mir vorüber. Viele weitere kenne ich noch gar nicht (bin ja immer noch Greenhorn in Sachen May).

"Hiob" habe ich übrigens gerade das erste mal gelesen - und finde es so gar nicht irritierend. Das ist richtig, richtig gut! Voller Kraft, geradezu trotzig, wütend, laut - hier steht ein alter Mann aufrecht vor seinem Gott. Das beeindruckt mich. Sehr.

P.S.: Vorsatz für heute, spätestens morgen Abend: Buch Hiob lesen. Vermute, das könnte für das Verständnis des Gedichtes hilfreich sein....
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 19.4.2017, 21:49

Es geht mir wie allen Beiträgern hier im Thread: Manche May-Gedichte sprechen mich sehr an, andere weniger. "Hiob" finde ich ausgesprochen stark und dem biblischen Hiob sehr nahe: Hier wagt es ein Mensch, vor Gott nicht nur zu klagen, sondern Gott anzuklagen - und gerade so mit Gott in Verbindung zu bleiben. May knüpft hier an biblische Gestalten wie den Propheten Jeremia und eben auch Hiob an: Jeremia wie Hiob sind Menschen, die aufrecht vor ihrem Gott stehen und sich nicht ducken lassen, Menschen, die ihre Würde auch Gott gegenüber verteidigen. Auch Jesu Wort am Kreuz "Mein Gott, warum hast du mich verlassen!" liegt auf dieser Linie.

Mays Gedichte in der Sammlung "Himmelsgedanken" (gibt es dazu nicht einen eigenen Thread?) sind nicht zuletzt auch autobiographisch von großer Bedeutung. Sie sind ein wichtiger Beleg für den religiösen Aufbruch Mays während der Orientreise.
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 19.4.2017, 22:04

mugwort hat geschrieben: Das ist richtig, richtig gut! Voller Kraft, geradezu trotzig, wütend, laut - hier steht ein alter Mann aufrecht vor seinem Gott. Das beeindruckt mich. Sehr.
Wenn wir davon ausgehen - und ich gehe, mit Verlaub, mal davon aus 8) - daß Gott allmächtig und wir ohnmächtig sind, dann erscheint diese Haltung "trotzig" usw. als geradezu blödsinnig ...

Und deshalb ging ich auch nie von einem "alten" Mann aus ... hielt das Gedicht bislang immer für im Umfeld von "Ange et diable" etc. entstanden, also sozusagen in Mays weltanschaulicher Sturm- & Drang - Zeit ... war regelrecht verblüfft als ich heute im Netz las daß es erst nach 1900 entstanden sein soll ... (soll.)
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 19.4.2017, 22:07

mugwort hat geschrieben: könnte für das Verständnis des Gedichtes hilfreich sein....
Es ist ja nicht so, daß das Gedicht schwer zu verstehen wäre. Was unverständlich bleibt, ist, was May veranlaßt haben mag, einen solchen Schmarr'n aufzuschreiben ...
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 19.4.2017, 22:19

Rüdiger meint, dass Gott "allmächtig" und wir Menschen "ohnmächtig" seien. Wirklich? Ich bin mir da gar nicht so sicher. Wenn es stimmt, dass Gott uns Menschen LIEBT (und ich vertraue darauf, dass es stimmt), dann verzichtet er auf seine "Allmacht". Denn er kann die Gegenliebe des Menschen nicht erzwingen. Wir Menschen haben (leider oder Gott sei Dank, das ist Ansichtssache) die "Macht", Gottes Liebe anzunehmen oder sie zurückzuweisen. Wenn wir uns für die letztere Möglichkeit entscheiden, ist auch Gott dagegen "machtlos".
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 19.4.2017, 22:23

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben: er kann die Gegenliebe des Menschen nicht erzwingen.
Er könnte, wenn er wollte
verzichtet er

eben ...

Die Menschen dürfen irren (sich irren / herumirren, in jeder Hinsicht ...)
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 20.4.2017, 9:19

Des guten alten Abu Kitals
wage niemals, so mit Gott zu sprechen,
als ob er Mitglied deiner Vetternschaft,
wohl gar der Onkel deiner Tante sei!
ist mir heute nacht um Fünf auf dem Klo auch noch dazu eingefallen.

(Das Textgedächtnis funktioniert allzeit & allerorts :D )
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von mugwort » 20.4.2017, 9:37

rodger hat geschrieben:Des guten alten Abu Kitals
wage niemals, so mit Gott zu sprechen,
als ob er Mitglied deiner Vetternschaft,
wohl gar der Onkel deiner Tante sei!
ist mir heute nacht um Fünf auf dem Klo auch noch dazu eingefallen.

(Das Textgedächtnis funktioniert allzeit & allerorts :D )
Bei Abu Kital muss ich (immer noch) passen, aber das Zitat mal aus dem Kontext genommen, provoziert es bei mir Widerspruch. Da war doch mal einer, der hat uns erlaub zu beten: "Vater unser...". Diese erlaubte Nähe, dieses direkte Du war und ist für mich eine der wichtigsten Besonderheiten des christlichen Glaubens.

Abgesehen davon: Das Gedicht endet mit den Zeilen "Dann ringe ich mit dir, ich, ich! Mit dir!" Ich habe mit diesen Worten spontan den biblischen Bericht von Jakobs Kampf mit Gott assoziiert. Ob May das beabsichtigt hat? Wenn ja, was möchte er damit zum Ausdruck bringen?
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 20.4.2017, 9:46

mugwort hat geschrieben: Da war doch mal einer, der hat uns erlaub zu beten: "Vater unser...".
Jo; und bissel weiter im Text heißt es "Dein Wille geschehe" ...
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von Wolfgang Sämmer » 20.4.2017, 12:14

Zeitgenössische Pressestimmen, die auf das Erscheinen der „Himmelsgedanken“ reagierten, gab es gar nicht so viele. Und jene, die die Gedichte wahrnahmen, waren zunächst einmal irritiert: Karl May, der berühmte Reiseschriftsteller – ein Lyriker? „Verfasser frommer, auferbaulicher Gedichte? Der Autor der 'Himmelsgedanken'? Und doch ist es so.“ Worum geht es nun in den Gedichten? Carl Landsteiner, der Verfasser des Artikels, der am 29. Januar 1901 in dem Wiener Blatt „Das Vaterland“ erschien, gibt – wie ich finde – eine schöne Zusammenfassung:
Die Grundidee der "Himmelsgedanken" ist eine schöne und echt christliche. Wende deine Augen zum Himmel im rechten Glauben und Vertrauen, lerne verstehen, wo Dein Heil zu suchen und lasse Dich von dem Irdischen nicht locken und umgarnen. Gott ist die Liebe, daher liebe auch Du ihn, der Dir Vater und Retter ist in Deinen Nöthen. Suche also den Himmel nicht hier auf der Welt, sondern baue ihn, so lange Du lebst, in Deinem Inneren, damit Du nach dem Tode des ewigen Lebens theilhaftig werdest. Lerne beten, lerne verstehen, daß Du ein höheres Ziel hast als Erdenglück und Ruhm, lerne erkennen, daß der Tod die Geburtsstunde des ewigen Lebens ist. Zürne nicht Deinen Feinden, sondern liebe sie und Du wirst vielleicht finden, daß sie Deiner Liebe würdiger sind, als Du glaubst; es gibt keine schönere Rache als die Liebe. Auf dieser Bahn ungefähr bewegen sich die Himmelsgedanken.
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von rodger » 20.4.2017, 12:57

Vieles, was in den 'Himmelsgedanken' steht, findet man ja in zeitgenössischen weltanschaulichen Büchern wie von (z.B.) Rüdiger Dahlke oder Byron Katie wieder ... und umgekehrt ...

Man muß halt nicht an den Reimen und auch nicht an der Wortwahl kleben ... sondern den Inhalt richtig aufnehmen ...

Eine kleine Weisheitslehre ... man kann (z.B.) das Tao Te King dabei haben in der [ggf. auch innerlichen :D ] Jackentasche, oder auch die 'Himmelsgedanken' ...
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von Rene Grießbach » 20.4.2017, 16:41

Gedichte ziehen sich durch Karl Mays (siehste, rodger, diesmal ohne Strichlein nach dem "y" :mrgreen: ) ganzes Lebenswerk. Es gibt welche ganz am Anfang seines Schaffens (z.B. den "Weihnachtsabend", die "einstige Grabschrift" oder den "blinden Bergmann"), es gibt welche während der Kolportagezeit und während der erfolgreichsten Jahre als Reiseschriftsteller, es gibt welche, und da sind es die meisten, in der Zeit nach 1900. (v.a. die "Himmelsgedanken")
Deshalb hab ich mich etwas schwergetan, in welches Thema ich den Beginn dieses Threads einordnen soll. Frühwerk, Kolportage, Reiseerzählungen, Spätwerk ... passt alles nicht, weil das Gesamtthema Gedichte komplexer ist. Ok, "Allgemeines" hätte passen können, hab mich dann doch für den Saloon entschieden.
Soweit zu rodgers Erstaunen verratende Anmerkung, "Warum im Saloon?"

Es gibt tiefgehende, ergreifende Gedichte und es gibt lustige. (Zu letzteren zähle ich auch die berühmten Knittelverse des Hobble-Frank im "Ölprinz".) Alles in allem war also Karl May auch auf dem Gebiet des gereimten Wortes und der Verse ein ausgesprochen kreativer Mensch.

Ich glaube, was den Tiefgang der Gedichte betrifft, da gibt es in allen Schaffensperioden unseres Schriftstellers inhaltlich beeindruckende Werke. Den "Weihnachtsabend" z.B. nahm dann Karl May sogar mit in spätere Schaffensepochen. Dass die Himmelsgedanken nicht den von May ersehnten Erfolg hatten, lag wohl nicht an Gedichten im allgemeinen. Gedichte mit frommem, ersten Inhalt fanden nicht viel Anklang, das hat auch Fehsenfeld Karl May vorausgesagt. Umso bedeutsamer ist es, dass, zudem in der Zeit der May - Hetze, ein Rezitationsabend mit Gedichten von May und in dessen Beisein in Radebeul stattfand.
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Re: Karl Mays Gedichte

Beitrag von Wolfgang Sämmer » 21.4.2017, 20:44

Die „ab und zu in den Romanen eingestreuten Poesien“ kennt Carl Landsteiner durchaus. Sie seien „zwar treffend im Inhalt, aber etwas holperig in der Form“. Das treffe auf die „Himmelsgedanken“ jedoch nicht zu. Bei den modernen Poeten, so Landsteiner, finde man häufig eine Brutalität der Gedanken und ihnen entspreche die Verwilderung der Form. „In diesem Sinne ist May zum Glücke nicht modern. Seine Sprache ist nicht immer fehlerlos, aber durchwegs edel und vielfach poetischen Schwunges im besten Sinne des Wortes.“
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