Das Ehrenwort

Helmut Prodinger
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Das Ehrenwort

Beitrag von Helmut Prodinger » 24.7.2011, 13:36

Heimdall Turnerstick und seine Endungen: Karl May "reitet" diese Idee zu Tode,
wie auch Hobble-Frank's Pseudo-Bildung. Ob die Bearbeiter bei diesen Endungen
eingegriffen haben?
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von markus » 24.7.2011, 14:41

Wäre schade drum.
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rodger
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 24.7.2011, 18:16

Habe mir die erste entsprechende Szene mal angeschaut in Original und bearbeiteter Fassung und in Sachen des "Chinesisch" Turnersticks keine Abweichungen gefunden.

(Eine Abweichung vorher ist, daß der Turnerstick des "Ehrenworts" in der Bamberger Fassung [vereinheitlichend] Frick heißt. Bei Karl May heißt er im "Ehrenwort" Heimdall und ist Friese, in anderen Werken heißt er Frick und ist Deutschamerikaner. Daß trotzdem ein und die gleiche Figur gemeint ist, einmal so und einmal anders 'gesehen', sollte eigentlich klar sein, scheint aber die oder den eine(n) oder andere(n) zu überfordern ... Selbst das Figurenlexikon schreibt abstruserweise von zwei Turnersticks. 8) )
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von markus » 24.7.2011, 20:10

Und von einem Old Firehand.
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 24.7.2011, 20:46

Interessanter- und eigenartigerweise hat man im verglichen mit Turnerstick deutlich krasseren Fall Ellen / Harry ('Old Firehand' / 'Im fernen Westen' + 'Winnetou II') offenbar weniger Schwierigkeiten, den Fall als im Grunde 1 Person anzusehen; auch das Figurenlexikon führt entsprechend passenderweise an
Dieser Verbindung entstammt **ELLEN/HARRY.
[...]
**in FIREHAND: Ellen, in WESTEN/GR 8: Harry
Aber zurück zum Threadthema;

ich habe heute erneut festgestellt, daß ich mich über Turnersticks Endungen immer wieder aufs Neue amüsieren kann ... da gehen die Geschmäcker, Empfänglichkeiten und Gepoltheiten individuellen Humors halt auseinander ... ab und zu tut es halt gut, wenn May einfach nur Blödsinn macht, angenehm kindsköpfig albern ... das Leben und sein Werk sind oft ernst genug ...

8)
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 24.7.2011, 20:57

Über den reinen Blödsinn hinaus versteckt sich hinter der scheinbaren niveaulosen Blödelei natürlich auch noch allerhand anderes, wenn man so will Weltanschauliches ... (der 'gordische Knoten' fällt mir z.B. ein, oder [um die eine oder andere Ecke] Arthur Rimbaud in Afrika ... das näher zu erläutern muß hier und heute nun nicht sein, es reicht wenn's die verstehen die es auf Anhieb [einigermaßen] verstehen ...) "Seine Sprachkenntnisse reichten für seine Bedürfnisse vollständig aus. Mehr konnte nicht von ihm verlangt werden." An so einer Stelle z.B. schwingt es mit (daß es nicht nur um Blödsinn geht). Zu einer solchen Haltung wirklich zu stehen und gleichzeitig sie zu karikieren schließt sich ja nur für den allzu vordergründig Schauenden aus ... (Turnerstick karikiert nicht, aber May. Sich selbst.)
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von markus » 24.7.2011, 21:00

Ich meinte nicht die Erzählung "Old Firehand", sondern die Figur Old Firehand, die im "Schatz im Silbersee" teilweise doch recht anders beschrieben wird, als in "Old Firehand"/"Im fernen Westen"/"Winnetou II".

8)
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 24.7.2011, 21:02

Das mag und wird wohl so sein daß Du das meintest. Und ich kam dann naheliegenderweise auf dessen Einzelkind.

:D
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 24.7.2011, 21:08

Ich dachte zugegebenermaßen aber auch daß Du Old Firehand anführtest als nur einen obwohl er ja einmal einen Sohn und einmal eine Tochter hat, jeweils als Einzelkind, und nach der Logik der Fraktion der geistigen Schrebergärtner (Verzeihung, bin mal wieder in meiner postpubertären Motzphase :D, das muß man nicht so eng sehen oder persönlich nehmen, ggf. vielleicht als im Grunde konstruktiv gemeinte Lehrmaßnahme :lol: ... ) dann ja eigentlich doppelt aufgeführt werden müsse ...
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 24.7.2011, 22:01

Ich habe gerade beim Zähneputzen noch ein wenig über den 'Turnerstickismus' nachgedacht ... noch ein paar Takte: eine gewisse Primitivität, Simplizität KANN (muß nicht, aber kann ...) halt auch durchaus sehr bewußt daherkommen ... daher die spontanen kleinen Abstecher zu Alexander d.G. und Rimbaud ...

Und wieder einmal muß man differenzieren; besagte Haltung mag sich in gewissen Grenzen als praktisch, ausreichend, angemessen usw. erweisen, wie gesagt in gewissen Grenzen ... werden die überschritten kann man auf die Nase fallen. Daß sie sich als praktisch, ausreichend, angemessen usw. erweisen kann heißt also nicht daß sie immer gut und richtig sei, und daß man auf die Nase fallen kann heißt nicht daß sie grundsätzlich falsch und abzulehnen sei ... Mal so mal so, je nachdem (das sind keine hohlen Phrasen sondern so ist das Leben ... indifferent ...). Um ein Beispiel aus der Welt des Käptns zu bemühen (es gäbe noch andere ...), daß er im großen und ganzen ganz gut zurecht kommt, zeigt sich ja, es gibt Körpersprache, Mimik, Gestik, Tonfall, Erfahrungswerte, intuitives Verstehen usw., es klappt also durchaus einigermaßen mit der Verständigung, soweit schön und gut und recht, nur wenn er anfängt, sozusagen sprachwissenschaftliche Vorträge zu halten, wird's vielleicht bissel peinlich ...

:D
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von Thomas Math » 25.7.2011, 6:14

Ist doch ganz einfach aus dem Friesen Heimdall Drehstock wurde der Amerikaner Frick Turnerstick ,Drehstock haette hier niemand korrekt aussprechen können, da Friesen auch in Holland leben wurde aus ihm ein Deutschamerikaner.
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 25.7.2011, 8:06

Ich glaube es sind (von des Autors Auskünften zu Herkunft usw. her) schon zwei ... und die zwei sind halt einer ...

:D

(Ich habe gerade in einem alten Thread zum Thema nachgelesen und dabei richtig darüber lachen müssen, wie unhöflich und verbissen ich mich da gezeigt habe bzw. offenbar manchmal bin ...)

:shock:
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von markus » 25.7.2011, 17:29

rodger hat geschrieben:(Ich habe gerade in einem alten Thread zum Thema nachgelesen und dabei richtig darüber lachen müssen, wie unhöflich und verbissen ich mich da gezeigt habe bzw. offenbar manchmal bin ...)

:shock:
:lol:
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von Helmut Prodinger » 31.7.2011, 20:48

Von den Gefangenen im Ballastraume waren einige erstickt; die anderen lebten.

logisch, oder?
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Re: Das Ehrenwort

Beitrag von rodger » 31.7.2011, 21:17

Ja, schon ... aber es gibt auch noch andere Arten zu sterben. Sie hätten sich ja z.B. gegenseitig totschlagen, sich umbringen oder sonstwas können.

8)

:wink:
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https://silk.pl/jedwabne-poszewki-na-poduszki-8-godzin-pielegnacji-skory-i-wlosow/