Wanda

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Doro
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Re: Wanda

Beitrag von Doro » 11.10.2011, 19:37

Huhu,

mal noch ne andere Variante in Spiel bringend:

Wenn der Mayster nun meinte, das letzten Endes doch das 'starke Geschlecht' (Mann) der 'Herr' in einer Beziehung ist...
... und sei es nur, weil Frau, so selbstbewußt und unabhängig auch immer, sich letzten Endes freiwillig und gerne unterwirft?
Ewig Männliches beherrscht (bezwingt?) ewig weibliches (z. B. Hingabe) :roll:

Und weiter geh(denk)end schrob er sich sozusagen seine Unterlegenheit einer starken Frau gegenüber von der Seele, machte sie sich untertan und ... suchte sich ein Klärchen.... *grübel*

So in etwa... :mrgreen:

Übrigens gaaaanz lieben Dank für das Zitat von der Hildegard, liebe Hermine, ich bin begeistert *verneig*

:wink: Doro
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rodger
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Re: Wanda

Beitrag von rodger » 11.10.2011, 20:46

So in etwa, vielleicht, ja ...

Aber es ist mit diesen Dingen alles noch viel, viel komplizierter ...

:mrgreen:

Im Ernst ...

8)
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rodger
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Re: Wanda

Beitrag von rodger » 11.10.2011, 20:56

Die Klärchen (Klara) May hat's ja offenbar ganz geschickt angestellt ... ihn sich überlegen fühlen lassen, was er geistig sicherlich war, aber eben nur geistig, und bis zuletzt nicht merken lassen, wer der eigentliche "Chef im Ring" war ...

(das "nur" könnte man freilich in Anführungszeichen setzen. Oder eben auch nicht.)
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Re: Wanda

Beitrag von rodger » 11.10.2011, 21:21

Interessante Sache ... das mit den Mischungen und Anteilen ...

In der Beziehung zwischen Ellen Winter und dem Ich-Erzähler in "Old Firehand" hat er diese Thematik ja schon sehr früh am Wickel; Ellen ist dort die Stärkere und Radikalere, er der Vernünftigere, Gemäßigtere, Menschlichere ... Sie können sich gut ergänzen und auch voneinander lernen. Er kann noch insgesamt härter und wenn angemessen radikaler werden (und dabei doch bitt'schön vernünftig, gemäßigt und menschlich bleiben ...), sie etwas vernünftiger, gemäßigter, menschlicher (und dabei wiederum auch stark und radikal bleiben ...) Das eine schließt das andere nicht aus, und das zeigt er ja auch. Ellen ist trotz all ihrer Traumata und Panzerungen ("Die Liebe? Geht, Sir! Ihr habt Romane gelesen; man hört es") und trotz zwischenzeitlichen Empfindungen wie Haß und Verachtung ihm gegenüber am Ende doch fähig, zu lieben ... und er desgleichen, obwohl ihn zwischenzeitlich regelrecht vor ihr schauderte ... Eine ganz spannende Geschichte. Nicht wegen der Indianer :D .
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Re: Wanda

Beitrag von markus » 12.10.2011, 0:55

Stimmt mal wieder voll und ganz Rüdiger.

Und es ist ganz witzig. In "Winnetou I" ziemlich am Anfang im zweiten Kapitel ist er derjenige der als junges Greenhorn den gestandenen Westmännern im Glauben läßt, sie hätten die Fäden in der Hand, er aber wie eine kluge Ehefrau insgeheim das Zepter schwingt.

:D
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Re: Wanda

Beitrag von rodger » 13.10.2011, 10:57

"Ich hasse ihn!"

Da täuschte sie sich. Sie liebte ihn noch.
(Karl May, In den Cordilleren)

:D

(Wenn der Kommentator in Band 89 schon solche Schwierigkeiten hat mit den Ambivalenzen, Brüchen usw., was würde er da erst anstellen ...)

:D
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Re: Wanda

Beitrag von Doro » 13.10.2011, 19:46

Interessante Frage....

Gab's da nicht irgendein Zitat von wegen Liebe ist nicht das Gegenteil von Hass, nur eine Variante der negativen Art, oder so in etwa... :roll:
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Re: Wanda

Beitrag von rodger » 13.10.2011, 20:37

Das gibt's nicht nur als Zitat, sondern auch als Tatsache ...

:D

(hübsch übrigens, daß Du es vermutlich unbeabsichtigerweise 'verkehrt herum' formuliert hast, also Liebe als Variante der negativen Art, von Haß, auch das ...

:D

(jetzt komm' ich gleich noch mit Frau Mahlzahn, aber dann ist für einige, wie es mal einer in Karlsruhe vor 35 Jahren sehr schön formuliert hat, "der Käs' warm" ...) (also lassen wir das erstmal ...)

:lol:
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Re: Wanda

Beitrag von Doro » 15.10.2011, 19:49

:lol:
jetz wo Du es sagst...

:mrgreen:
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