Auf der See gefangen

Helmut Prodinger
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Auf der See gefangen

Beitrag von Helmut Prodinger » 18.1.2008, 7:50

Dieser fruehe Text kann bei zeno.org gefunden werden. Wer hat May
wohl auf die Idee gebracht, seinen wilden Westen mit Karikaturen a la
Dik Hammerdull zu besiedeln? Vorgaenger wie Cooper, Sealsfield, Armand, Ferry, Moellhausen, Gerstaecker, etc. tun das doch nicht.
Am Pitt Holbers wird der duenne Bartwuchs bemaengelt. Angeblich soll der Dr May selber solchen gehabt haben. Moellhausen, der selbst einen stattlichen Bartwuchs hatte, verleiht einen solchen gerne seinen positiven Helden.

Winnetou ist Apache, und die siedeln in Neu-Mexico, oder? Der kann sich monatelange Absenzen erlauben, als Regierungschef (Haeuptling), und weite Reisen tun, nach Arkansas und Dresden? Dasz ihm (=KM) das jemand abnahm, ist schon erstaunlich!

Was mir als Junge an May gefiel, wird mir im fortschreitenden Alter eher
zum Aergernis!
Helmut Prodinger
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Beitrag von Helmut Prodinger » 22.1.2008, 22:48

May schreibt MARDERPFAHL, 2x.

Aber: gemartert.
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Helmut
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Beitrag von Helmut » 22.1.2008, 23:01

May war nunmal Sachse, daher hatte er Probleme t und d zu unterscheiden. Man kann viele solche Dialektfärbungen bei ihm finden. Typisch für ihn ist z.B. auch das "versiechende Wasser".
Diese Fehler ziehen sich zum Teil bis in die Fehsenfeld-Ausgaben.

Helmut
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Re: Auf der See gefangen

Beitrag von markus » 23.1.2008, 7:56

Helmut Prodinger hat geschrieben:
Was mir als Junge an May gefiel, wird mir im fortschreitenden Alter eher
zum Aergernis!
Hallo Helmut,

dann unterstelle ich dir einfach mal abnehmende Phantasie im fortschreitenden Alter.

Ich habe als Kind nie May gelesen sondern kannte nur die Filme, lese ihn erst seit wenigen Jahren. Deswegen kann es sein daß es mir gefällt weil alles so frisch ist, so ursprünglich. Dieses Gefühl läßt bestimmt auch bei mir in einigen Jahren nach und vieles wird dann nüchterner betrachtet.
Nichts desto trotz sollten wir nicht vergessen daß es sich bei May um Literatur handelt und um keine Tatsachenberichte (wer noch an die Shatterhand-legende glaubt solls meinetwegen weiter tun, sowie er an den Weihnachtsmann glaubt :wink: ). Er hat halt sich und seinen Lesern ein anderes Universum geschaffen in dem eben alles funktioniert was man sich in der Phantasie vorstellt. Märchen für jung und alt, aber in realen Gegenden, zu realen Zeiten mit z.T. realen Begebenheiten und Personen angesiedelt. Das sind einige der Geheimnisse die May´s Popolarität ausmachen und warum ich ihn und sein Werk liebe. Und da kann es in seinem Universum auch schonmal passieren daß Winnetou monatelang in der Welt rumschwirrt und sogar den Weg nach Deutschland findet oder Old Shatterhand Personen nach Winnetous Tod zum erstenmal trifft, sie aber in einem anderen Roman wieder trifft, dort Winnetou aber noch lebt. Das ist keine Schludrigkeit May´s wie immer so viel behauptet wird weil man ja immer gerne auch die Literatur rational erklären möchte,sondern literarische Freiheit des Autors, seine ganz spezielle Phantasie, sein Universum.
Mir gefällt das auf jeden Fall und ich glaube jeder wahre Mayverehrer denkt genauso :wink: .

Gruß Markus
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Beitrag von rodger » 23.1.2008, 8:42

Da war der Kuckuck wieder,
simsaladimbam basaladusaladim,
da war der Kuckuck wieder da.

oder auch Et kütt all weer

(keine Haftung für korrekte Schreibweise)

:idea:
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Beitrag von Waukel » 23.1.2008, 9:18

Erfrischende Worte am Morgen. Danke Markus! :lol:
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Beitrag von markus » 23.1.2008, 15:59

Waukel hat geschrieben:Erfrischende Worte am Morgen. Danke Markus! :lol:
Gern geschehen :) . Nur bei Rodger bin ich mir manchmal im Zweifel was er da so meint und schreibt. :? Grübel, Grübel :?


:lol:
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Beitrag von Waukel » 23.1.2008, 16:34

Gerichtsvollzieher war da.
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Beitrag von markus » 23.1.2008, 16:46

Waukel hat geschrieben:Gerichtsvollzieher war da.
Was der mit Karl May zu tun hat frag ich jetzt mal besser nicht.
Oder bezog sich das auf meinen Beitrag von heut morgen? Den Bezug kann ich aber leider nicht feststellen, so leid es mir tut.

Es kann sich aber auch um etwas symbolisches allegorisches handeln und da sind wir ja bei May (siehe Spätwerk) genau richtig.

:?: Rätsel :?:
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Beitrag von rodger » 23.1.2008, 17:14

Waukel hat geschrieben: Gerichtsvollzieher war da.
:mrgreen:

:lol:

(Jodel ...)

(So ähnlich versteht sie mich bei privaten Mails indes in der Tat auch gelegentlich ...)

:wink:

Nein, lieber Markus, Du schriebst
da kann es in seinem Universum auch schonmal passieren daß [...] Old Shatterhand Personen nach Winnetous Tod zum erstenmal trifft, sie aber in einem anderen Roman wieder trifft, dort Winnetou aber noch lebt. Das ist keine Schludrigkeit May´s wie immer so viel behauptet wird weil man ja immer gerne auch die Literatur rational erklären möchte,sondern [...] sein Universum.
Darauf schrieb ich
Da war der Kuckuck wieder,
simsaladimbam basaladusaladim,
da war der Kuckuck wieder da.

oder auch Et kütt all weer
wobei das Statement in der letzten Zeile auf Deutsch "Es kommt alles wieder" lautet (das nachgemachte Rheinisch sollte eine Art Augenzwinkern in die ganze Angelegenheit bringen, damit es nicht zu ernst oder auch bedeutungsschwanger wird hier, man kann das ganz geschickt austarieren, den Bewegungsbereich zwischen Augenzwinkern und Bierernst, verstehsch, bzw., man kann sich darum bemühen, es versteht dann im Normalfall trotzdem immer noch jeder was anderes), und auch das vorangegangene sich direkt auf Deinen Beitrag bezieht, da auch im Fall des tiefsinnigen Volksliedes es darum geht, daß Dinge, sozusagen, schöpfungsimmanent und somit nicht tot zu kriegen sind, seien es nun die Snuffles, besagter Kuckuck, der Genfer See, die dunklen Augen von Judith Silberstein oder Hadschi Halef Omar (u.v.a.m.). Letzterer hat selbst seinen Autor überlebt.

Ich wollte Dir nur zustimmen, es ist alles in Ordnung.

:wink:
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Beitrag von Waukel » 23.1.2008, 17:25

man könnte sich indes aber fragen, warum der Rüdiger als Zustimmungsmetapher ausgerechnet einen Kuckuck wählt..

entschuldigt, ich bin schon weg.

(husch)
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Beitrag von markus » 23.1.2008, 17:27

rodger hat geschrieben:
Waukel hat geschrieben: Gerichtsvollzieher war da.
:mrgreen:

:lol:

(Jodel ...)

(So ähnlich versteht sie mich bei privaten Mails indes in der Tat auch gelegentlich ...)

:wink:

Nein, lieber Markus, Du schriebst
da kann es in seinem Universum auch schonmal passieren daß [...] Old Shatterhand Personen nach Winnetous Tod zum erstenmal trifft, sie aber in einem anderen Roman wieder trifft, dort Winnetou aber noch lebt. Das ist keine Schludrigkeit May´s wie immer so viel behauptet wird weil man ja immer gerne auch die Literatur rational erklären möchte,sondern [...] sein Universum.
Darauf schrieb ich
Da war der Kuckuck wieder,
simsaladimbam basaladusaladim,
da war der Kuckuck wieder da.

oder auch Et kütt all weer
wobei das Statement in der letzten Zeile auf Deutsch "Es kommt alles wieder" lautet (das nachgemachte Rheinisch sollte eine Art Augenzwinkern in die ganze Angelegenheit bringen, damit es nicht zu ernst oder auch bedeutungsschwanger wird hier, man kann das ganz geschickt austarieren, den Bewegungsbereich zwischen Augenzwinkern und Bierernst, verstehsch, bzw., man kann sich darum bemühen, es versteht dann im Normalfall trotzdem immer noch jeder was anderes), und auch das vorangegangene sich direkt auf Deinen Beitrag bezieht, da auch im Fall des tiefsinnigen Volksliedes es darum geht, daß Dinge, sozusagen, schöpfungsimmanent und somit nicht tot zu kriegen sind, seien es nun die Snuffles, besagter Kuckuck, der Genfer See, die dunklen Augen von Judith Silberstein oder Hadschi Halef Omar (u.v.a.m.). Letzterer hat selbst seinen Autor überlebt.

Ich wollte Dir nur zustimmen, es ist alles in Ordnung.

:wink:
Da bin ich ja beruhigt :D .

Ich halte eben alles was geschrieben wird erstmal für bare Münze, aber nachdem du mich nun aufgeklärt ( :lol: ) hast, ist ja alles in Ordnung.
Bin eben nicht so der "Tiefseher" :wink: .


P.S.: Bin Rheinländer und habe es schon verstanden, nur nicht in dem Zusammenhang :) .
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Beitrag von rodger » 23.1.2008, 17:30

Liebe Sylvia,

zu Deiner Beruhigung: ich verdiene zwar nicht viel Geld, habe aber keinerlei finanziellen Probleme.

Außerdem finde ich es nicht sonderlich witzig, was ihr einem hier alles anhängen wollt ...

:roll:

(in Ermangelung eines Zungenrausstrecksmileys)
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Beitrag von markus » 23.1.2008, 17:31

Waukel hat geschrieben:man könnte sich indes aber fragen, warum der Rüdiger als Zustimmungsmetapher ausgerechnet einen Kuckuck wählt..

entschuldigt, ich bin schon weg.

(husch)
Kenne übrigens dies Volkslied gar nicht. Oder habe es vergessen denn die Kindergartenzeit liegt schon mehr als 30 Jahre zurück. Aber ende des Jahres kommt mein Sohn in den Kindergarten, vieleicht kommen dann die Erinnerungen wieder zurück.

Kenne nur "Der Kuckuck und der Esel" oder "Kuckuck rufts aus dem Wald".
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Beitrag von rodger » 23.1.2008, 17:34

markus hat geschrieben: Bin Rheinländer
Kennste datt ? Buddhismus auf Rheinisch:

Et is wie et is
et kütt wie et kütt
un
et hätt noch immer jotjejange

(hing lange Zeit bei mir an der Wand)

(für korrekte Schreibweise wird erneut keine Haftung übernommen)
markus hat geschrieben: Bin eben nicht so der "Tiefseher"
Na, das sag man nicht, nach dem, wie Du das vorhin erklärt hast mit den Snuffles usw. ... Das verstehen Du und ich offenbar besser als manch Akademiker. Was die hier schon verzapft haben ...

:wink:
Antworten
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