Welt der Abenteuer

Mübarek
Beiträge: 64
Registriert: 19.6.2007, 20:33
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von Mübarek » 25.7.2007, 0:35

Hallo Herr Wiesheier !

Sie haben sicherlich Recht: Wenn es eine Renaissance der roten Leinenbände WdA gäbe, müßten sie natürlich unbearbeitet, sprich nur auf reinen Übersetzungen beruhen und in Originallänge erscheinen. Das war ja das Unselige, daß die Bände der Reihe bearbeitet und damit eigentlich zerstört wurden, oder schon einmal zu einem früheren Zeitpunkt erschienen.Tatsächlich wäre es vielleicht einmal der Nachfrage beim KMV wert, warum nur ein Band der späteren Ustad Serie, nämlich der von Ihnen und mir genannte Band "Die Nacht von Santa Rita" als Originalausgabe erschienen ist. Was ist so schwer daran und was vergibt man sich eigentlich damit ? Nun ja, sicherlich gehört Dominik in eine andere Sparte, aber mancher Roman von Robert Kraft (z.B. "König König" oder "Die neue Erde") sind doch auch Utopische Romane, wenn auch keine klassische Science Fiction. Vielen Dank für die Nennung der Bibliotheksreihen zum Abenteuergenre.

Dirk Althoff
StefanS
Beiträge: 59
Registriert: 24.2.2007, 13:39
Kontaktdaten:

Beitrag von StefanS » 25.7.2007, 18:48

Guten Abend!

An Herrn Wiesheier:
...mehr scheint aber auch aus dieser Reihe vom Ustad-Verlag nicht zu kommen.
Ja, leider nicht. Aber ich kann den KMV schon verstehen, wenn er diese Reihe nur sehr zögerlich fortsetzt. Bei "Ein Kampf um Rom"(2003), dem zuletzt erschienenen Band, handelt es sich ja sogar nur um eine Lizenzausgabe, also quasi um ein Werk mit Erfolgsgarantie (wenn es sowas überhaupt gibt). Die "Edition Ustad" mag ja eine noch so schöne Ausgabe sein, wenn sie jedoch niemand kauft, kann auch der Verlag nichts machen. (Ich muss mir übrigens noch alle 9 Bände zulegen; die Verlagsleitung darf sich freuen.)

An Herrn Wiesheier und Dirk und sowieso jeden: Ich bin auch der Ansicht, dass der KMV viel stärker auf Originalausgaben setzen sollte. Warum er auch in den späten Neunzigern noch Krafts und Gerstäckers Werke bearbeiten musste, ist mir völlig unverständlich (na gut, veraltete Ausdrücke kann man ja vorsichtig ersetzen oder mithilfe von Fußnoten erklären).
Mir ist leider nicht bekannt, inwiefern heutzutage noch die Originalausgaben eben genannter Autoren erhältlich sind. Es dürfte nicht gerade leicht sein und auf jeden Fall wäre es ziemlich teuer. Genau diese Situation hätte der KMV nutzen können und günstige Ausgaben anbieten sollen.

Herzliche Grüße
Stefan Schawe
Sandhofer
Beiträge: 274
Registriert: 12.5.2004, 23:06

Beitrag von Sandhofer » 25.7.2007, 19:01

Mübarek hat geschrieben:müßten sie natürlich unbearbeitet, sprich nur auf reinen Übersetzungen beruhen
Nun ist andererseits jede Übersetzung auch eine Bearbeitung ... :wink:
Kurt Altherr
Beiträge: 560
Registriert: 17.7.2006, 15:18

Beitrag von Kurt Altherr » 25.7.2007, 19:07

...zudem wenn die Übersetzungen so freizügig gestaltet wurden, wie seiner Zeit Arno Schmidt einige Werke Coopers übersetzte. :wink:
Mübarek
Beiträge: 64
Registriert: 19.6.2007, 20:33
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von Mübarek » 25.7.2007, 19:08

Hallo Sandhofer !

Ja, da haben Sie natürlich recht :oops: Ich meine auch werkgetreue, am Original gehaltene Übersetzungen, und keine "behutsam gekürzte" und "an die heutige Sprache angepaßte" (wie es dann oft im Einleitungssatz heißt)
Umsetzungen.
Benutzeravatar
rodger
Beiträge: 6821
Registriert: 12.5.2004, 18:10
Wohnort: Mannheim
Kontaktdaten:

Beitrag von rodger » 25.7.2007, 19:14

Ich glaube Sandhofer meinte zu Recht durchaus auch am Original gehaltene Übersetzungen.

Z.B. ist "Laß es geschehen" ja schon nicht mehr das gleiche wie "Let it be", sondern, so gesehen, schon eine "Bearbeitung", wenn auch in dem Fall durchaus notwendig (in solchen Fällen wirklich mal).
Mübarek
Beiträge: 64
Registriert: 19.6.2007, 20:33
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von Mübarek » 25.7.2007, 19:20

Weiß eigentlich jemand, ob je ein Werk der "Welt der Abenteuer" oder der "Historischen Romane", bzw. "Meisterwerke der Spannung für Jung und Alt" (so heißt es im "Kopfjäger") verfilmt wurde (abgesehen natürlich des Bandes "Cheyenne" von Mari Sandoz, der ja auf historischen Tatsachen beruht und unter gleichlautendem Namen verfilmt wurde) ?
Kurt Altherr
Beiträge: 560
Registriert: 17.7.2006, 15:18

Beitrag von Kurt Altherr » 25.7.2007, 19:35

Hallo Herr Althoff,

die beiden Bände von Elliott Arnold "Cochise" und "Bltusbrüder" wurden 1950 unter der Regie von Delmer Daves mit James Stewart und Jeff Chandler verfilmt.
Der deutsche Titel lautete "Der gebrochene Pfeil" und war auch in unserem Land ein großer Erfolg.
Nach Joe Hembus "Western-Lexikon" schrieb das Drehbuch Michael Blankfort nach dem Roman "Blood Brother" von Elliott Arnold.

Ferner wurde 1938 von Herbert Selpin mit Hans Albers in der Titelrolle Robert Ardens "Sergeant Berry" verfilmt.

Zu John Fords Film "Cheyenne" (USA 1963) meinte Buchautorin Mari Sandoz, dass sie von dem Film schrecklich enttäuscht sei, ein schlechter Film, langweilig und erbärmlich. Dazu habe sich Ford große Freiheiten mit den großen Männern des Stammes genommen und ihnen Handlungen unterstellt, die sie nie begangen haben.

Zu Mari Sandoz: http://www.csc.edu/sandoz/biography.htm

Viele Grüße
Kurt Altherr
StefanS
Beiträge: 59
Registriert: 24.2.2007, 13:39
Kontaktdaten:

Beitrag von StefanS » 25.7.2007, 20:06

In den Siebzigern lief außerdem mal eine Zeit lang eine Fernsehserie namens "Sergeant Berry". Meines Wissens spielte Klaus-Jürgen Wussow die Titelfigur. Bei ebay wird immer mal wieder der Soundtrack zu der Serie versteigert, es scheint jedoch nur wenig Interesse zu bestehen. :?

Gute Nacht
Mübarek
Beiträge: 64
Registriert: 19.6.2007, 20:33
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von Mübarek » 25.7.2007, 21:52

Ja, stimmt, den Film "Der gebrochene Pfeil" kenne ich; James Stewart spielte ja uch bei "Cheyenne" mit. "Sergeant Berry" mit Hans Albers und als Serie mit Klaus-Jürgen Wussow und dann Harald Juhnke; stimmt, das ich daran nicht gedacht habe. Aber die klassischen Bände von Kraft, Arden, Reiche, Guben usw. sind wohl nie verfilmt worden, na ja.
Mübarek
Beiträge: 64
Registriert: 19.6.2007, 20:33
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von Mübarek » 26.7.2007, 21:17

Ich habe kürzlich in eienr Buchhandlung in der Nachbarschaft, im modernen Antiquariat, Tex Harding`s "Dschungelgold" in der grünen Pappfassung erstanden. Es gibt ihn ja auch in grünem Leinen mit Blindprägung. "Dschungelgold" müßte aber auch in Rotleinen erschienen sein. Weiß da jemand Näheres ?

Dirk Althoff
Kurt Altherr
Beiträge: 560
Registriert: 17.7.2006, 15:18

Beitrag von Kurt Altherr » 26.7.2007, 21:47

Hallo Herr Althoff,

ja, das Buch gab es auch in der roten gewachsten Leinenausgabe.

Viele Grüße
Kurt Altherr
Mübarek
Beiträge: 64
Registriert: 19.6.2007, 20:33
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von Mübarek » 28.7.2007, 0:24

Die Gefragtheit, bzw. die Preise nicht nur der roten WDA, aber hier im Speziellen, ist sicherlich einmal von der Auflage und der entsprechenden Seltenheit der einzelnen Bände abhängig, sicherlich aber auch von der Beliebtheit/Begehrlichkeit der Bände. Letztendlich kommt es auch darauf an, wieviel ein jeder bereit ist zu zahlen. "Sergeant Berry" und "Die Sturmbraut" sind, wie wohl jeder hier weiß, immer noch beim KMV Verlag bestellbar. Beim KMV teilte man mir mit, daß diese Bände noch einmal nachgedruckt wurden, weil sie sich gut verkaufen ließen. Beim S.B. wg. der seinerzeit laufenden Fernsehserie mit K.-J- Wussow. Bis 1995 schienen die roten Bände wohl noch allgemein lieferbar zu sein, waren dann aber ausverkauft. "Der Spion" und "Goldschiff und Vulkan", waren wohl bis vor 4 oder 5 Jahren noch in größeren Mengen vorrätig; ab dann war wohl dann der Bestand aufgebraucht. Das würde evtl. die relative Angebotshäufigkeit dieser Bände erklären.

Dirk Althoff
StefanS
Beiträge: 59
Registriert: 24.2.2007, 13:39
Kontaktdaten:

Beitrag von StefanS » 29.7.2007, 20:26

Hallo,

ich habe noch ein paar Fragen zur Ausstattung der Pfeifer-Serie. Diese 6 Bände schienen sowohl in der roten als auch in der olivgrünen Reihe eine Art Sonderstellung einzunehmen, da sie sich optisch von den anderen Bänden unterschieden. Mich interessiert jetzt besonders die rote Variante:
Während die Bände 1-3 auf dem Rückenschild den Autorennamen und den Bandtitel, am Rückenkopf den Schriftzug "DER PFEIFER" und am Rückenfuß das übliche Verlagsignet aufwiesen, trugen die Bände 4-6 auf dem Rückenschild die Aufschrift "Der Pfeifer" (statt des Autorennamens) und den Bandtitel, am Rückenkopf den Autorennamen (statt des Schriftzugs "DER PFEIFER") und am Rückenfuß eine Bandnummer (statt des Verlagsignets).
Meine Fragen sind nun:
1. Existieren von den Bänden 1-3 auch Exemplare in der Ausstattung der Bände 4-6, bzw. von den Bänden 4-6 auch Exemplare in der Ausstattung der Bände 1-3?
2. Warum wechselte der KMV plötzlich die Ausstattung der Pfeifer-Bände?
3. Von welchen Bänden gibt es Exemplare mit dem WdA-Emblem auf der Rückseite?

Noch einen schönen Abend und freundliche Grüße
Stefan Schawe
neoleo
Beiträge: 9
Registriert: 27.7.2007, 19:51
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Beitrag von neoleo » 29.7.2007, 21:57

Hallo Herr Schawe,

ich kann nur für mich und meine Ausgaben der roten Serie sprechen.

Von der Variante, auf dem Rückenschild der Name des Autors und den Bandtiteln, besitze ich die Ausgaben 1,2,4,5,6 und von der anderne Variante mit der Aufschrift der Pfeifer und dem Verlagsignet die Bände 1 und die 3(2x).

Gruss aus Wien

Robert Leiner

Ps. Alle Bilder der roten Bände findet ihr hier.

Um das Karussell zu erweitern, benötige ich aber die Deckcoverscans. Schickt sie mir und ich bau sie dann ein. Javascript und Flashplayer müssen installiert sein um die Animation zu sehen.
Zuletzt geändert von neoleo am 31.7.2007, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.
Antworten
https://silk.pl/jedwabne-poszewki-na-poduszki-8-godzin-pielegnacji-skory-i-wlosow/