Welt der Abenteuer

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StefanS
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Welt der Abenteuer

Beitrag von StefanS » 10.6.2007, 19:53

Hallo,
seit etwa drei Jahren schon sammle ich neben Karl May auch die Buchreihe "Welt der Abenteuer" (auch bekannt als "rote Reihe"). Ich habe inwzischen für Wikipedia einen kurzen Artikel über diese Serie verfasst, der die Reihe kurz vorstellt, die Titel nennt und die Ausstattungsvarianten erklärt. Allerdings vermisse ich noch viele Daten über die Geschichte und Entstehung der Reihe, über geplante Bände, über mögliche Neuauflagen, über die Bibliografie usw... Wenn irgendjemand etwas über "Welt der Abenteuer" weiß, so möge er es mir hier bitte mitteilen.

Herzliche Grüße und vielen Dank im Voraus

Stefan Schawe
Wolfgang Wiesheier
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Beitrag von Wolfgang Wiesheier » 12.6.2007, 22:00

Die Reihe "Welt der Abenteuer" war hier schon öfters das Thema. Gerne steuere ich ein paar Ergänzungen und Berichtigungen zu Ihrem Wikipedia-Artikel bei:

1. Von den Ausstattungsvarianten fehlt die von Weigand als "Testausgabe in weißem Leinen" bezeichnete Ausgabe, die extrem selten ist und angeblich aus einem weißem Ganzleinenband mit Prägung besteht und kein Deckelbild aufweist.
2. Daß noch nicht eingebundene Buchblocks an den Unipart-Verlag verkauft wurden, dürfte falsch sein. Die Unipart-Ausgaben können jedenfalls schon von der Größe her nicht neu eingebundene KMV-Blöcke sein. Bei den KMV-Ausgaben mißt der Block 10,5 x 17 cm, bei den Unipart-Ausgaben 12,5 x 19 cm.
3. Die grüne Pappband-Ausgabe ist mit Sicherheit nicht erst in den 70er Jahren erschienen und ihre Entstehung auch nicht auf Absatzschwierigkeiten zurückzuführen, sondern die Bände erschienen wohl parallel zu den roten, wofür ja auch die vorne eingedruckten Erscheinungsjahre sprechen. Die grüne Ausgabe wird auch als "Kaufhaus"-Ausgabe bezeichnet und hatte halt eine andere Zielgruppe als die roten Bände.
4. Von der grünen Ausgabe dürften weitaus mehr Bände erschienen sein als von Ihnen aufgezählt. Ich gehe sogar davon aus, daß jeder rote Band sein grünes Äquivalent hatte, kann dies aber aus eigener Anschauung außer bei den von Ihnen genannten nur noch bei "Die Abenteurer" bestätigen.
5. Gegen die Annahme, Absatzschwierigkeiten hätten die grünen und die Unipart-Bände verursacht, spricht im übrigen die Tatsache, daß Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre unter der Bezeichnung "Spannung und Unterhaltung für jung und alt" beim KMV (bzw. Ustad) Abenteuerromane von Arden, David, Cornel, Ruppius, Harrisson und Retcliffe erschienen, die genausogut in "Welt der Abenteuer" gepaßt hätten und, wie ich vermute, auch zu diesem Zweck eingekauft worden waren.
6. Woher stammt die Information mit der Auflagenhöhe 3000 und bezieht sich das auf alle Ausstattungsvarianten zusammengenommen?
7. Erwähnenswert wäre vielleicht, daß, wie sich aus diversen Vorwörtern, Nachwörtern und Verlagsreklamen ergibt, mindestens folgende weitere Bände geplant waren:
Gabriel Ferry: Banditen und Freischärler
Gabriel Ferry: Die Squatters
Robert Kraft: Die Augen der Sphinx
Henry Rider Haggard: (kein Titel genannt)
8. Der Wikipedia-Artikel sollte meines Erachtens auch nicht unerwähnt lassen, daß keiner der Bände eine Originalausgabe ist, und darüberhinaus die meisten, wenn nicht gar alle Texte für die Ausgabe in "Welt der Abenteuer" bearbeitetet wurden. Über die Bearbeitungen kann man sich sowieso streiten, aus meiner Sicht bedauerlich ist aber auch, daß man sich damals nicht um Originaltexte bemüht hat, was sicher möglich gewesen wäre. Sehr gut hätten meines Erachtens z. B. die Bände von Edmund Theil reingepaßt, hätte es "Welt der Abenteuer" 1977 noch gegeben.
9. Über die Entstehung der Reihe wüßte ich auch gerne näheres. Vielleicht kann hier der KMV Auskunft geben? Es läßt sich wohl vermuten, daß die Entscheidung zugunsten der Reihe im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Schutzfrist für Karl May 1962 steht, die den KMV veranlaßt haben mag, über Möglichkeiten nachzudenken, den Umsatz in Zukunft nicht allein mit Karl May erwirtschaften zu müssen.

Wolfgang Wiesheier
StefanS
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Beitrag von StefanS » 13.6.2007, 19:30

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, Herr Wiesheier. Ich gehe einfach mal wie Sie Punkt für Punkt durch:

1. Von der "Testausgabe in weißem Leinen" habe ich zuvor noch nie das Geringste gehört oder gesehen. Sicher wäre es sehr spannend, mal einen solchen Band zu erwerben, doch ich gehe davon aus, dass diese nur in so wenigen Exemplaren erschienen wie heutzutage die roten Belegexemplare des KMV und dementsprechend teuer sind. Aber welchen Weigand meinen Sie? Und gab es von allen Bänden der Reihe diese Ausgabe?
2. In diesem Punkt kann ich Ihnen zustimmen. Ich habe mich jedoch vor zwei Jahren einmal beim KMV-Lektorat nach der Reihe "Welt der Abenteuer" erkundigt. Roderich Haug schrieb mir, dass es in den 70ern starke Absatzschwierigkeiten gegeben habe und dass noch nicht eingebundene Buchblocks an einen anderen Verlag verkauft worden seien. Bei ebay entdeckte ich eine günstige Ausgabe von "Die Abenteurer" und "Goldfieber", darin hieß es: Erschienen im Unipartverlag mit freundlicher Genehmigung des KMVs. Oder sind es diese beiden Bände, denen Sie das Format 12,5x19cm zuschrieben? Dann werde ich die Bemerkung bei Wikipedia sofort löschen.
3.+4. Dies ist ein recht schwieriger Punkt. Ich beobachte seit etwa zwei Jahren alles, was bei ebay von "Welt der Abenteuer" angeboten wird. Mir sind bisher nur die bei Wikipedia aufgezählten Bände begegnet, bei denen es sich übrigens allesamt um spätere Bände der Reihe handelt. Die darin abgedruckten Copyrightangaben sind aus dem Grund die gleichen wie bei der roten Variante, da es sich bei den grünen Bänden lediglich um die originalen Buchblocks handelt, die neu eingebunden wurden. "Die Abenteurer" habe ich auch noch nicht in der grünen Pappbandausgabe gesehen, meinen Sie möglicherweise die Ausgabe aus dem Unipartverlag?
5. Die Bände aus "Spannung und Unterhaltung für jung und alt" sind mir schon etwas länger bekannt, leider besitze ich nur "Dschingis Chan" und "Die Ketzerin". Beide erschienen 1969. Als letzter Nicht-May-Band des KMVs kam meines Wissens 1971 "Fremder im Paradies" heraus. Vielleicht hatten sich bis dahin noch keine größeren Absatzschwierigkeiten abgezeichnet.
6. Die Information über die Auflagenhöhe stammt ebenfalls von Roderich Haug und ich vermute, dass sie sich auf alle Varianten bezieht. Tatsächlich aber bezweifle ich eine gleiche Auflagenhöhe aller Bände sehr; so wird "Fremder im Paradies" bei ebay höchst selten angeboten, "Der Spion" jedoch fast wöchentlich.
7. Für diese Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar, weil mich Fragen dieser Art immer außerordentlich stark interessieren. Mir ist noch bekannt: "Schnelldampfer Mikrokosmos" von Robert Kraft.
8. Hier kann ich Ihnen bedingungslos zustimmen.
9. Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn sich jemand vom KMV in diese Diskussion einmischen könnte; zurückblickend kann ich feststellen, dass die meisten bisherigen Antworten und Aussagen meist rein hypothetisch sind.

Nochmals vielen Dank

Stefan Schawe
Wolfgang Wiesheier
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Beitrag von Wolfgang Wiesheier » 14.6.2007, 22:43

Hallo Herr Schawe,

ich arbeite auch mal Punkt für Punkt ab:

1. Die Angabe über weiße Leinenbände stammt aus Weigands Berndt-Guben-Bibliographie im Schegk/Wimmer. Ich zitiere mal wörtlich: "Von dieser bearbeiteten Edition gibt es drei Ausgaben: - Testausgabe in weißem Leinen - Reguläre Buchhandelsausgabe in rotem Leinen - Grüne Ausgabe für Ramschtische (neue Covers)." Die Angaben beziehen sich nur auf die 6 Pfeifer-Bände. Ob es von allen WdA weiße Ausgaben gab, weiß ich nicht und dies wird wohl auch nur schwer festzustellen sein.
Ich beobachte die Angebote bei Ebay ja ebenfalls schon ein paar Jahre lang, aber weiße WdA sind mir auch noch nie untergekommen. Ein Sammlerkollege hat mir aber berichtet, daß er tatsächlich schon einmal einen solchen Band in Händen gehalten hat. Es gibt sie also wirklich und ich möchte annehmen, daß sie noch viel seltener sind und dementsprechend teurer wären, sollten sie denn mal auf dem Markt auftauchen, als die von Ihnen erwähnten grünen in rot, die ja immerhin der KMV selbst feilbietet.
2. Die von mir gemeinten Unipart-Bände sind Pappbände im Format 12,5 x 19 cm, die Grundfarbe ist olivgrün (etwas heller als die olivgrünen Gubens), auf dem Rücken sind schwarze Ornamente und ein braungoldenes zweigeteiltes Rückenschild mit schwarzer Schrift. Der Autorenname ist in weiß und der Titel in schwarz in das Deckelbild integriert. Die Bände sind also gar nicht unähnlich den grünen WdA, aber wie gesagt deutlich größer. Im Impressum heißt es "Lizenzausgabe für Unipart Verlag GmbH, 7 Stuttgart 80, Postfach 801163, mit freundlicher Genehmigung des Karl-May-Verlags, Bamberg. Alle Rechte vorbehalten. c Karl-May-Verlag, Bamberg Druck und buchbinderische Verarbeitung: Ebner, Ulm" Es erschienen mindestens:
James F. Cooper: Der Spion
James F. Cooper: Der Bienenjäger
Charles Sealsfield: Das blutige Blockhaus
Sir John Retcliffe: Die Abenteurer
Sir John Retcliffe: Goldfieber
Robert Arden: Sergeant Berry und der Zufall
Auch bei dieser Reihe gibt es eine Ausstattungsbesonderheit: Bis vor kurzem ging ich davon aus, daß alle Bände nur ohne Schutzumschlag erschienen sind. Vor wenigen Wochen fielen mir aber kurz hintereinander 2 Exemplare vom blutigen Blockhaus in die Hände, die einen Schutzumschlag mit vom Deckel abweichenden Titelbild haben. Sind jemandem hier weitere Bände mit Schutzumschlag bekannt?
Die Geschichte mit den noch nicht eingebundenen Buchblöcken könnte eine Fehlinformation sein. Von der Größe her ist es jedenfalls nicht möglich. Vielleicht sind (neben den Rechten natürlich) die Druckvorlagen verkauft worden und der Druck dann für die Unipart-Ausgabe größer erfolgt, was mir wahrscheinlich erscheint. Ähnliches nehmen Henle / Blutevogel in ihrer Retcliffe-Bibliographie im Schegk/Wimmer an, wo die Ausgabe als "reprographischer Nachdruck der beiden Bände in größerem Format" bezeichnet ist. Vielleicht wurden ja auch Blöcke verkauft und dann nicht verwendet.
3. Ich muß zugeben, daß die Sache mit den in grün eingebundenen Blöcken mir zunehmend schlüssiger erscheint, jedoch Einwände bleiben. Zum einen ging ich bisher von einem einheitlichen Herstellungsprozeß aus, bei dem nicht Blöcke jahrelang herumliegen und irgendwann mal eingebunden oder gar verkauft werden. Zum anderen wären dann die Jahresangaben im Impressum der grünen falsch. Außerdem meine ich, daß das Papier in den grünen ein bißchen anders ist, als in den roten, aber das kann auch nur Einbildung sein. Für Ihre These spräche, daß, wie Sie ja auch erwähnen, in der Tat manche roten, und zwar meist spätere, seltener auftauchen. Bei denen könnte man dann annehmen, daß eben ein größerer Teil in grün eingebunden wurde als bei den früher erschienenen. Daß stattdessen die Auflage des Blöcke bei den späteren kleiner kalkuliert wurde, glaube ich nicht. 3000 ist sowieso sehr wenig und es macht auch von den Kosten her keinen großen Unterschied, ob 2000 oder 3000 gedruckt werden.
4. "Die Abenteurer" in grün besitze ich selber nicht, da ich das Werk in meiner Liste aber mal als in grün erschienen vermerkt habe, kann ich nur annehmen, daß ich irgendwann mal bei Ebay ein entsprechendes Exemplar gesehen habe. Die Unipart-Ausgabe meine ich hier nicht.
5. In dieser Reihe erschienen außerdem noch:
John Retcliffe: Die Wölfin von Skadar (1968)
John Retcliffe: Um das Schwarze Meer (1968)
John Retcliffe: Sewastopol (1968)
Robert Arden: Die Insel des Käptn Kidd (1969)
Frank Cornel: Kopfjäger (1969)
Otto Ruppius: Der Pedlar und sein Vermächtnis (1969)
Ich bleibe dabei, daß es unverständlich wäre, 1968 mit einer wiederum Herstellungskosten verursachenden neuen Reihe anzufangen, die von Konzept und Ausstattung her ähnlich ist wie die alte erfolglose.
Daß die WdA natürlich abgesehen von alldem kein großer Beststeller war, liegt auf der Hand und zeigt sich schon daran, daß von keinem Band mehr als eine Auflage produziert wurde. Es sind ja sogar immer noch 2 Bände beim KMV im Programm. Das muß man sich mal vorstellen: "Die Sturmbraut" wurde vor 43 Jahren gedruckt und wird seit dieser Zeit auf Lager gehalten! Interessant auch, daß für Bände, die noch vor 30 Jahren offensichtlich Ladenhüter waren, heute manchmal dreistellige Beträge bezahlt werden.

Wolfgang Wiesheier
StefanS
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Beitrag von StefanS » 16.6.2007, 11:59

Hallo Herr Wiesheier,

ich habe inzwischen Kontakt mit einem bekannten Karl-May-Bibliografen aufgenommen, der in diesem Forum leider gesperrt ist. Ich folge einfach mal wieder der bewährten Tradition und arbeite mich Punkt um Punkt durch:

2.+3. Ich bin mir inzwischen relativ sicher, dass es sich bei den von Ihnen beschriebenen Bänden wirklich nur um eine Lizenzausgabe des Unipart-Verlags handelt. Ich besitze solch ein Buch leider nicht und kann es nicht genau festlegen, aber Ihre Theorie über die verkauften Druckvorlagen könnte durchaus richtig sein.
Die Geschichte mit den verkauften Buchblöcken ist übrigens keine Fehlinformation. Wie mir Herr Hermesmeier mitteilte, übernahm der Unipart-Verlag eines Jahres die fertig gedruckten Texte und band diese in grüne (teilweise braune) Pappbände ein, wodurch die günstige "Kaufhaus"-Ausgabe entstand. Dass diese fälschlicherweise dem KMV zugeordnet wird, ist ein Fehler, der darin begründet ist, dass sich der Unipart-Verlag weder auf noch in den Büchern verewigt hat.
Des schweren Rätsels simple Lösung!
5. Vielleicht habe ich mich hier etwas ungenau ausgedrückt. Ich habe mir den Zusammenhang zwischen WdA und UfJuA folgendermaßen gedacht: Bis 1968 erschienen relativ viele rote Bände, da die Reihe noch immer mehr oder weniger erfolgreich war. Da überlegten sich Roland Schmid und seine Mitarbeiter, ob man nicht noch eine neue Reihe auf den Markt bringen sollte. Die Folge war, dass acht neue großformatige Bände erschienen (von denen es übrigens auch zwei Ausstattungsvarianten gibt. Die schlechtere gehört wahrscheinlich zur "Kaufhaus"-Ausgabe). Ab Anfang der 70er stellten sich dann starke Verkaufsschwierigkeiten ein, die den KMV veranlassten die Reihe einzustellen und (möglicherweise zu diesem Zeitpunkt) noch nicht eingebundene Buchblocks an den Unipart-Verlag zu verkaufen. Als letzter Band kam 1971 noch "Fremder im Paradies" heraus, ein erstmal letzter Versuch, mit Non-May-Büchern erfolgreich zu sein.
Übrigens: Besitzen Sie selbst "Die Inseln des Käptn Kidd"? Dies ist das Buch, welches ich am verzweifelsten suche. Seit drei Jahren wurde es bei ebay kein einziges Mal angeboten (kann die Auflage da denn 3000 Exemplare betragen haben? Eher 1500?).

Zum Schluss soll eine Liste über die Ausstattungsvarianten folgen:

-rotes Leinen ohne Weltkugel auf der Rückseite: alle bis auf "Fremder im Paradies"
-rotes Leinen mit Weltkugel auf der Rückseite: mindestens "Dschungelgold" (gerade bei dieser Variante bitte ich noch sehr um weitere Informationen)
-bunte Leinenausgabe: "Dschungelgold", "Die Jacht Isabel", "Fremder im Paradies"
-Testausgabe in weißem Leinen: mindestens die 6 Pfeifer-Bände
-grüne (bzw. braune) Pappausgabe des Unipart-Verlags: "Episode in Texas", "Buck schießt zuviel", "Die Jacht Isabel", "Dschungelgold", "Der Letzte der Kaziken", "Die Teufelsmühle im Orinoco", "Gold in New Frisco", "Sergeant Berry", "Der Bienenjäger", "Marco Polo I+II", "Wildes Mexico", "Fremder im Paradies", "Wir Seezigeuner II-IV", "Das blutige Blockhaus", "Der Pfeifer I-VI" (womöglich: "Die Abenteurer")

Freundliche Grüße

Stefan Schawe
Wolfgang Wiesheier
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Beitrag von Wolfgang Wiesheier » 18.6.2007, 20:57

Hallo Herr Schawe,
Ich besitze solch ein Buch leider nicht
Den Sealsfield mit Schutzumschlag habe ich zur Zeit doppelt. Wenn Sie Interesse an einem Tausch haben, melden Sie sich mal bei mir außerhalb des Forums.
Dass diese fälschlicherweise dem KMV zugeordnet wird, ist ein Fehler, der darin begründet ist, dass sich der Unipart-Verlag weder auf noch in den Büchern verewigt hat.
Des schweren Rätsels simple Lösung!
Ja, das ist wohl jetzt die Lösung des Rätsels. Da wäre ich nie drauf gekommen! Fragt sich jetzt nur noch, wann denn diese falschen KMVs auf den Markt kamen (die eingedruckte Jahresangabe stimmt ja dann nicht) und wie man solche Bücher bibliographisch erfassen soll (verlegt von Unipart oder vom KMV?)
Bis 1968 erschienen relativ viele rote Bände, da die Reihe noch immer mehr oder weniger erfolgreich war. Da überlegten sich Roland Schmid und seine Mitarbeiter, ob man nicht noch eine neue Reihe auf den Markt bringen sollte. Die Folge war, dass acht neue großformatige Bände erschienen (von denen es übrigens auch zwei Ausstattungsvarianten gibt.
Halte ich für unwahrscheinlich. Warum eine neue Reihe, wenn man genausogut die alte ausbauen kann? Wenn es darum gegangen sein soll, wie vorher (oder nachher?) Unipart mit den grünen Pseudo-KMVs die Ramschtische mit einer Ausgabe zu füllen, die billiger ist und von der Ausstattung her eher dem Zeitgeist der 70er Jahre entspricht, warum hat man dann nicht konsequent auf Zweitverwertung gesetzt, sondern bei UfJuA von Anfang an neue Texte gebracht, die noch nicht in WdA erschienen waren? Der Umsatzeinbruch muß vorher stattgefunden haben.
Als letzter Band kam 1971 noch "Fremder im Paradies" heraus, ein erstmal letzter Versuch, mit Non-May-Büchern erfolgreich zu sein.
Erwähnenswert wäre in diesem Zusammenhang allerdings auch die Edition Ustad, mit der der KMV in den 90er Jahren wieder an alte Traditionen angeknüpft hat, leider ohne eine einheitliche Ausstattung. Ich meine auch, mich zu erinnern, daß der Begriff "Welt der Abenteuer" für diese Reihe vom KMV schon verwendet wurde.
Grundsätzlich halte ich die Erfolglosigkeit der WdA, wann immer sie eingetreten sein mag, für hausgemacht. Der KMV hat es versäumt, die Bände zu nummerieren und so für den Sammler attraktiver zu machen. Dazu kommen dann Fehlgriffe beim Programm. Western und Krimis haben in einer Reihe, die "Welt der Abenteuer" heißt, nichts zu suchen, auch wenn man das Konzept irgendwann mal mit dem Zusatz "Meisterwerke der Spannung" erweitern wollte. Um die Zielgruppe der May-Käufer anzusprechen, hätte man May-ähnliches bringen müssen. Gerade diesbezüglich hat man aber eher den Eindruck, als sollte jeder Autor und jeder Titel, der als May-Nachahmung gewertet werden könnte, vermieden werden.
Übrigens: Besitzen Sie selbst "Die Inseln des Käptn Kidd"?
Leider nein.
Dies ist das Buch, welches ich am verzweifelsten suche. Seit drei Jahren wurde es bei ebay kein einziges Mal angeboten
Aber vor viereinhalb Jahren. Der Band wurde zum Jahreswechsel 2002/2003 mal bei Ebay angeboten. Ich hatte mir das Angebot sogar ausgedruckt und von daher weiß ich, daß es 7 Minuten und 40 Sekunden vor Gebotsende bei 14,01 Eu stand.
(kann die Auflage da denn 3000 Exemplare betragen haben? Eher 1500?).
Oder noch weniger. Die Angabe 3000 bezog sich ja doch nur auf die WdA?

Zur weißen Ausgabe haben Sie im Wikipedia-Artikel schon Ergänzungen durchgeführt. Sie schreiben aber hier, daß ein aufmontiertes Titelbild vorhanden wäre. Laut meinem Augenzeugen hat diese Ausgabe aber gar kein Titelbild.

Gibt es eigentlich auch eine Theorie zur Farbabweichung bei den grünen Gubens?

Wolfgang Wiesheier
JennyFlorstedt
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Beitrag von JennyFlorstedt » 19.6.2007, 14:41

Der bereits erwähnte, hier gesperrte Bibliograf hat im Karl-May-Wiki den dort bereits vorhanden gewesen Mini-Artikel zur "Welt der Abenteuer" mit allen ihm bekannten Informationen aufgestockt.

http://141.30.89.80/~thomas/wiki/index. ... _Abenteuer

Möglicherweise beantwortet das die eine oder andere Frage.

ta
Täglich neues zu entdecken bei www.karl-may-buecher.de
StefanS
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Beitrag von StefanS » 23.6.2007, 14:43

Hallo Herr Wiesheier,

jener inwischen vielzitierte "Karl-May-Bibliograf" hat uns mit seinem ausführlichen Artikel über WdA viel Arbeit abgenommen. Trotzdem möchte ich noch auf Ihre letzte Antwort eingehen, um diese Diskussion zu einem vorläufigen Abschluss zu führen (ich hoffe sehr, dass sie einst mit etwas mehr Teilnehmern ihren Fortgang nimmt!).
(Zitat:)
Dass diese fälschlicherweise dem KMV zugeordnet wird, ist ein Fehler, der darin begründet ist, dass sich der Unipart-Verlag weder auf noch in den Büchern verewigt hat.
Des schweren Rätsels simple Lösung! (Zitat Ende)

Ja, das ist wohl jetzt die Lösung des Rätsels. Da wäre ich nie drauf gekommen! Fragt sich jetzt nur noch, wann denn diese falschen KMVs auf den Markt kamen (die eingedruckte Jahresangabe stimmt ja dann nicht) und wie man solche Bücher bibliographisch erfassen soll (verlegt von Unipart oder vom KMV?)
Herr Hermesmeier hat uns auf die erste Frage eine ungefähre Antwort geliefert (nämlich: in den 80ern); um genaue Daten zu erfahren, müsste man wohl beim Unipart-Verlag anfragen, sofern dieser noch existiert.
Bibliografisch würde ich die grünen Pappbände folgendermaßen erfassen: Verlegt vom KMV, herausgegeben vom Unipart-Verlag.
Warum eine neue Reihe, wenn man genausogut die alte ausbauen kann?
Ich stelle einfach mal eine neue Möglichkeit in den Raum: Der KMV bemerkte 1968, dass WdA nicht wirklich den erhofften Erfolg hatte. Als Grund dafür meinte man die veraltete Ausstattung gefunden zu haben. Demgemäß gab man alle weiteren Bände (die teilweise schon seit 1964 für die rote Ausgabe vorgesehen waren) in einem modernen Ganzleineneinband mit SU heraus. Als auch diese Maßnahme erfolglos blieb, entschied man sich dafür, einen eigenen Verlag für die WdA-Bände zu schaffen, d.h. zu revitalisieren, nämlich den USTAD-Verlag, und alle Werke wieder in einheitlicher Ausstattung in den Handel zu bringen ("Dschungelgold", "Die Jacht Isabel", "Fremder im Paradies"). 1971 musste der Verlag jedoch einsehen, dass die Herausgabe von Nicht-May-Büchern einfach keinen Zweck mehr hatte, und stellte die Reihe ein.
(Zitat:)
Als letzter Band kam 1971 noch "Fremder im Paradies" heraus, ein erstmal letzter Versuch, mit Non-May-Büchern erfolgreich zu sein. (Zitat Ende)

Erwähnenswert wäre in diesem Zusammenhang allerdings auch die Edition Ustad, mit der der KMV in den 90er Jahren wieder an alte Traditionen angeknüpft hat, leider ohne eine einheitliche Ausstattung. Ich meine auch, mich zu erinnern, daß der Begriff "Welt der Abenteuer" für diese Reihe vom KMV schon verwendet wurde.
Aus der Edition "Ustad" besitze ich leider (noch) kein einziges Buch. Ich weiß nur, dass sie fast genau so erfolglos ist wie seinerzeit die WdA-Bände, obgleich alle neun bisher erschienenen Bücher zusammen günstiger sind als dieser neue Supergroßband, der im August herauskommen soll. Eine Ausnahme in punkto Verkaufszahlen bildet hier "Ein Kampf um Rom", welches mit Bänden wie "In Mekka" oder "Allah il Allah" locker mithalten kann. Auf jeden Fall aber halte ich die Edition "Ustad" für lobenswert.
(Zitat:)
Dies ist das Buch, welches ich am verzweifelsten suche. Seit drei Jahren wurde es bei ebay kein einziges Mal angeboten. (Zitat Ende)

Aber vor viereinhalb Jahren. Der Band wurde zum Jahreswechsel 2002/2003 mal bei Ebay angeboten. Ich hatte mir das Angebot sogar ausgedruckt und von daher weiß ich, daß es 7 Minuten und 40 Sekunden vor Gebotsende bei 14,01 Eu stand.
Sie ermutigen mich sehr, Herr Wiesheier! Angenommen, das Buch wird alle fünf Jahre einmal angeboten, so hätte ich in meinem Leben voraussichtlich noch mindestens 12-mal die Chance.
Zur weißen Ausgabe haben Sie im Wikipedia-Artikel schon Ergänzungen durchgeführt. Sie schreiben aber hier, daß ein aufmontiertes Titelbild vorhanden wäre. Laut meinem Augenzeugen hat diese Ausgabe aber gar kein Titelbild.
Die Angabe war ein Fehler. Ich habe es inzwischen geändert.
Gibt es eigentlich auch eine Theorie zur Farbabweichung bei den grünen Gubens?
Eine gute Frage. Vielleicht wollte man ganz einfach die Zusammengehörigkeit der Guben-Bände signalisieren. Auch hier müsste man wohl den Unipart-Verlag fragen.

Herzliche Grüße

Stefan Schawe
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rodger
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Beitrag von rodger » 23.6.2007, 15:21

Sie ermutigen mich sehr, Herr Wiesheier! Angenommen, das Buch wird alle fünf Jahre einmal angeboten, so hätte ich in meinem Leben voraussichtlich noch mindestens 12-mal die Chance.
Das Buch wird doch bei Amazon angeboten. Das hatte ich Ihnen auch gemailt.
StefanS
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Beitrag von StefanS » 24.6.2007, 13:15

Hallo rodger,
Ihre Mail ist bei mir angekommen; dafür noch vielen Dank. Bei Amazon habe ich nach dem Buch gesucht und es auch gefunden. Gewohnheitsgemäß erkundigte ich mich dann erst nach der genauen Erhaltung usw.; als ich schließlich eine Antwort erhielt, blieb es mir leider nur noch übrig, herauszufinden, dass das angebotene Exemplar verkauft worden war. :arrow: Ich könnte mich grün und blau ärgern, lass es aber lieber sein, da es mir nicht gut bekäme.

Vielen Dank und in der Hoffnung, dass mir die Wartezeit nicht allzu lang wird (erstmal habe ich noch meine Karl-May-Sammlung zu vervollständigen)
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Stefan Schawe :?
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Beitrag von Mübarek » 13.7.2007, 19:36

Hallo zusammen ! Stefan kennt mich ja schon; ich dachte aber mich auch hier einmal einzuklinken, weil ich die Reihe "Welt der Abenteuer" und "Unterhaltung für alt und jung - bzw. "Historische Romane" für sammlungswerte Bücher halte und merke, daß mich irgendwie die Leidenschaft gepackt hat. Ich merke, daß die wirklichen Erstausgaben, also die roten Bände der WdA und die wirklichen Erstausgaben der UfauJ, bzw. Historische Romane, also die mit Schutzumschlag, teilweise recht schwer zu bekommen sind. Ich habe den Historischen Roman "Der Pedlar und sein Vermächtnis" von Otto Ruppius- mit Schutzumschlag - über das ZVAB beziehen können: in gutem Zustand uns zu einem akzeptablen Preis (Glück gehabt). Insgesamt wird aber aus dieser Reihe wenig angeboten, zumindestens mit dem berühmten Schutzumschlag. Heute habe ich ein beim Karl May bestelltes Buch der USTAD Reihe aus den 90er Jahren erhalten; es hat das gleiche Format wie die Roten Bände. Diese Reihe ist also, wie hier schon gesagt wurde, durchaus empfehlenswert. Es gab mal (in den 70er und 80er Jahren) einen Flyer zu der "Reihe Welt der Abenteuer" und "Historische Romane", den ich auch hatte und der mir abhanden gekommen ist. Stefan hat mir dankenswerterweise eine Kopie geschickt, das gleiche tat auch der Karl May Verlag, mit dem Hinweis, daß keine Originale hierzu mehr existieren würde. Weiß da jemand, wie man evtl. hieran doch noch kommt; die Kopien sind durch die viele Kopiererei nicht unbedingt von hoher Qualität. Ebenfalls erhielt ich heute das bestellte Exemplar der "Sturmbraut"; eigentlich verrückt, daß dies nach über 40 Jahren noch auf Lager ist, genau wie "Sergeant Berry". Wurde eigentlich schon einmal die Romane von Sir John Retcliffe (die in der Reihe "Historische Romane" mit Schutzumschlag) im Schuber angeboten ?
Ich würde mich über Antwort freuen und verbleibe mit herzlichen Grüßen,
Dirk Althoff :)
StefanS
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Beitrag von StefanS » 17.7.2007, 21:13

Hallo!

Da sich niemand in der Lage zu befinden scheint, Dirk (Mübarek) zu antworten, möchte ich es mal versuchen.

1. Original-Flyer:
Die 4-seitige WdA-Broschüre habe ich bis jetzt noch nirgendwo original gesehen. Der einseitige Handzettel jedoch wird gelegentlich mal bei einem bekannten Internet-Auktionshaus angeboten, Stichwort: Welt der Abenteuer. Die Preise liegen in der Regel unter 10€.

2. Schuberausgabe:
Ob die Krimkrieg-Trilogie wirklich in einem Schuber verkauft wurde, weiß ich leider nicht. Laut Prospekt soll es so gewesen sein, ich habe ihn, sollte er existieren, allerdings noch nie gesehen. Auf jeden Fall hatten die Kunden damals die Wahl zwischen allen drei Bänden für 36 DM oder jeden Band einzeln für 12,80 DM, sodass man bei einem Gesamtkauf noch 2,40 DM sparen konnte.

Viele Grüße und hoffend, dass sich auch mal Andere an dieser Diskussion beteiligen
Stefan Schawe
Mübarek
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Beitrag von Mübarek » 18.7.2007, 20:09

Hallo zusammen !

Wie mir Roderich Hug aus dem Karl May Verlag bestätigte gibt es tatsächlich eine Testausgabe in weißem Leinen der Pfeifer Bände in WdA.
Der Karl May Verlag besitzt davon sogar einige wenige Exemplare im Archiv.

Vielen Dank übrigens Stefan, daß Du mir geantwortet hast, hat mir sehr geholfen.
Ist eigentlich mal wieder das Buch "Die Inseln des Käptn Kidd" von Robert Arden angeboten worden ? Im Juni wurde es m.E. über den ZVAB angeboten.

Gruß Dirk
Wolfgang Wiesheier
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Beitrag von Wolfgang Wiesheier » 18.7.2007, 22:30

Hallo,

will mich auch mal wieder an der Diskussion beteiligen.

Sehe ich das richtig, daß lediglich von den Pfeifer-Bänden die weiße Testausgabe existiert? Wenn ja, warum dann nicht von allen anderen? Und welchen Zweck sollte diese Testausgabe haben? Was sollte wo getestet werden? Es gibt noch einige offene Fragen, die der Klärung harren.
Daß der KMV noch solche Bände im Archiv hat, ist klar. Die haben ja alles. Dieses Archiv muß einem Sammler wie das Paradies vorkommen.

Wolfgang Wiesheier
JennyFlorstedt
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Beitrag von JennyFlorstedt » 19.7.2007, 7:13

Guten Morgen!

Darüber gab es auch an anderer Stelle eine Diskussion:
http://141.30.89.80/~thomas/maybuecher/ ... p?23,17903

Der letzte Beitrag von Wolfgang Hermesmeier lautete dort:
Das ist keine so gute Idee, weil Sammelverrückte den Begriff "Testausgabe" erfunden haben und darunter etwas verstehen, was es so nicht gab. Ich hatte zweimal beim KMV deswegen nachgefragt. Im KMV gibt es nur einen weißen Musterband für Pfeifer IV. Da wollte nur mal jemand wissen, wie das aussehen könnte. Insofern ist "Test" korrekt. Diese Variante ist aber - und so wird es wohl regelmäßig falsch verstanden - nicht am Markt getestet worden. Es dürfte keine weißen Bände in Sammlerhand geben. Meines Erachtens gibt es überhaupt keinen Grund, im Wiki diese Variante zu ergänzen. Bestenfalls könnte die Legende als Kommentar erläutert werden.
Täglich neues zu entdecken bei www.karl-may-buecher.de
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