Conrad Richter

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rodger
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Conrad Richter

Beitrag von rodger » 15.10.2005, 13:54

Dem Kalenderblatt vom 13. Oktober in Harenbergs Literatur-Tageskalender entnehme ich folgendes:

"Conrad Richter verdankt die amerikanische Literatur die wahrscheinlich anspruchsvollste und genaueste literarische Beschreibung des Lebens im "Wilden Westen" des 19. Jahrhunderts. In seinen Romanen verwob er die Folklore des Grenzlands und authentische, sorgfältig recherchierte Geschichten aus der Pionierzeit zu Familiensagas, die sich oft über mehrere Generationen erstrecken."

Das klingt doch gut. Mir sagt der Name bis jetzt gar nichts. Kennt jemand ihn und kann / mag etwas über ihn und / oder seine Werke sagen ?
andrea
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Beitrag von andrea » 16.10.2005, 22:52

Hallo Rüdiger,

habe mal gegoogelt, guckst du hier:

http://www.hycyber.com/WEST/richter_conrad.html

und hier:

http://members.tripod.com/~JCHOMA/richter.html

Da kann man doch schon eine ganze Menge nachlesen.

Mir war der Mann bisher unbekannt, aber es hört sich interessant an, was ich bisher über ihn gelesen habe.

Gruß
andrea
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Re: Conrad Richter

Beitrag von gavagai » 5.11.2005, 10:16

rodger hat geschrieben:Das klingt doch gut. Mir sagt der Name bis jetzt gar nichts. Kennt jemand ihn und kann / mag etwas über ihn und / oder seine Werke sagen ?
Wenn's derselbe ist, so sollte der Name schon was sagen: Conrad Richter gewann mit "The Waters of Kronos" immerhin den National Book Award so um 1959.
Servus, tschau, bye
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rodger
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Beitrag von rodger » 5.11.2005, 11:01

... wobei das Gewinnen von Preisen nicht unbedingt etwas über die Maßgeblichkeit von Autoren aussagt.

:wink:
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Beitrag von gavagai » 5.11.2005, 13:14

rodger hat geschrieben:... wobei das Gewinnen von Preisen nicht unbedingt etwas über die Maßgeblichkeit von Autoren aussagt.

:wink:
Richtig, aber darüber, ob man einen Autor, zumindest den Namen nach schon mal gehört (oder gar gelesen) haben sollte, vorausgesetzt es ist kein pamperl-preis, sondern ein so gewichtiger, wie der NBA. Es war übrigens 1961 als Richter zuschlug.
NBA Winners Fiction http://www.lesekost.de/varia/HHLV09.htm
NBA Foundation http://www.nationalbook.org/
Servus, tschau, bye
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rodger
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Beitrag von rodger » 5.11.2005, 13:53

1.) Ich dachte, die „Maßgeblichkeit“, und ob man von ihnen gehört und / oder sie gelesen haben sollte, hingen irgendwie doch zusammen.

2.) Ich dachte es gibt nur pamperl-preise. Ich nehme jedenfalls nichts in der Richtung ernst, aber wenn Ihre Welt in der Hinsicht noch heil ist, freut es mich für Sie.

3.) Sind nicht Preisverleihungen oft der Anfang vom Ende, aufs Podest stellen, zum Klassiker erheben, etablieren, fernrücken (Schiller, Luther u.v.a. waren seinerzeit mal revolutionär. Heute sind sie Bildungsbürgers Lieblinge).

;)
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Beitrag von gavagai » 5.11.2005, 15:05

rodger hat geschrieben:1.) Ich dachte, die „Maßgeblichkeit“, und ob man von ihnen gehört und / oder sie gelesen haben sollte, hingen irgendwie doch zusammen.
Klar, volle Zustimmung.
2.) Ich dachte es gibt nur pamperl-preise. Ich nehme jedenfalls nichts in der Richtung ernst, aber wenn Ihre Welt in der Hinsicht noch heil ist, freut es mich für Sie.
OK, ich sehe dagegen schon einen Unterschied zwischen dem, sagen wir, "Wasserburger Löwen" für den besten Heimatdichter zwischen Attel und Ebrach und dem Nobelpreis (und das nicht nur bezogen auf die Geldmenge)
3.) Sind nicht Preisverleihungen oft der Anfang vom Ende, aufs Podest stellen, zum Klassiker erheben, etablieren, fernrücken (Schiller, Luther u.v.a. waren seinerzeit mal revolutionär. Heute sind sie Bildungsbürgers Lieblinge).
Wieder einverstanden. Ich kann aber nix Negatives und auch keinen "Anfang vom Ende" daran finden, dass es Bildungsbürger gibt, die gerne mal vom F. Schiller lesen.
Servus, tschau, bye
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Beitrag von rodger » 5.11.2005, 16:15

Den „Wasserburger Löwen“ kannte ich bislang nicht, indes hat mir seine Erwähnung gewisse Freude bereitet.

;)

Ich verstehe was Sie meinen, und so auseinander scheinen wir ja gar nicht zu sein, nichtsdestotrotz könnte ich mir denken, dass bei Preisen wie dem Leu von Wasserburg und vergleichbarem seitens der Verantwortlichen immer noch eine gewisse Liebe & ernsthafte Beschäftigung mit der Sache dabei sein mag, bei den nobleren Preisen möchte ich das zumindest teilweise stark bezweifeln. Wenn ich schon gewisse Politiker-Antlitze* sehe bei derlei Preisverleihungen, dann denke ich manchmal, an der Stelle des Preisträgers würde ich mich jetzt vielleicht auch ein bisschen schämen. Sartre z.B. sah das wohl ähnlich, ich bin also in guter Gesellschaft.

Sicher sollen sie alle in Frieden lesen, was immer ihnen Spaß macht und solange sie sozusagen lustig sind, alle Reich-Ranickischen und sonstigen Kanons rauf und runter; was ich sagen wollte mit dem „Anfang vom Ende“ war, dass sowohl Schiller als auch Luther, und viele andere, wenn sie heute sehen würden was man aus ihnen gemacht hat, das Sich-Übergeben* kriegen würden.

* Erst-Formulierung im Sinne salonfähiger correctness und common sense überarbeitet

#

Und nun noch mal zu Conrad Richter, bevor es dem einen oder anderen zu bunt wird: Laut Harenbergs Literatur-Tageskalender wurde er 1937 mit „Endlos ist die Prärie“ schlagartig bekannt, und erhielt 1951 den Pulitzer-Preis (ist das der NBA ? Sie sehen, ich weiß es nicht, und habe kein Problem damit).

;)
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Beitrag von gavagai » 5.11.2005, 20:38

rodger hat geschrieben:Und nun noch mal zu Conrad Richter, bevor es dem einen oder anderen zu bunt wird: Laut Harenbergs Literatur-Tageskalender wurde er 1937 mit „Endlos ist die Prärie“ schlagartig bekannt, und erhielt 1951 den Pulitzer-Preis (ist das der NBA ? Sie sehen, ich weiß es nicht, und habe kein Problem damit).
;)
Ich habe damit auch kein Problem und war nie der Meinung, dass man damit ein problem haben sollte. Mir ist es auch egal, wenn jemand zu Shakespeare nur "Warsteiner" einfällt.
1) Zum NBA gab ich bereits zwei Links an.
2) Zu Conrad Richter aus der Encyclopædia Britannica (falls die nicht zu elitär für Sie ist):
Richter, Conrad Michael
b. Oct. 13, 1890, Pine Grove, Pa., U.S.
d. Oct. 30, 1968, Pottsville, Pa.
American short-story writer and novelist known for his lyrical fiction about early America.
As a young man, Richter did odd jobs and at age 19 became the editor of the Patton (Pennsylvania) Courier. He then worked as a reporter and founded a juvenile magazine that he liquidated before moving to New Mexico in 1928. In an era when many American writers steeped themselves in European culture, Richter was fascinated with American history, and he spent years researching frontier life. He is best known for The Sea of Grass (1936) and his trilogy of pioneer life, The Trees (1940), The Fields (1946), and The Town (1950), the final volume of which won the Pulitzer Prize for fiction in 1951. Richter's stories are usually told in the voice of a contemporary narrator, allowing the reader to see the present and past as a continuum. Among other themes, he explored the dilemma of the identity of the American Indian, infusing some of his novels with a social consciousness. An autobiographical novel, The Waters of Kronos (1960), won the National Book Award in 1961.
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Beitrag von rodger » 5.11.2005, 20:46

gavagai hat geschrieben: 1.) zu Shakespeare nur "Warsteiner" einfällt.

2.) falls die nicht zu elitär für Sie ist
1.) Wie das ?
(Mit Shakespeare kenne ich mich einigermaßen aus und mag Kalauer, aber den versteh' ich nicht)

2.) zu elitär nicht, aber zu englisch

:mrgreen:
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