Vestalinnen

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Helmut Prodinger
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Vestalinnen

Beitrag von Helmut Prodinger » 6.4.2012, 12:48

Ich beendete nun die Lektuere von "Die Vestalinnen", von Robert Kraft.
Zumindest vom Umfange her ein gewaltiges Werk. Ueber 4000 Seiten, ohne die Zeichnungen.
Der Detektiv Nick Sharp ist eine fruehe From des Detektiven Nobody.

Reiche weibliche Waisen wollen auf eigenem Segelschiffe die Welt umrunden. Reiche Englaender, in diese Amerikanerinnen verliebt, folgen dem Schiffe Vesta auf ihrem eigenen Schiffe Amor, um die Damen zu beschuetzen. Ein drittes Schiff Blitz des halben Deutschen Hoffmann folgt, teils angeheuert, teils, weil die Braut Hoffmann's, Johanna, Sharps' Schwester ist, welche als Matrosin eingeschleust wird, damit die Maenner immer wissen, wo die Vesta gerade ist, denn es laeuft eine Wette, dasz Amor die Vesta innert 30 Tagen nie aus den Augen verliert.

In Konstantinopel werden viele Sklavinnen befreit. Die selbstauferlegte Aufgabe ist nun, diese in ihren Heimatorten abzugeben. Das garantiert viele Abenteuer. Das hat er gut konstruiert, unser Kraft.

Hoffmann ist, wie O Steinbach, ein Alleskoenner, auch schweinereich. Er firmiert auch als Deadly Dash im Wilden Westen.

Rassistische Seitenhiebe gibt es auch, dem Zeitgeschmacke entsprechend.

Dazu vertauschte Kinder, das ganze Repertoire halt.

Kein Werk, das man/frau kennen musz, aber auch nicht uebler aus "Desperate Housewives".
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giesbert
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Re: Vestalinnen

Beitrag von giesbert » 6.4.2012, 12:56

Robert Kraft gibt es übrigens in reicher Auswahl (darunter auch die Nobody und Vestalinnen) als Epub/Mobi bei MobileRead:

http://wiki.mobileread.com/wiki/Free_eB ... /ebooks-de
Martin
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Re: Vestalinnen

Beitrag von Martin » 6.4.2012, 19:43

Die Vestalinnen gehören eindeutig zu Krafts besseren Werken, im Gegensatz zu vielem, was später kam, gibts hier noch einen richtigen roten Faden, der sich durch das Werk zieht. (Und jede Menge Jules-Verne-Anspielungen)

Leider bieten die meisten verfügbaren Angebote (Antiquarisch, Nachdruck bei Ganzbiller) nur den Text der Neufassung nach 1900 und nicht den Text der Erstausgabe. (Diese Angebote sind dann meist ziemlich teuer: Antiquarische Neuausgabe für 500,- Euro gegenüber antiquarische Erstausgabe für rund 5.000,- Euro)

Weiß jemand, ob die eBooks bei MobileRead auf der Erst- oder der Neufassung basieren?
Zum Teil würde ich ja auf Neufassung tippen. Etwa bei Angaben wie Vestalinnen 3 (5+6), da dürfte die Neufassung Grundlage sein, die ja auch in 10 Teilbänden statt 5 Bänden vertrieben worden ist. Anderseits klingt ein nur als Band 6 bezeichneter Titel wieder eher wie die Erstfassung (die ja, wenn überhaupt, zumeist in Form von in 6 Bänden gebundenen Heften angeboten wird). Könnte aber natürlich auch Band 3.2 sein.
JennyFlorstedt
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Re: Vestalinnen

Beitrag von JennyFlorstedt » 7.4.2012, 13:24

Ich les mich grad durch den Nobody, nachdem mir nun auch ein E-Book-Reader zugelaufen ist.
Teilweise ist es wirklich gruslig. Im Gegensatz zu den May-Kolportagetexten kann ich hier überhaupt nicht nachvollziehen, dass Nobody mal beliebt war. Er ist deutlich unangenehmer als Oskar Steinbach.

Aber das hier ist ja nicht der Nobody-Thread...

Die Vestalinnen hab ich vor längerer Zeit mal in einem Rutsch gelesen. Damals fand ich die ganz nett. Ich bin gespannt, wie sie mir jetzt gefallen. Kommen gleich nach Nobody dran.
Täglich neues zu entdecken bei www.karl-may-buecher.de
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