Robert Kraft Biographie

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Martin
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Robert Kraft Biographie

Beitrag von Martin » 13.1.2005, 15:38

Ein kurzer Hinweis, für alle, die sich für Robert Kraft interessieren:

In der Edition Braatz und Mayrhofer erscheint Ende Februar die Robert Kraft Biographie "Unter den Augen der Sphinx" von Walter Henle und Peter Richter.
Das Buch kann vorbestellt werden unter www.robert-kraft.de
KML
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Re: Robert Kraft Biographie

Beitrag von KML » 15.1.2005, 11:05

Martin hat geschrieben:Ein kurzer Hinweis, für alle, die sich für Robert Kraft interessieren:

In der Edition Braatz und Mayrhofer erscheint Ende Februar die Robert Kraft Biographie "Unter den Augen der Sphinx" von Walter Henle und Peter Richter.
Das Buch kann vorbestellt werden unter www.robert-kraft.de
Im Leipziger Freundeskreis wird die Biografie am 24.2.2005 um 19 Uhr von einem der Autoren vorgestellt.
Veranstaltungsort ist die Stadtbibliothek. Der Eintritt ist frei.

Beste Grüße

Jenny Florstedt
Zuletzt geändert von KML am 17.1.2005, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.
Der Freundeskreis Karl May Leipzig e.V. online:
www.karl-may-leipzig.de
Cornelia Seitz

Beitrag von Cornelia Seitz » 16.1.2005, 23:53

Der Biografie über Robert Kraft von Walter Henle und Peter Richter sehe ich mit großem Interesse entgegen. Lange hat man warten müssen und nun es es soweit, dass der Leser mehr über Robert Krafts Leben und Werk erfährt.
Interessant auch die Tatsache, dass der Mitgründer des Karl-May-Verlages, E.A.Schmid, die Arbeiten Robert Krafts höher schätzt als die Werke Karl Mays.
Aber darüber lässt sich bekanntlich trefflich streiten. :D

LG Cornelia
Zuletzt geändert von Cornelia Seitz am 17.1.2005, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
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rodger
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Beitrag von rodger » 17.1.2005, 0:45

(in memoriam Werner Fink ["Macht Dir nischttrauß"]: Ach, Ihr seitz ! :lol: )

Die Biographie über Robert Kraft interessiert mich auch. Das ist wohl noch so einer, der zu mehr in der Lage gewesen wäre, sich aber bewußt für Beschränkung auf "Triviales" entschied. Irgendwo habe ich das Zitat von ihm gelesen "Dann schreibe ich eben nur noch Kolportage".
KML
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Beitrag von KML » 17.1.2005, 10:28

rodger hat geschrieben: Irgendwo habe ich das Zitat von ihm gelesen "Dann schreibe ich eben nur noch Kolportage".
Das wird in "Winnetous Blutsbruder" zitiert. Christian Heermann, der Robert Kraft ganz gern mag, hat ihm dort ein ganzes Kapitel gewidmet.

Komisch finde ich dort allerdings die Einschätzung, dass der KMV 1996/97 einige der besten Werke neu edierte. "Die neue Erde" gehört zum grässlichsten, was ich je gelesen habe.
"Die Vestalinnen", "Die Seezigeuner" oder "Detektiv Nobody" sind dagegen weitaus gefälliger - waren aber für einen Testballon vermutlich zu umfangreich.

ta
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rodger
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Beitrag von rodger » 17.1.2005, 11:28

KML hat geschrieben: "Die Vestalinnen", "Die Seezigeuner" oder "Detektiv Nobody" sind dagegen weitaus gefälliger
„gefällig“ ist allerdings ein schreckliches, für mich außerordentlich negativ besetztes Wort. Verbinde ich immer mit stromlinienförmig angepasst, zurechtgestutzt, beschnitten, harmlos, so, wie es Hinz und Kunz und Tante Lise und Onkel Otto gefällt. Friede Freude Eierkuchen; gräßlich. Kinski z.B. war alles andere als gefällig, Jesus übrigens auch, und das war auch gut so. – Aber ich nehme mal an, es war hier was anderes gemeint.

:wink:
JennyFlorstedt
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Beitrag von JennyFlorstedt » 17.1.2005, 11:52

So.. jetzt bin ich mal privat eingeloggt. :-)
"Gefällig" IST auch ein furchtbares Wort, bedeutete aber eigentlich das, was ich meinte und war schon mit Bedacht ausgewählt.
Schwere Kost sind die von mir genannten Bücher nicht.
Sie lesen sich schön und man gerät nicht in Versuchung, länger darüber nachzudenken. (Ging mir jedenfalls so.) Bücher, die man halt so runterliest, bei denen man sich amüsiert, ohne dass man sie in irgendeinen Kanon aufnehmen will, sind eben "gefällig". In die Schublade gehören für mich auch die meisten historischen Romane. Oft sehr gut recherchiert, sind sie eben doch meist trivial.
(Erstaunliche Ausnahme: "Der Medicus", der zwar den Helden am Ende einen Ruhepunkt finden lässt, aber darauf verzichtet, ein echtes happy End draus zu machen.)

Was viel mehr interessieren würde. Gibt es jemanden, der mir bei der "Neuen Erde" widerspricht?

ta
Martin
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Beitrag von Martin » 17.1.2005, 13:10

Hallo,

so besonders finde ich "Die neue Erde" nicht, habe aber auch schon schlechtere Romane gelesen. Der zweite Teil ist dabei besser als der erste, der doch schon eine gewisse rassistische Tendenz erkennen läßt. (Allerdings muß man auch die Entstehungszeit des Romans beachten)
Interessant ist in diesem Zusammenhang Robert Krafts Romanreihe "Aus dem Reiche der Phantasie". Dort sind in zwei Heften (Die indischen Eskimos, Die Totenstadt) Frühfassungen der beiden Teile von "Die neue Erde" enthalten.
Weiterhin gab es dort noch das Heft "Eine Nordpolfahrt". Das hat zwar nichts mit der Weltuntergangsgeschichte zu tun. Robert Kraft wollte die Erzählung aber scheinbar auch für seine "Neue Erde" Reihe umarbeiten. Im Anhang der KMV Ausgabe "Die neue Erde" finden sich von E.A.Schmid zusammengestellte Aufzeichnung über von Kraft geplante weitere Bände, die aber nie erschienen sind. Die "Nordpolfahrt" entspricht nun ungefähr der Inhaltsangabe der ersten Häfte des geplanten dritten Bandes.
Cornelia Seitz

Beitrag von Cornelia Seitz » 17.1.2005, 13:24

Man darf aber sicherlich davon ausgehen, dass der Karl-May-Verlag sämtliche Robert-Kraft-Ausgaben sehr stark bearbeitet hat.
Sicherlich auch die Bände die vor gut 40 Jahren in der Reihe "Welt der Abenteuer" erschienen.

LG Cornelia
Martin
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Beitrag von Martin » 20.1.2005, 16:17

Die 1996/97 in der Edition Ustad erschienen Bände sollen kaum bearbeitet sein, bei "Die neue Erde" sollen die Passagen, die für heutige Leser doch ziemlich rassistisch sind, etwas abgemildert sein.
Die in den 60er Jahren erschienen Bände (Wir Seezigeuner, Goldschiff und Vulkan) sind dagegen ziemlich stark bearbeitet.
Und auch bei dem 1918 bei Haupt & Hammond (einem Schwester-Verlag des KMV) erschienenen "Unterseeteufel" dürfte kräftig bearbeitet worden sein, zumindest war das in jener Zeit beim Karl May Verlag und dem gleichfalls zum "Verlags-Imperium" gehörenden Retcliffe-Verlag üblich.
Martin
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Beitrag von Martin » 29.3.2005, 11:41

Hallo,

jetzt ist die Biographie ja schon einige Tage raus.
Der erste Eindruck ist ganz gut. Schönes Papier, viele Farbige Abbildungen in der Optik den anderen Kraft-Bänden der Edition Braatz angepaßt.
Neben der reinen Biographie gibt es noch ein Kapitel mit dem Nachleben des Kraft`schen Werkes bis heute und einen Kurzüberblick mit den wichtigsten Ereignissen zu jedem Jahr.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch (inhaltlich und in der Ausstattung). Lediglich in den ersten Kapiteln stützen sich die Autoren etwas zu sehr auf die biographisch angehauchten Erzählungen. Bei seinen Seeerlebnissen, die Kraft in "Der Stern des Heils" verarbeitet hat, und zu denen darüber hinaus auch richtige Belege und Unterlagen existieren, wird ja aufgezeigt, daß nicht alle Details der Erzählung der Wahrheit entsprechen. In anderen Fällen, den Ereignissen, die Kraft in der Erzählungen "Nur eine Negerin" beschreibt, und zu denen keine Belege existieren, verlassen sich die Autoren dann zu sehr auf die Schilderungen Krafts, nur um am Ende des Kapitels darauf hinzuweisen, daß alles auch reine Erfindung sein könnte.
Davon abgesehen ist das Buch sehr gelungen und bietet einen schönen Einblick in das Leben von Robert Kraft.
Grafenberg
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Beitrag von Grafenberg » 29.3.2005, 11:52

>>Die 1996/97 in der Edition Ustad erschienen Bände sollen kaum bearbeitet sein...<<

Nur als Beispiel, die Seezigeuner, bei Kraft noch 5 Bände, wurden im KMV zu vier Bänden...:-)

Grüße
Thomas Grafenberg
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Beitrag von Martin » 23.5.2005, 12:50

Die Bemerkung, dass die Bände der Edition Ustad nahezu unbearbeitet sein sollen, bezog sich auf die Titel: Die neue Erde, Die Rätsel von Garden Hall, Die Wildschützen..., Die Nihilit-Expedition und König König.
Die ziemlich stark bearbeiteten Bände "Wir Seezigeuner!" und "Goldschiff und Vulkan" erschienen in der Reihe "Welt der Abenteuer".
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