True Grit

Helmut Prodinger
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True Grit

Beitrag von Helmut Prodinger » 7.7.2011, 3:24

Gestern sah ich den Film True Grit, welcher 1878 in Arkansas und Texas spielt. Es war fuer mich interessant, die
wohl recht gut getroffene Beschreibung des Lebens in dieser Gegend am Rande der Zivilisation mit derjenigen von May zu
vergleichen, die er sich selbst zurechtgelegt hat.
Hermine
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Re: True Grit

Beitrag von Hermine » 7.7.2011, 11:34

Helmut Prodinger hat geschrieben:Gestern sah ich den Film True Grit.........
wie witzig - ich auch.

:D

Aufgrund einer angeregten Diskussion in einem anderen Forum, ob nun die alte oder die neue Verfilmung besser ist, hab ich mir mal wieder die alte Version (Der Marshal) mit John Wayne als Rooster Cockburn angeguckt ..... welche hast Du gesehen?
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rodger
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Re: True Grit

Beitrag von rodger » 7.7.2011, 11:58

Wenn er schreibt er hat True Grit gesehen hat er True Grit gesehen ...

8)

(Entschuldige daß ich mich einmische aber th'is clear ...)

:D

Beide Filme stehen sozusagen auf meiner "To do" - Liste, aber man kommt ja zu nichts ... ich kaufe alle 14 Tage treu und brav die in Folgen erscheinende Wayne-Edition und gucke sie mir mittlerweile gar nicht mehr an, auch das ist erstmal vertagt ... es sind noch so viele 'Bonanza'-Folgen zu sehen, Hessebände zu lesen, von May u.v.a. gar nicht zu reden ... außerdem gibt's noch Beruf, Partnerschaft, Hobbys, usw. usf. ...

8)

Übrigens die Sache mit dem sich selbst zurechtlegen bei May sehe ich immer etwas anders ... seine Erzählungen sind halt Gleichnisse, um den wahren Westen, den wahren Orient usw. geht es nicht oder allenfalls am Rande ... insofern ist das [eigentlich] kein Kriterium das mit dem sich selber zurechtlegen ...
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Re: True Grit

Beitrag von Hermine » 7.7.2011, 12:14

rodger hat geschrieben:Wenn er schreibt er hat True Grit gesehen hat er True Grit gesehen ...

8)

(Entschuldige daß ich mich einmische aber th'is clear ...)

:D

...
Du darfst Dich gerne einmischen..... aber so klar ist es eben nicht - "Der Marshal" heißt in der Original-Version nämlich auch "True Grit"
..... und die DVD zur Neuverfilmung ist erst seit einer Woche auf dem Markt - daher meine (neugierige) Frage.
Helmut Prodinger
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Re: True Grit

Beitrag von Helmut Prodinger » 7.7.2011, 12:18

Man gab mir (hier in China) die neue Version, also sah ich diese.
Keinesfalls war mein Vergleich mit May(')s Westen abwertend fuer den Autor,
denn, wie schon formuliert wurde, findet alles irgendwie in Sachsen statt. Das finde
ich sehr treffend.

Ich wuerde, wenn ich sie haette, auch die alte Version ansehen.
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rodger
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Re: True Grit

Beitrag von rodger » 7.7.2011, 12:30

Hermine hat geschrieben:so klar ist es eben nicht - "Der Marshal" heißt in der Original-Version nämlich auch "True Grit"
..... und die DVD zur Neuverfilmung ist erst seit einer Woche auf dem Markt
:oops:

Entschuldigung ...

:wink:
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rodger
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Re: True Grit

Beitrag von rodger » 7.7.2011, 12:32

Helmut Prodinger hat geschrieben: Keinesfalls war mein Vergleich mit May(')s Westen abwertend fuer den Autor,
denn, wie schon formuliert wurde, findet alles irgendwie in Sachsen statt. Das finde
ich sehr treffend.
Danke ...

Wohltuend, yes, daß es auch mal ein anderer so sieht ...

(es haben schon einige so gesehen, ich weiß, aber derzeit (in diesen läppisch faden Jahren) scheinen die nüchternen Nur-Kopfmenschen oder auch Nichts- oder Wenigmerker doch ein wenig Oberwasser oder gar das vermeintliche Sagen zu haben in Sachen May ... da landet unsereins (Nein, nicht unsereiner, unsereins ist schon richtig, soll einen Plural andeuten) schnell in der 'Spinner' - Schublade ... Hatten wir kürzlich hier im Forum; wenn einer über Zahlen, Fakten, Fahrkarten, Postkarten und dergleichen hinaus auch noch andere Dinge wahrnimmt, schlußfolgert, spürt, erkennt, dann ist er halt ein Spinner ...)
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Re: True Grit

Beitrag von Helmut Prodinger » 7.7.2011, 13:27

Waehrend ich nun im Reich der Mitte fuer ca 3 Euro ordentlich asz und viel Bier trank, dachte ich nach:
Wikipedia sagt, dasz die englischen Versionen beide True Grit heiszen, offenbar gab es aber verschiedene deutsche Titel.
Jedenfalls habe ich die englische Ausgabe der 2010 Verfilmung mit chinesischen Untertiteln.

Ich musz mal wieder diesen Methusalem/Ehrenwort ansehen: feinste Schnitzereien sah ich im Museum, aber nicht aus
Elfenbein. Ueber den Opiumgenusz der Bewohner konnte ich mir kein Bild machen, denn ich arbeitete recht viel, und es ist so heisz & schwuel, dasz es mir wenig Freude macht, in der Gegend herumzuirren.

Arkansas ist doch auch die Heimath von Bill Clinton. Dasz es in den Bergen im Winter dort kalt sein kann ist im Film zum Ausdrucke gekommen. [May liesz auch kein Dativ-e aus!]
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Re: True Grit

Beitrag von rodger » 7.7.2011, 13:36

Helmut Prodinger hat geschrieben: Ich musz mal wieder diesen Methusalem/Ehrenwort ansehen
Auch da konnte ich mich übrigens beim letzten Lesen des Eindrucks nicht erwehren, daß es meerschtenteels um Zustände in Deutschland [& überall] geht ... so verpackt daß es vielleicht schwer zu erkennen ist ...
Helmut Prodinger hat geschrieben: Arkansas ist doch auch die Heimath von Bill Clinton. Dasz es in den Bergen im Winter dort kalt sein kann ist im Film zum Ausdrucke gekommen. [May liesz auch kein Dativ-e aus!]
Und Clinton ließ offenbar allerhand anderes nicht aus ... Was dem einen sein Dativ-e ... "Meer" statt "Meere" in Band 88 [!] fällt mir natürlich auch gleich wieder ein, vergleiche eigener Thread, wie gesagt, was dem einen ...

:lol:
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Re: True Grit

Beitrag von Hermine » 7.7.2011, 17:07

rodger hat geschrieben:...... wenn einer über Zahlen, Fakten, Fahrkarten, Postkarten und dergleichen hinaus auch noch andere Dinge wahrnimmt, schlußfolgert, spürt, erkennt, dann ist er halt ein Spinner ...)
Ich hab durchaus ein Faible für "Spinner"

:wink:

..... drum lese ich u.a. auch Karl May (im Moment "Mein Leben und Streben" im Internet, weil das in meinen Illustrierten Werken leider nicht enthalten ist).... und da hab ich grad - passend zum Thema - Folgendes gefunden:

"Ich habe stets eine Hinneigung zum Symbolismus gehabt, und zwar nicht nur zum religiösen. (...)

Auch ich habe diese Weissagung gesungen, und genau so, wie die Gemeinde sie von mir hörte, so wirkt sie noch heute in mir fort und klingt von mir hinaus bis in die fernsten Kreise meiner Leser, wenn auch in andern Worten, zwischen den Zeilen meiner Bücher."
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Re: True Grit

Beitrag von Helmut Prodinger » 12.7.2011, 2:26

Und nun, auf meinem Rueckfluge, im Flugzeuge, das neudeutsch oft als "Flieger"
bezeichnet wird, konnte ich die 1979-Version sehen (im englischen Originale).
Die moderne Version finde ich ungleich staerker. Die John Wayne-Version ist
wohl ein gelungener Western [ich kenn' mich in dem Genre nicht aus], aber den
Regiebruedern gelang ein kleines Meisterwerk. Die Schauspielerleistungen sind viel besser. John Wayne ist eine Legende, ja, aber vergleichsweise hoelzern. Kim Darby wirkt wie "Heidi in Arkansas", und Glen Campbell ist ja wohl eher ein Countrysaenger?! Es gab auch einen gleichnamigen Rockmusiker, oder?
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Re: True Grit

Beitrag von rodger » 12.7.2011, 8:43

Das macht neugierig.
John Wayne ist eine Legende, ja, aber vergleichsweise hoelzern.
Kein Einspruch. Er kann aber manchmal auch sehr gut sein, z.B. in einer Szene gegen Ende von "Die grünen Teufel" (siehe Thread "30 x John Wayne").
Kim Darby wirkt wie "Heidi in Arkansas"
'... fällt mir, wenn ich an diesen Ausspruch denke, M.V. ein ...'

:D

(Wer mit M.V. gemeint ist wird dezenterweise nicht verraten. Es könnte z.B. auch Mayer Vorfelder sein.)

:lol:
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Re: True Grit

Beitrag von markus » 12.7.2011, 9:08

Mecklenburg-Vorpommern, Münsterländische Volkszeitung, oder diese Maschine hier: http://www.thecreeper.net/mv/chick_on_an_mv750.jpg ?

:mrgreen:
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rodger
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Re: True Grit

Beitrag von rodger » 12.7.2011, 9:20

one hundred percentig good maschine, war so ein Spruch in meiner Jugend, hat ein Mitschüler namens Springer immer gesagt, fiel mir gerade ein, nach knapp vierzig Jahren. Dabei habe ich nie allzuviel von Motorrädern verstanden. Damals rein gar nichts, und heute bin ich aus dem Alter schon fast wieder raus.

:D
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Re: True Grit

Beitrag von Hermine » 12.7.2011, 11:23

Helmut Prodinger hat geschrieben:Die moderne Version finde ich ungleich staerker. Die John Wayne-Version ist
wohl ein gelungener Western [ich kenn' mich in dem Genre nicht aus], aber den
Regiebruedern gelang ein kleines Meisterwerk. Die Schauspielerleistungen sind viel besser. John Wayne ist eine Legende, ja, aber vergleichsweise hoelzern. Kim Darby wirkt wie "Heidi in Arkansas", und Glen Campbell ist ja wohl eher ein Countrysaenger?! Es gab auch einen gleichnamigen Rockmusiker, oder?
Kein Einspruch Euer Ehren ... das seh ich genauso. Die Matti in der Neuverfilmung war einfach grandios und der skurrile Humor der Coen-Brüder gefällt mir sehr.
Ich mag den DUKE (Wayne) ...... und den Oscar für seine Rolle als Rooster Cockburn hat er wohl auch verdient (wobei das für mich so ein Alibi-Oscar war... für alle Oscars, die er bis dato nicht gewonnen hat). Ich hätte ihm den Preis schon für Ethan Edwards in "Der schwarze Falke" (The searchers) verliehen .... aber mich fragt ja keiner.....
:wink:
Jeff Bridges als versoffener Marshal wirkte wesentlich authentischer ... er hatte ja in "Crazy Heart" schon Gelegenheit zum Üben und wurde dort mit dem Oscar belohnt.
Glen Campbell (soweit ich weiß, gibt's nur einen) würde ich mal salopp als Country-Pop-Sänger bezeichnen. Seine bekanntesten Stücke waren "By The Time I Get to Phoenix" und "Galveston" .
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