Bei ZVAB aufgelesen

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rodger
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von rodger » 22.11.2010, 19:26

(gehört nicht direkt zum Thema aber fällt mir zu der Sache mit dem Zitieren aus Bearbeitungen ein)

Stolte hat seiner Doktorarbeit zu Winnetou IV meines Wissens die Version mit Hammerdull und Holbers statt Pappermann zugrundegelegt, das ist die Steigerung ...
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Helmut
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Helmut » 22.11.2010, 19:45

Übrigens hat A.S. im letzten Kapitel von "Sitara", quasi als Anhang, das ganze noch auf Adalbert Stifter angewendet, allerdings hat er da "rausgekriegt", dass der "heterosexuell" war.

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Helmut
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Helmut » 22.11.2010, 19:51

Und die Begründung, dass er (A.S.) ausgerechnet die (Freudsche) Traumdeutung angewendet hat, ist auch (finde ich) interessant:
May muss nämlich als notorischer "Vielschreiber", der auch so gut wie nie korrigiert hat, seine Romane wie in Trance (oder eben im Traum) geschrieben haben, also muss eben zum Teil das "Bewußtsein" ausgeschaltet gewesen sein, und sehr viel aus dem Unterbewußten in seine Werke eingeflossen sein.

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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Thomas Math » 22.11.2010, 19:53

Wobei anzumerken bleibt,.dass die Freudsche Traumdeutung kompletter Unsinn ist.
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rodger
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von rodger » 22.11.2010, 20:07

Auch die Träume sind wahr, sagen die Indianer, es gibt andere Welten im Universum

(Thomas Jeier, Auf Winnetous Spuren, S. 7)
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Thomas Math » 22.11.2010, 23:55

rodger hat geschrieben:Auch die Träume sind wahr, sagen die Indianer, (Thomas Jeier, Auf Winnetous Spuren, S. 7)
Die muessen es ja wissen,da sie staendig auf irgendwelchen Drogen sind.
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 23.11.2010, 0:17

Die Freudsche Traumdeutung als kompletten Unsinn zu bezeichnen, geht vielleicht ein bisschen zu weit, aber so ungefähr stimme ich Herrn Math - in diesem Falle - durchaus zu. :wink:

Andrerseits meine ich schon, dass (manche) Träume bedeutsam sind und wichtige Botschaften enthalten können. Freuds Analysen freilich helfen uns nur selten weiter.
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Helmut Prodinger » 23.11.2010, 21:55

Ich las die Traumdeutung 1978, natuerlich auf Grund meiner Schmidt-Lektuere. Richtig oder falsch, da masze ich mir keine Urteil an, aber die Lektuere ab der Seite 100 ungefaehr war ganz unterhaltsam.

Mich wundert, dasz Herr Pfarrer W den Kondomdurchbruch von Papst Beni
noch nicht durchgenommen hat!
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von markus » 23.11.2010, 22:14

Helmut Prodinger hat geschrieben:...Kondomdurchbruch...
Die Wand die angeblich durchbrochen wurde, ist nicht einmal angeritzt worden. Aber dafür daß es 400 Jahre gedauert hat bis Galileo Galilei vom Papst rehabilitiert wurde, sind diese 100 Jahre seit der Erfindung des ersten Kondoms durch Herrn Fromm ja eine wahre Blitzentscheidung.
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Thomas Math » 23.11.2010, 22:31

Freuds Traumdeutungen sind ganz amuesant zu lesen,gebe ich gerne zu so wie das Horoskop in der Tageszeitung.
Leider verfiel Freud dem Wahn,das er Wissenschaftliches statt Fiction schrieb und hat damit wie es scheint so manchen wissenschaftlich Unbedarften angesteckt.

Was geht mich die Einstellung des Papstes zu irgendeinem Thema ,das die menschliche Sexualitaet betrifft an,ich frage auch nicht meinen Klempner um Rat bei schwierigen Patienten.
Oder anders gesagt der Mann hat keine Ahnung wovon er spricht und ist auch noch stolz darauf.
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von rodger » 23.11.2010, 22:33

Die Einlassungen eines Nichtkatholiken über die Moralauffassungen des Papstes sind ungefähr so bedeutend als wenn sich der Papst über die Trainingsmethoden des AC Mailand äußerte.
(Michael Klonovsky)

(hab' ich zwar auch schon am 2. Mai 2009 hier gebracht im Forum, aber gern nochmal. Glücklicherweise fiel mir gerade wieder ein, daß da mal was überzeugend vorgetragenes war mit Katholizismus und Mailand, und per Suchfunktion hab' ich's gefunden. Ich bin zwar kein Katholik, stimme aber Klonovsky voll zu.)

8)

(Wenn Freigeister wie Döblin oder Huysmans im fortgeschrittenen Erwachsenenalter zum Katholizismus konvertieren, dann muß wohl irgendetwas daran sein ...)
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von markus » 23.11.2010, 23:08

rodger hat geschrieben:
Die Einlassungen eines Nichtkatholiken über die Moralauffassungen des Papstes sind ungefähr so bedeutend als wenn sich der Papst über die Trainingsmethoden des AC Mailand äußerte.
(Michael Klonovsky)
Dann darf ich aber als Katholik. Ich stimme Herrn Math in dem Punkt zu. Ich würde es einfach so sagen: Der Papst sieht die Realitäten nicht oder will sie nicht sehen (wie so viele kath. Geistliche, gibt aber erfreulicherweise auch Ausnahmen). Aber ein Erwachsener, frei denkender Mensch kann ja selbst entscheiden und braucht sich nichts vom Papst vorschreiben zu lassen.
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 23.11.2010, 23:48

Sag ich ja! (Im Ernst-Jünger-Thread, 21.11., 13.06 Uhr)
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von Thomas Math » 24.11.2010, 0:06

Dass Aussagen der katholischen Kirchenvertreter fuer mich ohne jede Relevanz sind ,ist schon klar.
Was mich stoert ist,dass jemand ohne jegliche Erfahrung in diesem Subjekt ueberhaupt meint,Aussagen treffen zu koennen und damit durchaus auch unkritische Menschen negative beeinflusst.
Ich habe mal eine zeitlang in Manila gearbeitet und da wurden von manchen armen Bauern Kondome abgelehnt,weil die Kirche sie verteufelte.
Den schaedlichen Einfluss der Kirche darf man nicht unterschaetzen auch wenn sich der in westlichen Gesellschaften in Grenzen haelt.Der Aufklaerung sei dank.
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Re: Bei ZVAB aufgelesen

Beitrag von rodger » 24.11.2010, 0:30

markus hat geschrieben: Dann darf ich aber als Katholik.
Katholik (oder Anhänger irgend einer anderen Religion oder Richtung) im engeren Sinne wird man nicht durch Geburt, und weil die Eltern es halt waren, sondern durch bewußte Entscheidung. Steht schon bei Lessing ("ein Mann wie Du bleibt da nicht stehen, wo der Zufall der Geburt ihn hingeworfen ..."). - Das soll nun nicht heißen, daß es bei Dir so oder so wäre, was weiß denn ich, sondern ein allgemeiner Hinweis sein.
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