Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

markus
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 12:10

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:Mein Vater hat sich über Englisch bzw. Amerikanisch exakt genauso geäußert wie Markus' Vater. :D Nun ist Markus aber eine Generation jünger als ich. Offenbar wird das Unbehagen über ›das Amerikanische‹ von Generation zu Generation weitergegeben. :wink:
Da wär ich mir nicht so sicher. Ich bin was meine Generation betrifft sicher mehr oder weniger ein Einzelfall. Und was die jüngere Generation betrifft, ist es noch schlimmer. Die wachsen ja damit auf und finden das alles hip und cool. Kriegste bei denen auch alles nicht mehr raus.
Genau wie moderne Technik. Dafür haben die von alter Technik wie Schallplatten und Kassetten kaum eine Ahnung.

Ich gehör ja noch knapp zur Generation 'Wählscheibe'. Ich habe also dieses Zeitalter noch miterlebt. Und bei uns im Werk wo ich arbeite, hängt außerhalb eines Gebäudes noch ein altes, klobiges Telefon mit Wählscheibe, das wohl noch vom 'alten Fritz' zu stammen scheint und einmal mußte ein Azubi (seinem Alter nach zu urteilen stammte er deffinitiv nicht aus der "Wählscheiben-Generation") damit jemanden anrufen und einige von uns standen dabei und haben sich kaputt gelacht. Er steckte doch tatsächlich seinen Finger in die jeweiligen Löcher für die Telefonnummer und wunderte sich, daß er keinen Anschluß bekam (vielleicht wunderte er sich auch, daß diese Scheibe, wenn man sie leicht berührte, sich hin und her drehte; sollte mal wieder fester angeschraubt werden :wink: :mrgreen: ).

:lol:
Thomas Math
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 16:23

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:Mein Vater hat sich über Englisch bzw. Amerikanisch exakt genauso geäußert wie Markus' Vater. :D Nun ist Markus aber eine Generation jünger als ich. Offenbar wird das Unbehagen über ›das Amerikanische‹ von Generation zu Generation weitergegeben. :wink:
Vor allem von Menschen die im Grunde keine Ahnung haben.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 16:28

markus hat geschrieben: Genau wie moderne Technik. Dafür haben die von alter Technik wie Schallplatten und Kassetten kaum eine Ahnung.
Wer braucht auch sowas noch,wo CDs und Blu-rays doch viel besser sind.Du reitest ja auch nicht zur Arbeit.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 16:52

Thomas Math hat geschrieben:
markus hat geschrieben: Genau wie moderne Technik. Dafür haben die von alter Technik wie Schallplatten und Kassetten kaum eine Ahnung.
Wer braucht auch sowas noch,wo CDs und Blu-rays doch viel besser sind.Du reitest ja auch nicht zur Arbeit.
Brauchen tut das sicher kaum noch einer. Aber Burgen und Schlösser braucht auch keiner mehr, aber es gibt sie noch und es gehört zur Allgemeinbildung wenigstens schonmal von ihnen gehört zu haben.

Wenn der Unterhalt nicht zu aufwendig und so teuer wäre, würde ich glatt zur Arbeit reiten.

8)
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Helmut » 25.5.2010, 17:05

Ich hingegen bin, als Angehöriger der ersten (Voll-)Nachkriegsgeneration in der amerikanischen Besatzungszone als fleißiger Hörer des American Forces Network Nuremberg ("Nürnberg" is the german word for "Nuremberg" habe ich letzthin in einem amerikanischem Wörterbuch gelesen) eher mit dem amerikanischen Englisch "im Ohr" aufgewachsen. Erst später auf dem Gymnasium hat man mir dann die "richtige" Aussprache beigebracht.
Beim AFN Nuremberg waren als Sprecher offenbar meist Soldaten aus den Südstaaten eingesetzt, deren besonderer "Singsang" (ein Satz ist ein Wort) mir teilweise von daher immer noch im Ohr ist. Ich habe z.B. Jahre gebraucht, bis ich herausfand, dass "dudorsedan" (kam in den Autoangeboten häufig vor) eigentlich 3 Worte sind (Two door sedan = zweitürige Limousine).

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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 17:12

Wir koennten jetzt lange argumentieren,was denn die "richtige" Aussprache ist.Ich behaupte mal die die von der Mehrheit der Sprecher bevorzugt wird also ganz klar das modernere nordamerikanische Englisch.
Was den Suedstaaten und schwarzen "Dialekt" angeht so verstehe ich den auch kaum und finde ihn fuerchterlich.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 17:13

Bei uns waren ja die Engländer. Vielleicht daher.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 17:14

markus hat geschrieben:
Thomas Math hat geschrieben:
markus hat geschrieben: Genau wie moderne Technik. Dafür haben die von alter Technik wie Schallplatten und Kassetten kaum eine Ahnung.
Wer braucht auch sowas noch,wo CDs und Blu-rays doch viel besser sind.Du reitest ja auch nicht zur Arbeit.
Brauchen tut das sicher kaum noch einer. Aber Burgen und Schlösser braucht auch keiner mehr, aber es gibt sie noch und es gehört zur Allgemeinbildung wenigstens schonmal von ihnen gehört zu haben.

Wenn der Unterhalt nicht zu aufwendig und so teuer wäre, würde ich glatt zur Arbeit reiten.

8)
Burgen und Schloesser also jahrhunderte alte steingewordene Geschichte mit schnelllebigen Produkten zu vergleichen faellt auch nur Dir ein.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 17:15

markus hat geschrieben:Bei uns waren ja die Engländer. Vielleicht daher.
Ich hoffe von denen habt ihr nicht die Arbeitsmoral und die gute Kueche uebernommen.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 17:16

Der deutsche "Südstaatendialekt" ist für mich auch schwer zu verstehen, aber fürchterlich ist der nicht...

:lol:
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 17:19

Thomas Math hat geschrieben:Burgen und Schloesser also jahrhunderte alte steingewordene Geschichte mit schnelllebigen Produkten zu vergleichen faellt auch nur Dir ein.
Mal nicht neidisch werden... :wink:

Aber tröste dich, du benutzt wenigstens die neue deutsche Rechtschreibung, was mir nie einfallen würde... :P :lol:
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 17:23

Thomas Math hat geschrieben:
markus hat geschrieben:Bei uns waren ja die Engländer. Vielleicht daher.
Ich hoffe von denen habt ihr nicht die Arbeitsmoral und die gute Kueche uebernommen.
Letzteres ist glaube ich nach Amerika ausgewandert. Wir haben nur deren gute Musik übernommen. Und deren Lieblingssportart, das wir perfektioniert haben.

:wink: :mrgreen:
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Helmut » 25.5.2010, 17:24

Thomas Math hat geschrieben:Wir koennten jetzt lange argumentieren,was denn die "richtige" Aussprache ist.Ich behaupte mal die die von der Mehrheit der Sprecher bevorzugt wird also ganz klar das modernere nordamerikanische Englisch.
Was den Suedstaaten und schwarzen "Dialekt" angeht so verstehe ich den auch kaum und finde ihn fuerchterlich.
Es ist wohl einfach falsch, dass dies Nordstaaten-Nordamerikanische Englisch von der Mehrheit der englischsprechenden Menschen gesprochen wird. Dies ist vermutlich nicht einmal mehr in den USA so, denn dieser Teil der Bevölkerung der USA sind ja wohl mittlerweile auch dort in der Minderheit. Und wenn man dann noch englischsprachige Einwohner Indien und Afrikas dazu nimmt, ...

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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 17:55

Hier mal der Unterschied zwischen amerikanischen Englisch und britischen Englisch anhand von zwei Filmausschnitten in denen auch jeweils gezeigt wird wie in amerikanischen Filmen jemand umgebracht wird und wie das in England der Fall ist (Achtung! Im amerikanischen Film wird viel ein Wort mit F benutzt :wink: ).

Amerika: http://www.youtube.com/watch?v=hMPA3_qq ... re=related

England: http://www.youtube.com/watch?v=87U0xi9YmjA

:)
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 18:39

Helmut hat geschrieben:
Thomas Math hat geschrieben:Wir koennten jetzt lange argumentieren,was denn die "richtige" Aussprache ist.Ich behaupte mal die die von der Mehrheit der Sprecher bevorzugt wird also ganz klar das modernere nordamerikanische Englisch.
Was den Suedstaaten und schwarzen "Dialekt" angeht so verstehe ich den auch kaum und finde ihn fuerchterlich.
Es ist wohl einfach falsch, dass dies Nordstaaten-Nordamerikanische Englisch von der Mehrheit der englischsprechenden Menschen gesprochen wird. Dies ist vermutlich nicht einmal mehr in den USA so, denn dieser Teil der Bevölkerung der USA sind ja wohl mittlerweile auch dort in der Minderheit. Und wenn man dann noch englischsprachige Einwohner Indien und Afrikas dazu nimmt, ...

Helmut
Ich meinte nur Muttersprachler und da gibt es ja wohl in Nordamerika mehr als in Grossbritannien und Suedafrika, in Indien ist Englisch zwar lingua franca aber eben Zweit oder Drittsprache und auch hier gewinnt das modernere amerikanische Englisch sehr schnell an Einfluss.Suedstaaten Englisch ist kein Dialekt sondern schlicht ein Akzent der schnell zu verlieren ist und auch immer seltener wird,mal abgesehen von der schwarzen und ungebildeten Bevoelkerung.
Wir haben gute Freunde aus Portsmouth die jedes Jahr ein paar Wochen bei uns Urlaub machen und es ist faszinierend zu sehen, wie ihre Kinder den Akzent unserer annehmen und ihr suedbritisches Englisch verlieren zumindest fuer ein paar Wochen im Jahr.
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