Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Thomas Math
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 22.5.2010, 19:45

markus hat geschrieben: Wenn ich ehrlich bin, keine einzige 100%ig, nicht mal deutsch vernünftig. Aber ich komm damit gut zurecht.

:wink:
Schade, naechstesmal wenn Du eine andere Sprache kritisierst erinnerst Du Dich sicher daran.
markus
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 22.5.2010, 20:16

Ich habe keine andere Sprache kritisiert. Ich habe nur geschrieben, daß mir das viele englisch im Alltag, vor allem wenn es ohne Sinn und Verstand zusammen mit dem deutschen verwendet wird, auf den Keks geht und daß ich Sprachen aus dem romanischen Sprachraum (spanisch, französisch, italienisch etc.) melodischer finde, als englisch und sogar deutsch. Dazu muß ich die Sprachen aber erstmal nicht beherrschen. Das sind halt nur ganz subjektive Eindrücke.

8)
Thomas Math
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 22.5.2010, 20:33

Ich habe die deutsche Sprache immer fuer eine sehr praezise und schoene Sprache gehalten.Das in neuerer Zeit ins Deutsche viele Anglizismen aufgenommen werden ist doch verstaendlich.Englisch ist die weltweite Sprache der Wissenschaft und Wirtschaft.Was mich stoert ist das miserable Deutsch mancher Deutschen gewuerzt mit unnoetigen Anglizismen.
Ich war vor ein paar Jahren in Deutschland um einen Vortrag ueber Infektionen in der Onkologie zu halten und wurde nach dem Vortrag auf Englisch gefragt,von deutschen Aerzten,obwohl ich deutsch spreche,konnte ich die Fragen nur Englisch beantworten.Das liegt daran, dass der ueberwiegene Teil meiner wissenschaftlichen Ausbildung in Englisch war und die gesamte Literatur heutzutage in dieser Sprache publiziert wird.
Was mich auch erstaunte ist,wie schlecht das gesprochene Englisch so mancher deutscher Akademiker ist,ich hoffe nur ihr Deutsch ist besser.
Zwockel

Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Zwockel » 22.5.2010, 22:08

Thomas Math hat geschrieben:Ich habe die deutsche Sprache immer fuer eine sehr praezise und schoene Sprache gehalten.Das in neuerer Zeit ins Deutsche viele Anglizismen aufgenommen werden ist doch verstaendlich.Englisch ist die weltweite Sprache der Wissenschaft und Wirtschaft.Was mich stoert ist das miserable Deutsch mancher Deutschen gewuerzt mit unnoetigen Anglizismen.
Ich war vor ein paar Jahren in Deutschland um einen Vortrag ueber Infektionen in der Onkologie zu halten und wurde nach dem Vortrag auf Englisch gefragt,von deutschen Aerzten,obwohl ich deutsch spreche,konnte ich die Fragen nur Englisch beantworten.Das liegt daran, dass der ueberwiegene Teil meiner wissenschaftlichen Ausbildung in Englisch war und die gesamte Literatur heutzutage in dieser Sprache publiziert wird.
Was mich auch erstaunte ist,wie schlecht das gesprochene Englisch so mancher deutscher Akademiker ist,ich hoffe nur ihr Deutsch ist besser.
Die englische Sprache ist eher simpel und wenig ausdruckstark. Die deutsche Sprache ist variantenreicher und bietet bessere Ausducksmöglichkeiten. Siehe Goethe, der die deutsche Sprache enorm zu kultivieren wußte.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 23.5.2010, 1:39

Zwockel hat geschrieben:
Die englische Sprache ist eher simpel und wenig ausdruckstark. Die deutsche Sprache ist variantenreicher und bietet bessere Ausducksmöglichkeiten. Siehe Goethe, der die deutsche Sprache enorm zu kultivieren wußte.
Auch die englische Sprache kann durchaus kompliziert und ausdrucksstark sein aber ans Deutsch da hat Zwockel recht kommt sie nicht heran.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Helmut Prodinger » 23.5.2010, 4:33

Lieber Doktor Math, ich beobachtete es auch immer wieder: die Englisch-Kenntnisse deutscher Menschen sind zumeist sehr bescheiden. Sie koennen auch auf youtube sehr peinliche englische Ansprachen deutscher Politiker finden. Ganz anders ist das mit Skandinaviern und Hollaendern. Manche Menschen bringen das in Zusammenhang damit, dasz alle englischen Filme vollsynchronisiert daherkommen. In den Schulen wird Englisch wohl unterrichtet, aber das scheint nicht sehr zu greifen.
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Helmut
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Helmut » 23.5.2010, 18:31

Mal wieder "some useless informations" (Jagger/Richards) von mir.
Das in den USA gesprochene Englisch (auch "amerikanisches Englisch" genannt) ist in Wortschatz, Schrift und Aussprache dem ursprünglichen (britischen) Englisch gegenüber wesentlich vereinfacht. Diese Vereinfachung wurde bewusst herbeigeführt, um den vielen nicht-englischsprechenden Einwanderern das Erlernen dieser Sprache zu erleichtern.
(Leider) hat sich diese Form der englischen Sprache weltweit durchgesetzt.

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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 23.5.2010, 18:35

Helmut hat geschrieben:Mal wieder "some useless informations" (Jagger/Richards) von mir.
Das in den USA gesprochene Englisch (auch "amerikanisches Englisch" genannt) ist in Wortschatz, Schrift und Aussprache dem ursprünglichen (britischen) Englisch gegenüber wesentlich vereinfacht. Diese Vereinfachung wurde bewusst herbeigeführt, um den vielen nicht-englischsprechenden Einwanderern das Erlernen dieser Sprache zu erleichtern.
(Leider) hat sich diese Form der englischen Sprache weltweit durchgesetzt.

Helmut
Also US-English ist natuerlich sehr nahe am britischen Englisch in sofern ist diese Vereinfachung nicht ganz richtig.Bestimmte Worte der Einwanderer wurden uebernommen (vor allem Deutsche) und manche Saetze zusammengezogen,auch das laestige verstaerkende Fragen am Ende eines Satzes gibt es so nicht (Isnt't he ?.)Aber ansonsten sind die Grammatik und der Wortschatz
fast identisch.Wenn schon "schlechtes" Englisch faellt mir Australien ein.
Im uebrigen da hat Helmut recht US-Englisch (wobei man in Kanada sehr aehnlich spricht) ist mittlerweile das dominierende Englisch so z.B. auch in Indien oder China.
Was ganz gut ist,das Queen's Englisch habe ich nie gemocht,ganz zu schweigen davon,dass das in Grossbritannien eh kaum einer spricht.Dort gibt es naemlich auch zahlreiche Dialekte oder Versionen des Englisch.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Helmut » 23.5.2010, 18:53

Zum Beispiel:

"color" (a.E.), jedoch "colour" (b.E.)
"neighbor" (a.E.) jedoch "neighbour" (b.E.)
"tonite" (a.E.) jedoch "tonight" (b.E.)

Solche und ähnliche Vereinfachungen meinte ich, wobei ich nicht sicher bin, ob letzeres "anerkannte Schreibweise" ist.
Dazu kommt noch, dass die (britische) englische Sprache den mit Abstand größten Wortschatz aller europäischen Sprachen hat. Verwendet wird allerdings nur ein sehr kleiner Bruchteil davon, d.h. der aktive Wortschatz (insbesondere des amerikanischen) Englisch ist eher der kleinste der europäischen Sprachen.

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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 23.5.2010, 19:06

Man koennte auch noch center statt centre sagen etc.Aber im Grunde sind dies nur Kleinigkeiten und wie ich von britischen Freunden weiss,setzt sich auch dort mehr und mehr die amerikanische Schreibweise durch.
Was den Wortschatz angeht,so habe ich mal gelesen ,dass die meisten Menschen nur ungefaehr 1000 Worte ihrer eigenen Sprache kennen und damit ganz gut kommunizieren koennen.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 24.5.2010, 22:18

Das 'British English' habe ich immer besser verstanden als das 'American English', was auch an der Aussprache und der Betonung liegt. Dazu klingt es auch noch schöner (mein Vater sagte immer, man müsse einen heißen Knödel (Kloß) in den Mund nehmen, schon spreche man wie ein Amerikaner).

"Verry well."
"Ahh, you know Mr..., I´m sorry, Sir David Lindsay...?"
"Yes well."

:mrgreen:
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 0:31

markus hat geschrieben:Das 'British English' habe ich immer besser verstanden als das 'American English', was auch an der Aussprache und der Betonung liegt.
Mir geht's genau anders rum.
Dazu klingt es auch noch schöner (mein Vater sagte immer, man müsse einen heißen Knödel (Kloß) in den Mund nehmen, schon spreche man wie ein Amerikaner)
Der sprach wahrscheinlich auch perfekt Englisch.
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von markus » 25.5.2010, 0:49

Thomas Math hat geschrieben:
markus hat geschrieben:Das 'British English' habe ich immer besser verstanden als das 'American English', was auch an der Aussprache und der Betonung liegt.
Mir geht's genau anders rum.
Das ist mir klar.
Dazu klingt es auch noch schöner (mein Vater sagte immer, man müsse einen heißen Knödel (Kloß) in den Mund nehmen, schon spreche man wie ein Amerikaner)
Der sprach wahrscheinlich auch perfekt Englisch.
Eben nicht (und das wird er auf seine alten Tage wohl auch nicht mehr lernen).
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Thomas Math » 25.5.2010, 2:07

markus hat geschrieben:
Thomas Math hat geschrieben:
markus hat geschrieben:Das 'British English' habe ich immer besser verstanden als das 'American English', was auch an der Aussprache und der Betonung liegt.
Mir geht's genau anders rum.
Das ist mir klar.
Dazu klingt es auch noch schöner (mein Vater sagte immer, man müsse einen heißen Knödel (Kloß) in den Mund nehmen, schon spreche man wie ein Amerikaner)
Der sprach wahrscheinlich auch perfekt Englisch.
Eben nicht (und das wird er auf seine alten Tage wohl auch nicht mehr lernen).

Na der Apfel faellt nicht weit vom Stamm
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Re: Vogelperspektivisch weltanschauliches bei Karl May ...

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 25.5.2010, 7:12

Mein Vater hat sich über Englisch bzw. Amerikanisch exakt genauso geäußert wie Markus' Vater. :D Nun ist Markus aber eine Generation jünger als ich. Offenbar wird das Unbehagen über ›das Amerikanische‹ von Generation zu Generation weitergegeben. :wink:
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