Winnetou hat es wirklich gegeben

markus
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Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von markus » 15.1.2011, 21:36

Und ich dachte immer Winnetou bedeutet 'brennendes Wasser' :shock:

http://www.br-online.de/bayern1/am-nach ... 032466.xml
Dernen
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Dernen » 16.1.2011, 1:48

Das hat May mal öffentlich geäußert. Wahrscheinlich in dem Moment erfunden. Im Werk selbst gibt es keinerlei Erklärung für den Namen
Hermann Wohlgschaft
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 16.1.2011, 9:09

Trotzdem - schön, dass es Winnetou wirklich gegeben hat. Ich habs ja schon als Neunjähriger gewusst ... :wink:
markus
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von markus » 16.1.2011, 12:07

Er war der Schwippschwager von Chingachgook :mrgreen:
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giesbert
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von giesbert » 16.1.2011, 14:17

Karl-May-Experte Rudi Schweiger
Hm. Den Text auf der Webseite hat man wohl nach Gehör geschrieben. So, wie der Moderator in seiner Anmoderation "Schweikert" ausspricht, könnte man da flüchtig auch ein "Schweiger" verstehen.
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Doro
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Doro » 17.1.2011, 21:13

Wer ist denn dieser Experte und, ist er einer?
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Thomas Math » 18.1.2011, 0:56

Zum May-Experten wird man berufen so wie ein katholischer Priester gewissermassen.
Oder gibt es gar ein Karl-May-Studium mit Abschluss als Experte ?

Jedenfalls habe ich Respekt fuer Herrn Schweikert,der sich als freiberuflicher Philologe/Germanist durchzuschlagen weiss.
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giesbert
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von giesbert » 18.1.2011, 12:19

Doro hat geschrieben:Wer ist denn dieser Experte und, ist er einer?
Rudi Schweikert? Anerkannter May-Experte mit zahlreichen, einschlägigen Veröffentlichungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Schweikert
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rodger
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von rodger » 18.1.2011, 17:30

... umtriebig gern auch in Sachen May "am Zeug flicken", so in etwa nach dem Motto "er war halt nun mal ein ungebildeter Tropf" ... (Überschriften wie "Herr May tut gebildet" u.a. sprechen eine recht deutliche Sprache ... und immer diese "Nachweise", daß May mit seinen Quellen so umgegangen ist, wie es sich halt sozusagen gehört (aus Sicht des 'Nachweisenden' freilich nicht ...), nämlich spielerisch & kreativ ... statt nach Schulmeisters Philisterart ... Wie wäre es eigentlich, wenn z.B. einer Picasso unentwegt "nachwiese", daß in dessen Bildern die Strukturen und Proportionen nicht "korrekt" wiedergegeben seien usw. ...) aber just diese Haltung kommt in bestimmten Teilen der 'Szene' gut an, und ihre Anhänger pflegen in snobistisch-unreflektierter Abwehrhaltung Häme, Süffisanz u.ä. zu abzusondern, wenn man mitteilt, daß einen das anätzt ... was soll's. Kommunikation ist halt meerschtenteels sinnlos, müßig, jeder bleibt positionell da wo er halt ist, und vermeintliche Veränderungen sind, wenn überhaupt einmal ansatzweise wahrnehmbar, eher temporäre Schwingungen um eine Mitte ... Jedenfalls ist ein May halt hundertmal interessanter als besagte Fraktion es je sein könnte ... vielleicht ist das der Grund, warum sie so gern auf ihn herabzusehen geruhen ...
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von rodger » 18.1.2011, 20:07

Und was nun die Namensdeutung "Guter Mann" betrifft, ok, das würde Sinn machen, und es mag durchaus sein, daß May da mal irgendetwas in der Richtung gelesen und aufgenommen / verwertet hat ... aber nun daherzukommen und zu behaupten, das sei nun sozusagen die ausschließlich gültige Enderkenntnis, wäre ja geradezu albern ...
Der brave Mensch hatte mich einmal nach meinem Namen gefragt und wirklich das Wort Karl im Gedächtnisse behalten. Da er es aber nicht auszusprechen vermochte, so machte er rasch entschlossen ein Kara daraus und setzte Ben Nemsi, Nachkomme der Deutschen, hinzu.

(Durch die Wüste)
Was meinen Namen betrifft, so wurde ich nicht bei meinem eigentlichen, sondern, wie auf meinen früheren Reisen, Kara Ben Nemsi genannt. Kara heißt „schwarz“ und Ben Nemsi „Sohn der Deutschen“. Ich trug einen dunklen Bart und war ein Deutscher; daher dieser Name.

(Die Rose von Kairwan / Eine Befreiung)
Soviel zu Eindeutigkeiten in Sachen Namensgebung bei Karl May ...
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 18.1.2011, 20:43

Zur möglichen Herkunft und Bedeutung des Namens Winnetou, aber auch zu möglichen historischen Vorbildern des Mayschen Edelindianers wurde schon sehr viel geschrieben. Empfehlenswert z. B. Eckehard Koch: »Winnetou war geboren 1840 und wurde erschossen am 2.9.1874« (in: Karl Mays »Winnetou« hg. von D. Sudhoff u. H. Vollmer, S. 89ff.).
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 18.1.2011, 22:20

In seinem Artikel »Der wahre Winnetou« (Süddeutsche Zeitung, 11.1.2011, S. 14) bezeichnet Harald Eggebrecht den Beitrag Schweikerts in M-KMG 166/2010 als »eine Sensation« ... Na ja, meine Interessen liegen halt anderswo ... :wink:
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von Thomas Math » 18.1.2011, 23:26

So mal jetzt fuer die Dummen,Herr Schweikert hat eine alte Textstelle entdeckt wo ein Haeuptling der Massachussets Winnetou,das mit Guter Mann uebersetzt wird, genannt wird.
Habe ich das jetzt richtig verstanden ?
Oder hat er nur ein aehnlich klingendes Wort gefunden das dann in guter geistes"wissenschaftlicher" Manier flugs zurechtgebogen/interpretiert wurde ?
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von rodger » 18.1.2011, 23:35

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:Na ja, meine Interessen liegen halt anderswo ...
Das ist der Punkt ... Geht mir ganz genau so ... Aber so ist es halt. Watt dem eenen sin Uul is dem anneren sin Nachtigall. (Für korrekte Schreibweise wird keine Haftung übernommen bzw. diese ist vermutlich nicht gegeben. Es kommt nicht darauf an ...) Man muß damit leben, daß die Leut' halt ganz unterschiedlich ticken, und das führt zu allerhand bzw. damit wird ganz unterschiedlich umgegangen, von Toleranz bis zu offener Feindschaft ... im Großen wie im Kleinen ... so war das, so ist das, so bleibt das. (Und wenn die einen meinen sie müssen die anderen niedermäkeln (für die Germanistinnen und Germanisten: diese Wortschöpfung wurde soeben kreiert), müssen sie damt rechnen, auch mal eins auf den Hut zu bekommen. Da hat zum Beispiel mal einer, von dem der Vortragende schon allerhand gelesen hat, sich aber bis auf die größten Ärgernisse wirklich an nichts, rein gar nichts davon erinnern kann, weil halt nichts haften geblieben ist, über ein Buch eines anderen, das nun wiederum besagten Vortragenden schwer beeindruckt hat, arg abfällig geäußert. Da lachen ja die Hühner ...)

:wink:

(und die [Hühner der] andern lachen ebenfalls, th'is clear. Und dann nimmt man sich halt [in Teilbereichen] gegenseitig lebenslänglich sozusagen nicht ernst und / oder 'nicht ganz für voll' und hält [s.o.: in Teilbereichen] [sozusagen] nichts voneinander. Bitteschön. Damit kann man leben.)
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Re: Winnetou hat es wirklich gegeben

Beitrag von markus » 18.1.2011, 23:56

Wat regse dich denn immer so auf Rüdiger, lasse redn. Denk an dein Blutdruck. Bist ja fast wie ich der sich über Gott und die Welt aufregt. Das muß doch nicht sein.

:wink: :mrgreen:
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