Winnetou und das Geheimnis der Geisterschlucht

Kurt Altherr
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Winnetou und das Geheimnis der Geisterschlucht

Beitrag von Kurt Altherr » 1.2.2007, 15:24

Karl-May-Filme sind aus der Wirkungsgeschichte Karl Mays nicht wegzudenken.

Nun hat der begeisterte Karl-May-Fan Mike Dietrich mit seinem Kompetenz-Team einen Fan-Film "Winnetou und das Geheimnis der Geisterschlucht" gedreht. Einige Szenen des Films, der im Sommer 2007 zu Urauffühurng gelangt, können bereits angeschaut werden.

Siehe unter http://www.myvideo.de/watch/746074
johnny
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Beitrag von johnny » 4.2.2007, 17:05

Das was man da sieht nennt man "Trailer";)
Weiteres hier: http://www.karl-may-treff.de/html/body_ ... resse.html
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rodger
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Beitrag von rodger » 4.2.2007, 17:37

Man muß es aber nicht "Trailer" nennen, man darf auch weiterhin Deutsch sprechen. Diese albernen Anglizismen kommen einem ja langsam aus den Ohren wieder heraus.

Ohne die Ausschnitte bislang gesehen zu haben (im Büro war es nicht so der rechte Ort wegen der plötzlich laut ertönenden Filmmusik, und zuhause klappt es nicht): Deine Signatur, lieber Johnny, gefällt mir immer mal wieder ausgesprochen gut.

:lol:
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giesbert
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Beitrag von giesbert » 4.2.2007, 18:22

rodger hat geschrieben:Man muß es aber nicht "Trailer" nennen,
Genau, das heißt nämlich eindeutig "Teaser", steht da ja groß genug auf der Seie 8-)
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rodger
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Beitrag von rodger » 4.2.2007, 19:05

Also damit verbinde ich nun ganz andere Assoziationen. Und ganz andere Filme.

8)
Dernen
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Beitrag von Dernen » 4.2.2007, 23:30

Den passenden deutschen Ausdruck ist man bisher schuldig geblieben. Früher, vor vielen, vielen Jahren, nannte man das einfach "Vorschau".

Grüße

Rolf
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Beitrag von andrea » 5.2.2007, 20:26

Wie wäre es mit "appetizer"?? 8)
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Beitrag von Dernen » 5.2.2007, 20:48

andrea hat geschrieben:Wie wäre es mit "appetizer"?? 8)
Genau! Ein guter, deutscher Ausdruck. Da hätte ich eigentlich drauf kommen müssen. "Amuse gueule" fällt mir da noch ein, um im kulinarischen Bereich zu bleiben.
Thomas Math
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Beitrag von Thomas Math » 6.2.2007, 7:11

Ihr Deutschen seid ein wenig seltsam was Fremdwoerter angeht.
So habt ihr ein Wort geschaffen,dass es in dieser Bedeutung zwar nur im Deutschen gibt ,aber englisch klingt.

"Handy" fuer cell or mobil phone

Apropos Ruediger wir haben zum Austausch ein paar Germanismen

Blitzkrieg,Heil,Kaiser,Angst,Autobahn fallen mir spontan ein.
Kurt Altherr
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Beitrag von Kurt Altherr » 6.2.2007, 13:37

Lieber Herr Dr. Math,

in Bezug auf die Befindlichkeiten der Deutschen empfehle ich Ihnen das Buch "Die deutsche Krankheit - German Angst" von Sabine Bode.

Näheres zu Sabine Bode unter http://www.sabinebode.de/

Freundliche Grüße nach Minnesota

Kurt Altherr
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Beitrag von johnny » 10.2.2007, 19:05

Um mal was ganz Abstraktes zu bringen: wie wäre es mit Ausschnitte eines bald erscheinenden Filmes, die zu einem Kurzfilm zusammengestellt wurden, um den gesamten Film vorzustellen?
Man kann es nennen wie man will. Teaser und Trailer bedeutet im Grunde ja das Selbe. Ansonsten noch eine positive Anmerkung zur Rettung des Deutschen: erstaunlich wenige kennen den Begriff "Trailer", geschweige denn "Teaser".

Was meine Signatur betriff: Ja, die passt häufiger als man meint. Muss sie jedoch dringend ändern, löst sie doch eine gewisse depressive Stimmung aus und stachelt nicht gerade zum Schreiben an... :wink:


johnny
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Beitrag von Kurt Altherr » 11.2.2007, 21:06

Das unsere eigentlich sehr schöne deutsche Sprache mit vornehmlich englischen Wörtern verunstaltet wird, halte ich für sehr schlimm.

Deshalb hatte es sich auch der Leiter des KMV, Dr. E.A. Schmid und seine Bearbeiter Franz Kandolf und Otto Eicke, schon um 1920 zur Aufgabe gemacht, das Werk Karl Mays von Fremdwörtern zu befreien und durch deutsche Wortschöpfungen und -formulierungen zu ersetzen.

Durch die Erfahrungen der Nazizeit und den verlorenen 2. Weltkrieg hat das deutsche Volk das Empfinden für seine eigene Sprache verloren, was sehr bedauerlich ist.
Sandhofer
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Fremdwörter

Beitrag von Sandhofer » 12.2.2007, 8:14

Hallo zusammen!
Kurt Altherr hat geschrieben:Deshalb hatte es sich auch der Leiter des KMV, Dr. E.A. Schmid und seine Bearbeiter Franz Kandolf und Otto Eicke, schon um 1920 zur Aufgabe gemacht, das Werk Karl Mays von Fremdwörtern zu befreien und durch deutsche Wortschöpfungen und -formulierungen zu ersetzen.

Durch die Erfahrungen der Nazizeit und den verlorenen 2. Weltkrieg hat das deutsche Volk das Empfinden für seine eigene Sprache verloren, was sehr bedauerlich ist.
Diese beiden Sätze widersprechen sich nun indirekt. Wenn Karl May nicht (zu?) viele Fremdwörter verwendet hätte, hätte er ja nicht davon "gereinigt" werden müssen. "Fremdwörteritis" gab's also schon vor der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. (Allerdings war es zu Mays wie zu Goethes Zeit eher das Französische, das en vogue war. Auch Fremdwörter kennen ihre Moden.)

Purismus ist mir in der Wortwahl ebenso suspekt wie in einer genetischen Selektion. (Wer je z.B. mit Hunderassen zu tun hatte, die durch allzu selektive und auf äusserliche Merkmale fixierte Zuchtwahl "versaut" worden sind, wird mir beistimmen müssen. [Und ich spreche nicht einmal primär von sog. "Kampfhunden"!]) Nein, Reinzucht, so sehr May bei seinen Pferden davon schwärmt, ist genetisch wie linguistisch mittel- und langfristig der Untergang der Rasse bzw. der Sprache.

Grüsse

Sandhofer
Kurt Altherr
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Beitrag von Kurt Altherr » 13.2.2007, 12:59

Hallo Sandhofer,

vielen Dank für Ihre wertvollen Ergänzungen.

Haben Sie schon einmal bei www.karl-may-bilder.de reingeschaut?

Dort gibt es auch eine Rubrik "Literatur", die zwar noch in den ersten Anfängen steht, aber durch ihre Teilnahme eine enorme Bereicherung finden würde.

Viele Grüße
Kurt Altherr
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rodger
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Beitrag von rodger » 13.2.2007, 13:30

Richtig, sehr richtig. Dort ist heute gerade ein Lehrstuhl freigeworden.

Er schrieb doch auch gerade von
Nachfolger auf dem Star-Lehrstuhl
und wäre dort genau richtig …

:lol:
Antworten
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