Benutzerordnung der Bibliotheken im Karl-May-Museum
 
Erarbeitet durch: Gudrun Wittig und Hans Grunert

  
  
  
1. Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt für die Bibliotheken des Karl-May-Museums Radebeul (Bibliothek Karl Mays und Archivbibliotheken).

    
2. Bibliothek Karl Mays

Die Bibliothek Karl Mays ist eine Präsenzbibliothek.

Diese Bibliothek ist Museumsbestand und in jeder Beziehung wie museales Inventar zu behandeln. Der Wert dieser Sammlung orientiert sich an der Tatsache, daß sie von Karl May zusammengetragen und als Büchersammlung des Schriftstellers in ihrer Gesamtheit als seine Arbeitsbibliothek (Anstreichungen und Randbemerkungen) erhalten geblieben ist. Mit Hilfe der Bibliothek werden wichtige Rückschlüsse auf das literarische Werk Karl Mays ermöglicht. Diese Tatsache berechtigt den Beschluß, daß dieser Bestand nur von Karl-May-Forschern genutzt werden darf. Erkenntnisse dürfen nur für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Eine kommerzielle Veröffentlichung / Verwendung ist nur mit Zustimmung des Karl-May-Museums Radebeul statthaft.

Die Archivbibliotheken des Karl-May-Museums sind wissenschaftliche Fachbibliotheken mit Präsenzcharakter, die als Hauptaufgabe die Unterstützung der Forschung zu den Themen Karl May und Indianer Nordamerikas haben. Primär- und Sekundärliteratur zu Karl May und den zugehörigen Randgebieten soll möglichst vollständig angeschafft und den interessierten Karl-May-Freunden zur Verfügung stehen. Die Literatur zum Thema Indianer Nordamerikas wird schwerpunktmäßig im Hinblick auf die im Karl-May-Museum vorhandene Sammlung ethnographischer Gegenstände, dem kulturhistorischen Hintergrund und dem notwendigen interdisziplinären wissenschaftlichen Grundlagenwissen gesammelt.

   
3. Allgemeine Nutzungshinweise

Die Bibliotheken des Karl-May-Museums können für wissenschaftliche, literarische und publizistische Arbeiten und Studien kostenlos benutzt werden. Entgelte oder Gebühren müssen für besondere Leistungen wie Kopien, Fotos und deren Nutzung erhoben werden.

Die Benutzer werden gebeten, im voraus Ankunft und voraussichtliche Dauer des Aufenthalts sowie ihre Benutzungswünsche schriftlich mitzuteilen.

Jeder Benutzer füllt einen Benutzungsantrag aus, unterschreibt ihn und weist sich bei Bedarf durch Personalausweis oder Paß aus. Studierende, die Material für Examens-, Diplom- und Magisterarbeiten benutzen wollen, sollen eine Empfehlung ihres akademischen Lehrers vorlegen. Mit der Unterschrift erkennt der Benutzer die Benutzungsordnung an und verpflichtet sich, sie einzuhalten. Zwischen dem Karl-May-Museum und dem Benutzer besteht damit ein privatrechtlicher Leihvertrag. Bei Schäden haftet der Benutzer für alle Nachteile, die dem Museum entstehen.

Mäntel, Mappen und Handtaschen dürfen nicht in den Arbeitsbereich mitgenommen werden.

Rauchen, Essen und Trinken sind im Arbeitsbereich nicht gestattet.

Für Schäden und Verlust an Materialien, die während der Benutzung, d. h. zwischen Aus- und Rückgabe, entstanden sind, haftet der Benutzer.

Das Schreiben in und auf den Objekten und das Ablegen von Büchern oder sonstigen Materialien darauf ist streng untersagt.

Die mechanische Wiedergabe (Fotoabzüge, Kopien u. ä.) des Bestandes kann in der Regel nur in beschränktem Umfang genehmigt werden - damit ist die vollständige Kopierung von ganzen Bänden ausgeschlossen. Über Ausnahmen, z. B. bei Reprintvorhaben, wird im Einzelfall entschieden. Kopien sind ausschließlich zum persönlichen Gebrauch bestimmt; der Benutzer versichert, daß er sie nur für den angegebenen Zweck auswertet und nicht an Dritte weitergibt. Kopien und Fotos werden nur von Mitarbeitern des Karl-May-Museums hergestellt.

    
4. Benutzung der Bibliothek Karl Mays

Nach dem Präsenzsystem wird der Bestand dieser Bibliothek (KMB) den Benutzern nur in einem dafür vorgesehenen Raum des Museums zur Einsichtnahme vorgelegt.

Der Benutzer erhält die gewünschten Bände vom Kustos der Sammlung. Selbständige Entnahme aus den Regalen ist nicht gestattet.

Jedes Entnehmen von Beilagen, An-, Unter- oder Durchstreichen, Radieren und Ausschneiden ist untersagt. Fotografieren ist nur in Absprache mit dem Kustos gestattet.

Materialien der Sammlung können für Einsicht oder Auswertung gesperrt bzw. ihre Benutzung eingeschränkt werden  

Die Erlaubnis zur Einsicht in die Bestände der KMB schließt nicht die Erlaubnis zu deren Veröffentlichung ein. Die Auswertung der Archivalien in Veröffentlichungen sowohl in Form der Publizierung von Originaltexten als auch in Form des Zitats bedarf der vorherigen Zustimmung des Museums (Stiftung). Ein Verstoß gegen diese Bestimmungen kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und der Benutzer wird von der weiteren Benutzung der Bibliothek ausgeschlossen.

Der Benutzer verpflichtet sich, von allen Veröffentlichungen und deren späteren Auflagen oder Nachverwertungen, in denen er Material aus der KMB ausgewertet hat, dem Karl-May-Museum Radebeul sofort nach dem Erscheinen ein Belegexemplar kostenlos zuzustellen. Dies gilt auch für Examens-, Diplom- und Magisterarbeiten.

In den Veröffentlichungen muß das Karl-May-Museum Radebeul als Besitzer der Quellen genannt sein.

Mit der Genehmigung zur Abschrift / Kopie oder Veröffentlichung von Materialien verliert das Karl-May-Museum nicht das Recht, diese Materialien in allen Formen auszuwerten oder anderen Personen eine solche Auswertung zu gestatten.

      
5. Benutzung der Archivbibliotheken

Aufgrund des Präsenzcharakters ist die Ausleihe nur in den dafür vorgesehenen Räumen des Museums möglich. Die Ausleihe außer Haus wird nicht gestattet. Die Museumsleitung kann abweichende Regelungen treffen.

    
6. Schlußbestimmungen

Verstößt ein Benutzer schwerwiegend oder wiederholt gegen die Bestimmungen der Benutzungsordnung oder ist sonst durch besondere Umstände die Fortsetzung eines Benutzungsverhältnisses unzumutbar geworden, so kann der Benutzer vorübergehend vom weiteren Gebrauch der Bibliotheken ausgeschlossen werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Benutzung der Bibliotheken. Alle aus dem Benutzungsverhältnis entstehenden Verpflichtungen des Benutzers bleiben auch nach dem Widerruf bestehen.

 
Stand: 28. Dezember 1999

 

Hans Grunert

Gudrun Wittig

 



Service / Anreise

Spendenaktion für die Restaurierung der Bibliothek Karl Mays

Mitteilungen der Karl-May-Stiftung

Hauptseite der Karl-May-Stiftung